Doris Pascual Doris Pascual

Sonnige Grüsse aus dem "Paradiesli"

Hallo!
Hier endlich auch meine längst überfällige Vorstellung (Berufliches siehe Profil)...
Geboren und aufgewachsen in der Ostschweiz, bin ich via Kanton Zürich, mit kurzem Abstecher ins Thurgau weitergezogen und schliesslich im Aargau "hängengeblieben", wo ein paar Jahre später dann mein ganz persönliches kleines Paradies direkt an der Aare auf mich wartete - inkl. manchmal Hochwasser frei Haus...

Zu meinem Zuhause gehört (für ein EFH) recht viel Land, allerdings in einer Landschaftsschutzzone (d.h. alles was an Gebäuden schon draufsteht darf "saniert" werden, Neues hingegen auf gar keinen Fall dazukommen, wie auch mein Nachbar gerade erst erfahren musste - aber das ist eine andere Geschichte). Was also mit dem Land anfangen? Die Kids waren da schon (tlw. fast) erwachsen und in der Ausflugschneise, brauchten keinen "Spielplatz" mehr und an Freizeit-Aktivitäten gibt's auch besseres, als auf dem Rasentraktor rumkurven - eine möglichst "lebendige" Alternative musste her...

Als Tochter eines Jägers hatte ich als Kind schon öfter Gelegenheit, wilde "Findlinge" aller Art aufzuziehen oder gesund zu pflegen - wieso also keine Wildtier-Auffangstation aufbauen? Kurz gesagt: der Amtsschimmel war dagegen...

Der Familienrat (inzwischen auf total 3 Zwei- und 6 Vierbeiner (Hund & Katzen) angewachsen) prüfte nun also, was an Kleinwiederkäuern am ehesten in Frage käme. Zur Auswahl standen Zwerg-Ziegen, Mini-Shettys, Schafe - und eben Alpakas, über die ich kurz vorher eine Reportage im TV gesehen und mich gleich in diese Tiere "verliebt" hatte. Widerstand kam von Seiten meines damaligen Lebensabschnittpartners (der übrigens nie mit mir zusammenwohnte), der mich davon überzeugen wollte, dass Schafe doch viel besser zu halten wären - denkste! Also musste - obwohl ich mich längst entschieden hatte - eine gut bestückte Liste mit Pro und Kontras her (wieder kurz): Ziegen = Ausbruchskünstler mit Eigengeruch / Mini-Shettys = teuer im Unterhalt & beanspruchen den Boden stärker als bspw. Alpakas / Schafe = Wolle fettig, Eigengeruch na ja und überhaupt... Alpakas lassen die Grasnarbe in Ruhe, sind (meistens) ruhig, im Vergleich günstig im Unterhalt, niedlich, halfterführig, Kinderfreundlich etc., das alte Bienenhaus konnte mit wenig Aufwand leicht zu einem für sie geeigneten Stall umfunktioniert werden, Halterbewilligung kein Problem ... der Fall war klar und die Suche nach geeigneten Tieren konnte losgehen.

Züchter wurden via Internet schnell gefunden und eine junge Familie aus dem Berner Oberland kam mit 3 ihrer Wallache in meine engere Auswahl. Nach 2 Besuchen, viel Info-Sammlerei und einem (für Hobbytiere-Halter wie mich freiwillig) absolvierten Sachkundenachweis-Kurs, zogen im Juni 2012 die ersten "Jungs" ins Paradiesli ein...

Leider kam im April darauf ein Rückschlag mit Todesfall, im Juli 2013 dann wieder 2 neue Alpakas (leider von Privat, der mir die versprochenen Infos nie nachreichte = ich weiss bis heute nicht, woher die Tiere tatsächlich stammen etc. - ein Fehler, den ich auch nie mehr mache!), die ich aus einer misslichen Lage befreien wollte. Während sich der eine zu einem richtigen Prachtskerl entwickelte, erholte sich der andere leider nicht. Trotz intensiver Pflege und tierärztlicher Betreuung haben wir den Kampf um sein Leben im Januar schliesslich doch noch verloren... nun sind es also wieder 3.

Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich mich, nach meinem heutigen Wissensstand, immer noch für Alpakas entscheiden würde. Meine Antwort ist ein klares JA! Auch wenn ich mein Land nicht vergrössern kann, um zu züchten, so gibt's doch auch andere Möglichkeiten, als die Tiere nur als Rasenmäher auf 4 Beinen zu halten. So haben die "Jungs" und ich bereits ein neues Projekt im Aufbau - Gymkhana. Und eines ist jetzt schon sicher: in der Ruhe liegt die... äh Geduld, smile.

Sonnige Grüsse
Doris Pascual

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Alpakas, ein wertvolles Tier und dennoch relativ anspruchslos

Alpaka Zucht ist ähnlich spannend wie die Pferdezucht.
Qualität ist auch hier oberstes Gebot.

Alpakas sind Nutztiere, die es wert sind, neben der Schönheit der Tiere, tatsächlich auch einen wirtschaftlich interessanten Nutzen zu haben, ohne, wie viele andere domestizierte Nutztiere gleich zum Schlachter gebracht
zu werden um wirtschaftlich zu sein.

Ihre Menschenfreundlichkeit drückt sich nicht zuletzt auch dadurch aus, das sie auch als Therapietiere eingesetzt werden können.

Viel Freude mit den Alpakas wünscht

Ihr Moderator

R. Heinzkill

Jan Kolbe
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Im nächsten Jahr geht es los mit der Alpakazucht

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Neuer Zuchtaufbau

Wer hat besondere Erfahrung mit dem Aufbau einer neuen Alpakazucht ?

Jan Kolbe Jan Kolbe

ich baue seit 2006 eine Zucht auf, hab mit 4Stuten australischer und kanadischer Herkunft angefangen, aktuell hab ich knapp 30 Tiere, 10 Suris und 20 Huacaya