Aufträge & Kundengewinnung, Selbständigkeit & Wirtschaft, Ideen & Kontakte

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Jürgen Auer Jürgen Auer PremiumModerator

Die Zukunft der Freiberufler im Jahr 2030 - Auslaufmodell oder Zukunftsrezept?

Liebe Gruppenmitglieder,

die Berufswelt ändert sich grade rasant. Wie wirkt sich dies auf Freiberufler aus? Vier Thesen finden Sie in dem folgenden Artikel. Die Thesen stammen im Original von Horst Opaschowski und wurden vom Autor Oliver Knittel auf Freiberufler zugespitzt.
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Freiberufler 2030 - Zukunfts- oder Auslaufmodell?

http://www.computerwoche.de/a/freiberufler-2030-zukunfts-oder-auslaufmodell,3065238

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Die Thesen kompakt:

> These 1: Der Druck in der Arbeitswelt nimmt zu
> These 2: Der Freiberufler von Morgen wird ein anderer sein
> These 3: Die Personalvermittler entdecken neue Geschäftsmodelle
> These 4: Die Freiberufler werden stärker zur Kasse gebeten

Zu (1) taucht die Formel 0,5 * 2 * 3 auf - die Hälfte der Mitarbeiter verdient doppelt so viel und muß dafür dreimal so viel leisten. Die These kursiert schon seit einiger Zeit. Mir kommen da inzwischen eher Zweifel. Denn dieses exzessive Arbeiten mit Herzinfarkt mit 45 scheint für die Jüngeren gerade nicht erstrebenswert zu sein. Eher sehe ich die Tendenz von sehr viel flexibleren Arbeitszeiten und damit auch mehr Erholungen dazwischen.

Dem Satz

> Die Wünsch-Dir-Was-Liste der Auftraggeber der Zukunft wird länger und unterliegt häufigen Veränderungen. Wer als Freiberufler heute noch in ist, kann morgen schon out sein.

kann ich einerseits zustimmen. Andererseits ist es ein "altes Thema", daß Arbeitgeber, grade dann, wenn ihnen eigene Expertise fehlt, unrealistische Vorstellungen haben - und man ihnen diesen Zahn ziehen muß.

(2) ist eher banal - mehr Frauen, Freiberufler werden älter. Im Artikel ist aktuell von einem Durchschnittsalter von 40 Jahren die Rede. Arbeiten Freiberufler über die bisherigen Rentengrenzen von 65 / 67 Jahren, dann wird sich der Altersdurchschnitt nach oben verschieben.

Richtig scheint es zu sein, daß Jüngere nicht unbedingt durch schwerfällige Hierarchien gebremst werden wollen. Das ist aber eher die Entwicklung, daß das Internet und damit Netzwerke in die Arbeitswelt eindringen. Der zitierte Satz von Opaschowski

"In 2030 werden über zwei Drittel ihren Lebenssinn in der Arbeitsleistung suchen."

ist eigentlich eher tragisch. Heißt: 1/3 sucht das nicht.

Zu (3) gibt es interessante Unterthesen:

Massenverkauf - Feinkost im oberen Preissegment - Anbieten kompletter Projektteams - Modell Hofladen (Freiberufler arbeitet lokal, reist nicht mehr).

Insofern arbeite ich schon seit 2006 im Hofladen - Modus, obwohl meine Kunden in ganz D/A/CH verstreut sind. Die Konsequenz ist für mich eher, daß Vermittler in vielen Fällen nicht mehr gebraucht werden.

(4) ist eher merkwürdig: Daß das deutsche Steuersystem kompliziert ist, ist geschenkt. Wenn ich allerdings sehe, wie häufig es Umverteilungs und Gerechtigkeitswünsche gibt, dann sehe ich aufgrund dieser deutschen Mentalität kein wirkliches Interesse an einer Änderung dieser Umverteilungsmaschinerie.

Viele Grüße

Jürgen Auer

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Renate E.L. Nolte Renate E.L. Nolte PremiumModerator

Diesen Artikel habe ich mit einigem Stirnrunzeln gelesen. So pauschal kann Herr Opaschowski das nicht behaupten.
Um welche "Freiberufler" geht es ihm? Um die IT-ler?
Könnte es sein, daß selbst ihm etwas passiert, was ich hier bei XING schon des Öfteren gelesen habe? Freiberufler - Selbständige - freie Mitarbeiter/Freelancer sind durchaus nicht synonym zu gebrauchen.
Die meisten Freiberufler sind selbständig. Freiberufler sind die Katalogberufe (z.B. Ärzte) und den Katalogberufen ähnliche Berufe (z.B.IT-ler, Künstler).

Jürgen Auer Jürgen Auer PremiumModerator

Asphalt mit Wachs - ist umweltfreundlicher und kann mit niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden - Forschungen der TU Wien

Liebe Gruppenmitglieder,

bei der aktuellen Sommerhitze fällt das wieder besonders auf: Straßenarbeiter, die neue Straßen asphaltieren oder Löcher stopfen. Weil der Asphalt sehr heiß sein muß, um verarbeitet werden zu können, ist das eine körperlich anstrengende und eine energieverbrauchende Arbeit.

