Achtsamkeit

Achtsamkeit

Die Achtsamkeitspraxis als zeitgemäßer Lebensstil. Austausch über Achtsamkeit in Familie, Gesellschaft und Forschung.

Mariele Sibum- Berentelg Mariele Sibum- Berentelg Premium

Danke

' Per Zufall' entdeckte ich diese Gruppe , und freue mich nun ein Teil von ihr zu sein. Danke dafür . "Das Leben ist schön, du musst nur dabei", ist mein Lieblingsspruch. Durch Achtsamkeit die schönen und liebevollen Momente zu entdecken, mittendrin sein und genießen dürfen, und mache Dinge einfach sein zu lassen , hilft mir in meinem beruflichen und privaten Alltag . So freue ich mich , hier zu sein und miteinander zu teilen.

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Mariele Sibum- Berentelg Doris Kirch Maria-Anne Gallen
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Doris Kirch Doris Kirch PremiumModerator
Liebe Mariele, wir haben uns in diesem Forum auf das "Du" geeinigt. Also, falls du magst... :o) Herzliche Grüße und einen sonnigen Tag, Doris
Michael Möller Michael Möller Moderator

Erwartungen im Alltag begegnen

Obwohl ich die WM nicht verfolge, möchte ich doch diese Metapher bringen: Das Leben ist wie Fußball: Es ist ein Spiel. So kann man es zumindest sehen oder nehmen. Einfach ist es nicht, doch bevor man verzagt, sollte man es vielleicht spielerisch sehen, es sportlich nehmen. Mal spielt man defensiv, mal offensiv, mal muss man sich verteidigen, dann hat man wieder eine Torchance. Und es gibt Fouls. Einige können Schmerzen hervorbringen. Der Gegner sieht die gelbe oder rote Karte. Und ich habe auf meiner Seite eine Mannschaft, die mich unterstützt. Die das gleiche Ziel hat wie ich. Meine Haltung zum Spiel ist dann eine Frage der inneren Einstellung, die meine Erwartungen widerspiegelt. Man muss es aber nicht so ausdrücken: „Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.“ Oft kann es für uns im Alltag schwer werden, wenn wir etwas erwarten. Das kann uns in einen Konflikt mit uns selbst oder anderen führen. Erwartungen spielen in unserem Leben bewusst und unbewusst eine große Rolle. Erwartungen sind per se nichts schlechtes, schließlich vereinfachen sie unser alltägliches Leben und fordern von uns nicht ständig neue Entscheidungen. Es gibt automatische Abläufe, Routinen, die wir erlernt oder uns angeeignet haben und somit Basis für unser handeln sind. Wir erwarten jeden Morgen, dass der Wecker klingelt. Sollte er mal ausfallen, kann uns das schon in Trubel bringen. Wir erwarten, dass wir ohne Hindernisse auf den Weg zur Arbeit kommen. Irgendwie erwarten wir auch, dass nach dem vermeintlich anstrengenden Arbeitstag uns doch zu Hause ein entspannter Abend erwartet. Wir erwarten, dass ein Gruß freundlich erwidert wird, wenn wir offen auf andere zugehen. Wenn mal etwas nicht so funktioniert wie gedacht, holen wir uns Hilfe. Ob das im Beruf der Vorgesetzte ist oder Privat ein Handwerker. Wenn wir uns Hilfe holen, erwarten wir natürlich auch etwas: Das danach wieder alles funktioniert, was wir alleine nicht geschafft haben. Tritt das nicht ein, sind wir enttäuscht. Splitten wir das Wort auf, so müssten wir vor der Ent-täuschung zuvor schon ge-täuscht worden sein. Von uns selbst? „Enttäuschungen sind das Ergebnis falscher Erwartungen.“ (Andres Tenzer) Wenn ich auch nur ein paar Tage zurückgehe, so fallen mir schon ein paar Beispiele dazu ein, wo ich durch meine Erwartungshaltung ent-täuscht wurde. Das muss nicht mal mit anderen Personen zu tun haben oder von ihnen abhängig gewesen sein. Unsere ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen sind unsere innersten Wünsche. Oberflächlich oder tiefergehend, eine Alltagssituation betreffend oder entscheidend für die Beziehung zu einer anderen Person. Kognitiv folgen sie einem Wenn-Dann-Muster. Wenn A passiert, folgt B, wenn B nicht eintreten sollte, dann C usw. Wird die Kette gestört und es stehen keine Alternativen zur Verfügung, verketten wir uns. Wie dem begegnen? Keine Erwartungen mehr haben? – Nein. Aber können wir unsere Erwartungen überprüfen. Gerade die unausgesprochenen. Besonders wenn wir ein Déjà-vu schon vorausahnen, weil wir die gleiche oder ähnliche Situation schon einmal erlebt haben. Wir können achtsam sein und in uns spüren, was der eigentliche Wunsch dahinter ist.

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Kay Schmiedler Kay Schmiedler
Ja, die Erwatrungshaltung... Ich arbeite nun seit ca. 2-3 Jahren an meinen Erwartungen und auch an der Erwartungshaltung anderer an mich, dich ich noch viel zu oft zu erfüllen versuche. Doch ein immer wiederkehrendes BEWUSST machen lohnt sich! ;-)
Doris Kirch Doris Kirch PremiumModerator

Es gibt ein Schauen, das ist still, ruhig und wohlwollend...

Es gibt ein Schauen, das ist still, ruhig und wohlwollend. Es ist ohne Angriff, ohne Verurteilung, ohne jegliche Zwanghaftigkeit. Dieses Sehen strahlt Freundlichkeit aus und will nichts vom anderen Menschen, weil es in sich ruht und nichts braucht. Es muss nichts korrigieren, rechtfertigen oder verändern. Da ist nur Gelassenheit gegenüber dem, was ist - gegenüber der Welt, wie sie ist. Dieses Schauen ist nicht von Ängsten oder von Wünschen und Sehnsüchten beherrscht. Es ist die Zentrierung im Geist, welche sich nicht vom Elend der Menschen überwältigen lässt, zugleich aber im Mitgefühl mit ihnen ist und um das HÖCHSTE in ihnen weiss. (Reinhard Lier)

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