Henning Kahlert Dr. Henning Kahlert PremiumModerator

Hallo aus Karlsruhe

Dann darf auch ich mich kurz vorstellen: Ich bin Rechtsanwalt aus Karlsruhe und vormals überzeugter Amiga-Benutzer (2000 und später 4000), auf dem ich in Assembler (Devpac) und GFA-Basic programmiert habe. Später bin ich notgedrungen auf PC und jetzt auf Mac umgestiegen. In jüngerer Zeit habe ich bei Ebay einen 600er erworben. Ich benutze auch den AmigaForever-Emulator, aber die Original-Hardware zu nutzen ist durch nichts zu ersetzen.

Probleme habe ich mit dem Anschluss der Amigas an moderne Monitore (der 1084 ist doch etwas betagt). Hier bin ich für Tips dankbar.

Henning Kahlert Daniel Fahrländer Gero Birkenfeld
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Henning Kahlert Dr. Henning Kahlert PremiumModerator

Danke für die Hinweise. Die Geräte bei Vesalia kannte ich, die erfordern aber überwiegend Eingriffe in die Hardware, da lasse ich lieber die Finger davon. Ich habe jetzt über Ebay eine "externe Grafikkarte" bestellt, mal sehen, was die kann.

Grüße aus Karlsruhe!

Oliver Stütz Oliver Stütz

*Hach* schön war die Zeit ;)

Hallo Ihrs,

mein Weg zum Amiga war aufgrund meiner frühen Geburtsstunde ein etwas Steinigerer^^

Alles begann mit Pong. Selbst wenn Ihr es nicht gespielt habt, solltet Ihr es kennen, der absolute Prototyp eines Computerspiels, Typ Tennis-Emulation, gesteuert über zwei Drehpaddles.

Damals hat mich absolut fasziniert, dass Elektronik etwas in meinen jungen Augen etwas so wundervolles erzeugen konnte.

Durch Verwandtschaft in den USA bekam ich dann später einen VC 20 in die Finger, der zunächst jegliche Art der Darstellung dank artfremder TV-Norm verweigerte. Befreundete Elektronik-Freaks schafften es tatsächlich, den Commie an unseren Fernseher anzuschließen. Zwar wurde das erzeugte Bild zweimal neben- und zweimal untereinander angezeigt, aber das war völlig egal, ich hatte junge, gute Augen. Abgesehen von einigen Basic-Gehversuchen war damals aber noch nicht viel los - keine Fachzeitschriften, keine Menschen, die mir helfen konnten, endlose Weiten.

Meine Schule bot damals auf freiwilliger Basis einen Informatik-Unterricht an, dem ich als definitiv jüngster Elève fasziniert beiwohnte, und zwar, man höre und staune, auf einem PET 2001, der einen C64 samt gefühltem 1"-monochrom-Display in schickem grün in einem Metallgehäuse vereinigte.

Irgendwann kam dann der für die damaligen Verhältnisse absolut omnipotente CBM 64 auf den Markt, der über den steinigen Weg kindlicher Elternmanipulation (Betteln und Zetern) den Weg in mein Jugendzimmer fand. Meine erste Quelle von Programmierkenntnissen bestand aus anderen Jugendlichen, die stehend in der Kaufhof-Filiale unserer Stadt die 64er in Basic programmierten.

Mein Weg führte aber nach der Erkenntnis, dass in vernünftigen Programmen als erstes das Betriebssystem ausgeschaltet wurde, schnell zu absoluter und dann relativer Maschinensprache-Programmierung, zunächst über Bytefolgen, später dann mit den entsprechenden Editoren auch über Mnemonics. Binäres hat mich Gott sei Dank nur rein informativ erwischt "so war's früher mal".

Im Laufe der Zeit entstanden einige Projekte, speziell zwei Intromaker, die mir samt den zugehörigen, im Bildschirmspeicher laufenden Dekompressionsroutinen wirklich alles an Gehirnschmalz abverlangten, was zur Verfügung stand ;) Natürlich habe ich mit der Kiste auch ohne Ende gezockt, aber das war zweitrangig.

Aus finanziellem Engpass heraus musste ich den Brotkasten aber samt aller sorgsam gesammelter und selbst programmierter Software verkaufen, denn dann kam ER - mein Amiga 500!

Prachtvoll anzusehen, ein stolzer 1084S direkt daneben, Diskette war unerschwinglich, aber die Datasette tat ja auch ihren gerusamen Dienst. Naja, Diskettenlaufwerk und 512KB-Erweiterung folgten recht schnell, ebenso ein Action Cartridge. Nicht, um zu 'cracken' (lol), sondern um Einblick in die Vorgänge eines Programmes zu erhalten, das sich durch resetfeste Spielchen selbst löschte, so dass Dumps nicht wirklich hilfreich waren.

Die Demo-Scene hatte es mir ja schon auf dem 64er angetan, daher war die Orientierung in diese Richtung klar. Es entstanden einige Teilprojekte für diverse Formationen und viele, viele Copy-Parties ;) Intro- und Demomaker waren wie immer Kern meines Interesses, damit habe ich mich die meiste Zeit beschäftigt, aber natürlich auch gezockt. Reichlich. Und... wie nenne ich es bloß... sagen wir Reverse Engineering? Naja es gab ca. 50 Produktionen aus der Zeit, war ja cool und die Rechtslage *hust* schwammig ;) Irgendwo fliegt auch noch eins der gaaaanz alten Günther Freiherr von Gravenreuth-Abmahnschreiben herum, Forderung im Namen von Activision 120.000 DM lol

Mittlerweile war der Sound-/Pro-/Wasweißichtracker von Mahoney & Kaktus (zwei richtungsweisende Coder aus Finnland, die den allerersten Soundtracker entwickelt hatten - später Mitbegründer der Formation Fairlight... daher übrigens die "M K"- oder "M&K"-Kennung in den meisten Trackermodulen) von gefühlt der halben Welt verändert und verbessert worden, es entstanden einige Stücke (so ca. 30), von denen eins nicht ganz schlecht war ^^

Nachdem klar war, dass Musik zwar funny, ich aber leider nicht wirklich kreativ oder musikalisch war verlegte ich mich wieder aufs Programmieren und Sammeln - ich besitze noch heute ca. 500 Trackermodule aus diesen Jahren, die Demosammlung von bestimmt 900 Disks hat's aber leider Gottes gehimmelt, dann kam die Bundeswehr und das Berufsleben... was soll ich sagen, die goldenen Jahre waren vorbei, ich setzte mich gezwungenermaßen mit den verhassten DOSen auseinander, später WinDoof. Ätzend!

Irgendwie führte der Weg dann in Richtung Webdesign, somit mache ich seit vielen, vielen Jahren eigentlich das Gleiche.

LG, OS

Ps: Computer in meinem Bestand: Z80, Z81, Spektrum, VC 20, C 64 II, Amiga 500, Amiga 1000, Amiga 4000, Amiga 1500 und ne Menge Konsolen.

Oliver Stütz Malte Hegeler
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Oliver Stütz Oliver Stütz

Yup, da hast Du vollkommen Recht.

Oliver