An der TU Wien gibt es Forschungen mit Wachsbeimischungen. In relativ geringer Menge. Aber: Damit läßt sich die notwendige Verarbeitungstemperatur um 30 Grad absenken.
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TU Wien: Wachs macht Asphalt umweltfreundlicher

http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/8920/

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Beim Asphalt gibt es zwei Varianten:

Walzasphalt kann "kühler" verarbeitet werden und wird mit schweren Maschinen verdichtet. Bei Brücken oder kleinen innerstädtischen Stellen geht das aber nicht. Da ist Gussasphalt notwendig. Der ist 230°C - 250°C heiß und dünnflüssiger, so daß er nicht mehr verdichtet werden muß.

Beim Walzasphalt gelang es bereits, die Verarbeitungstemperatur durch Wachsbeimischung um etwa 30 Grad abzusenken. Dasselbe soll nun beim Gussasphalt erreicht werden.

Die Wachsmengen sind eher gering: Ungefähr 1/10 des Asphalts ist Bitumen, davon werden etwa 4 % durch Wachs ersetzt.

Ein Ergebnis:

> Hofkos Experimente waren erfolgreich: Tatsächlich funktioniert die Wachsbeimengung auch bei Gussasphalt.

Das reduziert den Energieverbrauch. Ferner produziert das weniger dieser Dämpfe, denen die Mitarbeiter ausgesetzt sind.

Viele Grüße

Jürgen Auer

Hertha Kerz Hertha Kerz Moderator

Steuerbehörden nehmen Amazon weltweit ins Visier

Amazon drohen heftige Steuernachzahlungen.
Als erstes geht Frankreich konkret gegen den Online-Händler vor. Dies berichtet die Fachzeitschrift TextilWirtschaft (dfv Mediengruppe) unter Berufung auf eine Pflichtmitteilung des US-Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC. Demnach hat die französische Steuerbehörde dem E-Commerce-Giganten vorgeschlagen, für die Kalenderjahre 2006 bis 2010 rund 186 Mill. Euro inklusive Zinsen und Strafgebühren zu überweisen. Damit soll der Streit um die Verrechnung der Amazon-Gewinne in verschiedenen Ländern beigelegt werden. "Wir widersprechen diesem Bescheid und beabsichtigen, ihn energisch anzufechten", heißt es in dem Papier.

Das Unternehmen, das vorige Woche trotz einer Umsatzsteigerung von 23 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro einen Quartalsverlust von fast 94 Mill. Euro vermeldet hatte, kündigt an, alle verfügbaren Rechtsmittel einzusetzen und notfalls vor Gericht zu ziehen.

Der vollständige Artikel erscheint am 31. Juli in der Printausgabe
der TextilWirtschaft und bereits am 30. Juli in der iPad-Ausgabe der
Fachzeitschrift.

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Jürgen Auer
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Jürgen Auer Jürgen Auer PremiumModerator

Das Problem existiert ziemlich global.

International tätige Konzerne können überall Tochtergesellschaften gründen, die bsp. Lizenzen zahlen.

Dann werden in DE hohe Umsätze + Gewinn erwirtschaftet. Die Tochtergesellschaft in DE zahlt aber hohe Lizenzkosten an die Tochter in einem Niedrigsteuerland.

Gewinn in DE = 0, der Unternehmensgewinn wird von der Tochter im Niedrigsteuerland erwirtschaftet.

Oder aktuell in den USA: Unternehmen überlegen, Firmen außerhalb zu übernehmen und den Unternehmenssitz dorthin zu verlagern, um Steuern zu sparen (Niederlande, Schweiz). Oder um mit erwirtschaftetem Gewinn Unternehmen aufzukaufen, damit die Gelder nicht in die USA transferiert und dort besteuert werden müssen.

Ich hatte erst vor wenigen Tagen einen Artikel gelesen, wo ein Unternehmen beim Transfer des Gewinns in die USA mehrere Milliarden hätte zahlen müssen. Dafür kann man in Europa durchaus Konkurrenten komplett schlucken.

Sprich: Die gesamte Steuergesetzgebung ist international so dermaßen kompliziert, daß es sich für globale Konzerne lohnt, sich darüber Gedanken zu machen - und diese Lücken gezielt auszunutzen.

Im Interesse der eigenen Aktionäre / Eigentümer ist das auch legitim. Das wiederum können auch Rentenfonds oder Privatanleger sein.

Jörg Mann Jörg Mann PremiumModerator

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Jürgen Auer Renate E.L. Nolte Annefried Hahn
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Jürgen Auer Jürgen Auer PremiumModerator

Guten Morgen liebe Gruppenmitglieder,

der Steglitzer Kreisel ist ein dominierendes Hochhaus in Steglitz. Und steht leer - Asbestsanierung. Aber: Das kommt nicht in die Gänge.

Steglitzer Kreisel bleibt leer: Asbestsanierung zieht sich, Wohnungen gibt's erstmal nicht

http://www.tagesspiegel.de/berlin/steglitzer-kreisel-bleibt-leer-asbestsanierung-zieht-sich-wohnungen-gibts-erstmal-nicht/10266350.html

Der Kreisel steht seit 2007 leer, damals zog das Bezirksamt aus. Für die Asbestsanierung ist noch das Land Berlin zuständig. Diese war ausgeschrieben, da muß wohl die Ausschreibung wiederholt werden. Anschließend will ein privater Investor das Gebäude zu einem hochwertigen Wohnhaus umbauen.

Die Asbestsanierung könnte nun bis April 2016 abgeschlossen sein, die Bauarbeiten würden dann bis November 2017 laufen. Also ein zehnjähriger Leerstand.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen
Jürgen Auer