Wenke Bönisch Dr. Wenke Bönisch Moderator

Forschungsschwerpunkt: Universitäts- und Bildungsgeschichte

In meiner Dissertation erarbeite ich mittels einer Matrikelanalyse einen qualitativen Vergleich der Hochschulen in Leipzig, Wittenberg, Jena und Erfurt für das konfessionelle Zeitalter (1580-1650). Nebenbei versuche ich auch, Bildungsstrukturen und -netzwerke in der Region zu "erforschen" - also Bibiotheken, Druckereien, Schulen, Gesellschaften etc.
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Noch einmal thematisch eingeorndet und damit hoffentlich auch nach den Veranstaltungen von Interesse der Verweis auf einen Workshop und einen Abendvortrag: Internationaler Workshop aus Anlass des 600-jährigen Jubiläums der Universität Leipzig „an … wonunge, heusern, collegien ader burßen“ (Leipzig 1468) Archäologie und Baugeschichte mittelalterlich-frühneuzeitlicher Universitäten und Hochschulen in Ostmitteleuropa 19. bis 21. November 2009 GWZO, Luppenstraße 1b, 04177 Leipzig, http://www.uni-leipzig.de/gwzo Programm: http://www.uni-leipzig.de/gwzo/images/GWZO_images/Konferenzen/09_Universitaeten.pdf Abendvortrag: Der Auszug der Studenten und Magister der sächsischen, bayrischen und polnischen "nationes" aus der Universität Prag nach Leipzig im Jahr 1409 PhDr. Michal Svatoš, CSc. 19.11.2009, 20:00 Uhr Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig http://www.zv.uni-leipzig.de/service/presse/pressemeldungen.html?ifab_modus=detail&ifab_id=3549
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Workshop zur Archäologie und Baugeschichte mittelalterlich-frühneuzeitlicher Universitäten vom 19. bis 21.11.2009 in Leipzig

Eine herzliche Einladung für Schnellentschlossene und die Bitte um Entschuldigung, dass die Ankündigung aus verschiedenen organisatorischen Gründen erst so spät erfolgt. Über eine Weiterleitung an potentiell Interessierte außerhalb des Netzwerkes würde ich mich sehr freuen. Internationaler Workshop aus Anlass des 600-jährigen Jubiläums der Universität Leipzig „an … wonunge, heusern, collegien ader burßen“ (Leipzig 1468) Archäologie und Baugeschichte mittelalterlich-frühneuzeitlicher Universitäten und Hochschulen in Ostmitteleuropa Leipzig, 19. bis 21. November 2009 Veranstalter: Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO) an der Universität Leipzig Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (IMAREAL) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Krems an der Donau Veranstaltungsort: GWZO, Luppenstraße 1b, 04177 Leipzig http://www.uni-leipzig.de/gwzo In den letzten Jahren wurden vielerorts in Mitteleuropa archäologische und bauhistorische Forschungen an Universitätsgebäuden des Mittelalters und der frühen Neuzeit durchgeführt. Die Untersuchungen von Bursen, Kollegien und Regentien ergänzen das durch ikonographische und schriftliche Quellen gezeichnete Bild des akademischen Alltags und ermöglichen neue Einblicke in das Leben von Studenten und Professoren dieser Zeit. Eine zusammenfassende Darstellung bzw. ein breit angelegter Vergleich steht jedoch bislang noch aus. So stellt sich unter anderem die Frage, ob und wie sich archäologische und bauhistorische Funde und Befunde aus einem frühen akademischen Milieu von solchen aus zeitgleichen städtischen Haushalten unterscheiden lassen. Programm: http://www.uni-leipzig.de/gwzo/images/GWZO_images/Konferenzen/09_Universitaeten.pdf Abendvortrag: Mit neuen Aspekten des "Auszugs der Studenten und Magister der sächsischen, bayrischen und polnischen nationes aus der Universität Prag nach Leipzig im Jahr 1409" beschäftigt sich ein öffentlicher Vortrag von Michal Svatos von der Karls-Universität Prag, den er im Rahmen eines dreitägigen internationalen Workshops des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) der Universität Leipzig hält. Zeit: 19.11.2009, 20:00 Uhr Ort: Polnisches Institut Markt 10 04109 Leipzig Schon bald nach der Gründung der Prager Universität im Jahr 1348 gemäß dem Vorbild der Universitäten in Bologna und Paris setzten Konflikte zwischen der einheimischen und den sogenannten fremden Universitätsnationen ein. Sie führten zur Entscheidung von König Wenzel IV., die Verhältnisse an der Prager Universität zugunsten der böhmischen natio zu verschieben. Das entsprechende, im Januar 1409 ausgegebene Mandat ging als Kuttenberger Dekret in die Geschichte ein. Es veränderte nicht nur im erheblichen Maße den Charakter der Prager Universität; der gemeinsame Auszug der Magister und Studenten der "fremden" nationes führte auch zur Gründung der neuen Universität in Leipzig und trug damit zur Formierung eines Universitätsnetzes in Mitteleuropa bei. Michal Svatoš ist ein exzellenter Kenner der Geschichte der Karls-Universität Prag und der Bildungsgeschichte des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit in den böhmischen Ländern insgesamt. Bereits während seiner Promotion 1979 mit einer Arbeit zur Verfassungsgeschichte der Prager Universität im Mittelalter und einer zweiten Kandidatur-Dissertation über "Das Urkundenbuch der Prager Universität 1347/8-1400" arbeitete er im Archiv der Universität. Von 1992 bis 2009 war er Direktor des Instituts für die Geschichte der Karls-Universität.