Besser präsentieren

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Für alle, die präsentieren wollen, um Wirkung zu erzielen und Ziele zu erreichen. Fokus: Medien-gestützte Präsentation live vor Publikum.

Peter Claus Lamprecht Peter Claus Lamprecht PremiumModerator

Folien bringen nichts: PowerPoint in Lehrveranstaltungen

Dr. Christof Wecker hat untersucht, wie sich PowerPoint-Folien auf den Wissenserwerb auswirken. Das Ergebnis hat mich in einem Punkt überrascht.

Im Interview aus dem Forschungsmagazin Einsichten (Link unten) erläutert Dr. Wecker, dass er ca. 40 Studien zum Thema analysiert und eigene Untersuchungen gemacht hat.

Ergebnis aus der Studienanalyse:
Dr. Wecker: „Es macht keinen nennenswerten Unterschied für den Wissenserwerb, ob Powerpoint-Folien gezeigt werden oder nicht.“
„Der Effekt ist klein – die Zuhörer lernen nur ein kleines bisschen mehr, wenn der Vortragende Folien einsetzt. Dies gilt erstaunlicherweise sogar nur, wenn die Folien ausschließlich Text enthalten. Sobald Tabellen oder Grafiken darauf vorkommen oder gar Töne, Videos oder animierte Folienübergänge, bringen sie gar nichts.“

Ergebnis aus den eigenen Untersuchungen:
Dr. Wecker: „Die Ergebnisse legen eher nahe, dass Zuhörer das Mündliche für sekundär – etwa lediglich erklärend – halten, während die Folien als die eigentliche Botschaft angesehen werden. Was auf den Folien steht, findet sich häufiger in den Notizen der Teilnehmer, während die Informationen, die nur mündlich gegeben wurden, oft fehlen.“

Lösungsvorschlag:
Teilweise schwarze Folien einbauen, sodass die Leinwand über längere Passagen dunkel bleibt.
Dr. Wecker: „In meinen eigenen Vorträgen mache ich das oft so, und die Wirkung ist spürbar. In dem Moment, in dem die Leinwand zum ersten Mal dunkel wird, merkt man die Überraschung der Zuhörer. Und plötzlich nehmen sie wieder die eigentliche Präsentation wahr. Das ist ja nicht die Datei auf einem Rechner mit dem Kürzel „ppt“ am Ende, sondern die ganze Situation, in der jemand vor Publikum steht und spricht. Wir haben uns irrigerweise angewöhnt, nur das, was auf der Leinwand zu sehen ist, für die Präsentation zu halten.“

Ich persönlich war überrascht davon, dass die Zuhörer das Mündliche für sekundär halten und die Folien - bzw. den Text auf ihnen - als eigentliche Botschaft ansehen.
Ich vermute, das liegt an dem Kontext „Lehrveranstaltung“. Hier wollen die Studierenden Wissen aufnehmen und sich Notizen machen, mit denen sie später das Thema nacharbeiten können. Und sie entscheiden sich dafür, das Geschriebene zu notieren.

Für meine Arbeit bedeutet das:
Ich werde künftig häufiger als bisher Folien entwickeln, die die wichtigste Botschaft noch einmal zusammengefasst zeigen. Außerdem werde ich den Fokus auf echte Handouts (nicht ein Folienausdruck, sondern ein Word-Dokument mit Lesetext und wenigen, verdeutlichenden Bildern) verstärken.
Dass meine Folien so gestaltet sind, dass sie den Vortragenden unterstützen und nicht von ihm ablenken, ist in meiner Arbeit selbstverständlich.

Kritik:
Auch bei diesen Untersuchungen ist unklar, wie die eingesetzten Folien gestaltet waren. Man kann nicht beurteilen, ob die Folien in Verbindung mit dem Redetext eine stimmige Gesamtpräsentation ergaben. Deshalb kann ich als Präsentationsberater mit dem pauschalen Urteil „Folien bringen nichts“ wenig anfangen. Ich bin aber sehr dankbar für die Hinweise zwischen den Zeilen, auch im weiteren Verlauf des Interviews.

http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/spotlight/2014_meldungen/power_point_wecker.html

Gerlinde Lamprecht Alexander Goebels Peter Claus Lamprecht
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Gerlinde Lamprecht Dr. Gerlinde Lamprecht

Sehr schön Ihre Unterscheidung in Vortrag, Präsentation und Handout.
Anmerken möchte ich noch, dass sich einige Vortragende gerne auch hinter ihrer ppt verstecken möchten. Bei einem Vortrag, der mit seinem Wort die Zuhörer erreich,t ist ein Redner gefragt, der sich mit seiner ganzen Präsenz dem Publikum zur Verfügung stellt. Und das ist vielleicht nicht immer so einfach.

Michael Landers Michael Landers PremiumModerator

Was große Redner wie Martin Luther King und Steve Jobs gemeinsam haben

- Das Publikum einbeziehen
- Geschichten erzählen
- Methodenwechsel
u.v.m. zeigt Nancy Duarte (die Autorin von slide:ology) in diesem Video:

http://youtu.be/1nYFpuc2Umk

Viel Spaß mit dem Video - inspirierend
Michael Landers

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Hans König Hans König Premium

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Markus Neumann Hans König Peter Claus Lamprecht
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Markus Neumann Dr. Markus Neumann Premium

Werden hinzugefügte Videos seit neuestem komprimiert oder mache ich nur was falsch? Ersteres wäre mehr als unschön.

Alexander Goebels Alexander Goebels Premium

Humor im Vortrag

Wie ihr meinem Profil entnehmen könnt, beschäftige ich mich sehr ausgiebig mit Humor im Business und natürlich mit Humor im Vortrag.
Für mich ist der Humor der Schlüssel zu meinen eigenen Emotionen und damit auch zu den Emotionen meiner Teilnehmer.
Was mich jetzt mal interessieren würde ist, wie Ihr mit dem Thema Humor im Vortrag oder Business umgeht und wie die Reaktionen Eures Publikums auf euren eigenen Humor ist? Was ist für Euch Humor?

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Alexander Goebels
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Alexander Goebels Alexander Goebels Premium

Gut, so gesehen ist es natürlich klar, dass ein Vortrag nicht überfrachtet werden soll. Es ist vollkommen klar, dass die Kernaussagen beim Kunden bzw. Publikum haften bleiben sollen. Nur lustig gibt es sicherlich zum halben Preis.
Die Inhalte müssen stimmen.
Um die Inhalte dann vernünftig rüber zu bringen sind kleine Anekdoten sehr hilfreich. Diese als Mindmap zu bezeichnen ist eine gute Idee. Ich selber kann an Geschichten besser hängen bleiben als an blanken Daten und Fakten.

Es geht immer um Emotionen. Ich will bei meinem Kunden in Erinnerung bleiben mit meinem Thema. Das geht nur über Emotionen. Wenn es positive sind, ist das umso besser.

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Gestik wirkungsvoll einsetzen

http://www.focus.de/finanzen/news/gastkolumnen/schmidt/richtig-praesentieren-so-setzen-sie-beim-vortrag-ihre-gestik-wirkungsvoll-ein_id_3744439.html

Bettina Stackelberg Alexander Goebels Peter Claus Lamprecht
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