Besser präsentieren

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Für alle, die präsentieren wollen, um Wirkung zu erzielen und Ziele zu erreichen. Fokus: Medien-gestützte Präsentation live vor Publikum.

Peter Claus Lamprecht Peter Claus Lamprecht PremiumModerator

Normalerweise kommt der PowerPoint-Tod nach 10 Minuten. Es sei denn, Sie befolgen Carmine Gallos Tipps...

Carmine Gallo berichtet, dass die meisten Zuschauer spätestens nach 10 Minuten aus einem Vortrag aussteigen. Das untermauert er etwas mit dem Verweis auf wissenschaftliche Untersuchungen. Seine fünf Vorschläge, dem entgegenzuwirken: 1. Video - Zeigen Sie in Ihren Präsentation alle 10 Minuten mindestens ein Video. 2. Live Demonstration - Führen Sie Ihr Produkt nicht erst nach Ihrer PowerPoint-Präsentation vor, sondern betten Sie die Live Demonstration in die Präsentation ein. 3. Co-Referenten - Bitten Sie Kollegen oder Experten aus Ihrem Team auf die Bühne, um bestimmte Parts der Präsentation zu übernehmen. 4. Einbeziehung des Publikums - Sprechen Sie mit dem Publikum, stellen Sie rhetorische Fragen, nutzen Sie Abstimmungstools, bitten Sie einzelne Zuschauer auf die Bühne oder oder oder... 5. Praktische Übungen - Vor allem in Workshops: Lassen Sie die Teilnehmer aktiv mitarbeiten, statt nur selbst zu reden. Bisher hatte ich die Faustregel im Kopf, spätestens alle 20 Minuten in der Präsentation einen Methodenwechsel zu machen, also von der PowerPoint-Präsentation z.B. auf ein Video oder auf eine praktische Übung zu wechseln. Laut der von Carmine Gallo erwähnten Studie sollte das nach weniger als einer Viertelstunde geschehen. Er hat weiter verkürzt auf "9 Minuten und 59 Sekunden". Danke für diesen Impuls, Carmine Gallo! http://www.forbes.com/sites/carminegallo/2014/04/30/why-powerpoint-presentations-always-die-after-10-minutes-and-how-to-rescue-them/
Peter Claus Lamprecht Klaus Rodehüser
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Hallo Herr Rodehüser, Carmine Gallo schildert in seinem Text einen Vortrag, den er erlebt hat. Die Referentin hat eigentlich alles richtig gemacht: Engagierter Vortrag, relevanter Inhalt, "finegetunte" Folien. Aber es war eben nur eine Frontbeschallung ohne Einbeziehung des Publikums. Das kann wie "abgespult" wirken, auch wenn der Vortrag grundsätzlich ordentlich gemacht ist. Die Folge: Das Publikum steigt aus. Zu einem guten Redestil (den Sie ansprechen) gehört meines Erachtens auch, das Publikum immer wieder direkt anzusprechen, rhetorische Fragen zu stellen oder Fragerunden zuzulassen. Hilfreich ist es, dabei die Position auf der Bühne zu wechseln, die Stimmlage zu ändern, Rede-Pausen zu machen und / oder vielleicht die Folien mal auszublenden. Oder auch ergänzend die Tipps von Carmine Gallo zu befolgen. Voraussetzung dafür ist natürlich - Sie weisen zu Recht darauf hin - eine klare Struktur des Vortrages: Zuerst gilt es, die Kernbotschaften und die Struktur auszuarbeiten (am besten analog mit Stift und Papier oder mit Haftnotizen, die Sie beschriften). Erst danach überlegen Sie, wie Sie das alles darstellen. Wenn es die Möglichkeit gibt, auch andere Medien oder Darstellungsformen als PowerPoint-Folien zu nutzen, dann machen Sie das. Entscheiden Sie immer zu Gunsten des Publikums: Wie kann ich das Publikum am besten erreichen? Wie schaffe ich es, dass das Publikum mich versteht? Damit erreichen Sie automatisch eine permanente Aktivierung des Publikums - und die Aussteigequote sinkt. Wenn das jedoch alles nicht passt - z.B. bei einer Trauerrede - dann gilt diese Regel: "Man darf über alles reden. Nur nicht über 15 Minuten!"
Elke M. Freitag-Lange Elke M. Freitag-Lange Premium

Suche Test-Personen

Ihre Stimme zählt! Unter diesem Motto habe ich ein Online-Coaching-Format „Stimmtraining über Skype“ entwickelt. Für die Test-Phase suche ich 5 Personen, die Seminare/Webinare/Trainings halten, als Coaches, Speaker oder Lehrer tätig sind, Videos, Podcasts veröffentlichen. Umfang: 3 Stunden individuelles Stimmtraining über Skype Ziel: • Ihre Stimme hält auch bei längerer Beanspruchung durch und klingt • Sie begeistern Ihre Zuhörer nicht nur durch Ihre Inhalte, sondern auch durch den gezielten Einsatz Ihrer Stimme • Sie setzen sich im Klassenzimmer/Seminarraum auch durch den bewussten Einsatz Ihrer Stimme souverän durch • Längeres Sprechen ist nicht mehr so anstrengend und ermüdend Investition: Ihre Zeit. Ja, genau – dieses Training ist für Sie völlig kostenlos! Nähere Infos erhalten Sie nach einer PN mit Nennung des konkreten Ziels, das Sie mit dem Stimmtraining erreichen möchten, an info@freitag-lange.de
Peter Claus Lamprecht Peter Claus Lamprecht PremiumModerator

Folien bringen nichts: PowerPoint in Lehrveranstaltungen

Dr. Christof Wecker hat untersucht, wie sich PowerPoint-Folien auf den Wissenserwerb auswirken. Das Ergebnis hat mich in einem Punkt überrascht. Im Interview aus dem Forschungsmagazin Einsichten (Link unten) erläutert Dr. Wecker, dass er ca. 40 Studien zum Thema analysiert und eigene Untersuchungen gemacht hat. Ergebnis aus der Studienanalyse: Dr. Wecker: „Es macht keinen nennenswerten Unterschied für den Wissenserwerb, ob Powerpoint-Folien gezeigt werden oder nicht.“ „Der Effekt ist klein – die Zuhörer lernen nur ein kleines bisschen mehr, wenn der Vortragende Folien einsetzt. Dies gilt erstaunlicherweise sogar nur, wenn die Folien ausschließlich Text enthalten. Sobald Tabellen oder Grafiken darauf vorkommen oder gar Töne, Videos oder animierte Folienübergänge, bringen sie gar nichts.“ Ergebnis aus den eigenen Untersuchungen: Dr. Wecker: „Die Ergebnisse legen eher nahe, dass Zuhörer das Mündliche für sekundär – etwa lediglich erklärend – halten, während die Folien als die eigentliche Botschaft angesehen werden. Was auf den Folien steht, findet sich häufiger in den Notizen der Teilnehmer, während die Informationen, die nur mündlich gegeben wurden, oft fehlen.“ Lösungsvorschlag: Teilweise schwarze Folien einbauen, sodass die Leinwand über längere Passagen dunkel bleibt. Dr. Wecker: „In meinen eigenen Vorträgen mache ich das oft so, und die Wirkung ist spürbar. In dem Moment, in dem die Leinwand zum ersten Mal dunkel wird, merkt man die Überraschung der Zuhörer. Und plötzlich nehmen sie wieder die eigentliche Präsentation wahr. Das ist ja nicht die Datei auf einem Rechner mit dem Kürzel „ppt“ am Ende, sondern die ganze Situation, in der jemand vor Publikum steht und spricht. Wir haben uns irrigerweise angewöhnt, nur das, was auf der Leinwand zu sehen ist, für die Präsentation zu halten.“ Ich persönlich war überrascht davon, dass die Zuhörer das Mündliche für sekundär halten und die Folien - bzw. den Text auf ihnen - als eigentliche Botschaft ansehen. Ich vermute, das liegt an dem Kontext „Lehrveranstaltung“. Hier wollen die Studierenden Wissen aufnehmen und sich Notizen machen, mit denen sie später das Thema nacharbeiten können. Und sie entscheiden sich dafür, das Geschriebene zu notieren. Für meine Arbeit bedeutet das: Ich werde künftig häufiger als bisher Folien entwickeln, die die wichtigste Botschaft noch einmal zusammengefasst zeigen. Außerdem werde ich den Fokus auf echte Handouts (nicht ein Folienausdruck, sondern ein Word-Dokument mit Lesetext und wenigen, verdeutlichenden Bildern) verstärken. Dass meine Folien so gestaltet sind, dass sie den Vortragenden unterstützen und nicht von ihm ablenken, ist in meiner Arbeit selbstverständlich. Kritik: Auch bei diesen Untersuchungen ist unklar, wie die eingesetzten Folien gestaltet waren. Man kann nicht beurteilen, ob die Folien in Verbindung mit dem Redetext eine stimmige Gesamtpräsentation ergaben. Deshalb kann ich als Präsentationsberater mit dem pauschalen Urteil „Folien bringen nichts“ wenig anfangen. Ich bin aber sehr dankbar für die Hinweise zwischen den Zeilen, auch im weiteren Verlauf des Interviews. http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/spotlight/2014_meldungen/power_point_wecker.html
Andreas Konzack Gerlinde Lamprecht Alexander Goebels
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Andreas Konzack Andreas Konzack Premium
Die Idee mit den "schwarzen" Folien finde ich sehr gut! Eine Optische Unterstützung eines Vortrages kann sinnvoll sein, ist aber mit Sicherheit nicht unverzichtzbar. Und eine "Präsentation" zu verschicken....entweder ist sie als selbstredende Präsentation gedacht oder als Unterstützung für einen Vortragenden. Das habe ich häufiger bei meinen Coachees. Ich soll "den Redner zur fertigen Präsentation" coachen. Im Endeffekt nehmen wir uns zu 90% erst mal die Präsentation vor, weil die meisten Schwierigkeiten des Redners aus der "Präsentation" entstehen. Ich finde das dann immer schade um die viele Arbeit an der Präsentation und das Geld, dass er dann in mich investiert, um besagte "Präsentation" an den Redner anzupassen. -Notiere mir den Schwarze Folien Tipp.....anstelle Beamer ausmachen Liebe Grüße Andreas Konzack
Michael Landers Michael Landers PremiumModerator

Was große Redner wie Martin Luther King und Steve Jobs gemeinsam haben

- Das Publikum einbeziehen - Geschichten erzählen - Methodenwechsel u.v.m. zeigt Nancy Duarte (die Autorin von slide:ology) in diesem Video: http://youtu.be/1nYFpuc2Umk Viel Spaß mit dem Video - inspirierend Michael Landers

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Hans König Hans König Premium

Presentation Link – App für interaktive Präsentationen auf dem iPad

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Markus Neumann Hans König Peter Claus Lamprecht
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Markus Neumann Dr. Markus Neumann Premium
Werden hinzugefügte Videos seit neuestem komprimiert oder mache ich nur was falsch? Ersteres wäre mehr als unschön.