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Chaos-Prinzip im Lager schützt vertrauliche Akten - Recall eröffnet ein weiteres Hochsicherheits-Archiv mit modernster RFID-Tech

In der Rheinischen Post erschien heute folgender Artikel zur Eröffnung unseres neuen Hochsicherheits-Archivs im Herzen von Nordrhein-Westfalen ....... viel Spaß beim Lesen:

Die Firma Recall hat einen weiteren Standort in Hilden eröffnet: Sie bewahrt für andere Unternehmen die Akten auf. Von Alexandra Rüttgen

Erhat den wohl leisesten Arbeitsplatz in Hilden. Als Yagan Senol seinen piepsenden Scanner abstellt, ist nichts mehr zu hören. Es herrscht Stille. Absolute Stille.

Yagan Senol arbeitet bei der Firma "Recall". Das englische Wort bedeutet "sich erinnern, Daten abrufen" - und genau das ist der Geschäftszweck von Recall: Die Firma ist das Gedächtnis anderer Unternehmen. Sie bewahrt in deren Auftrag Aktenordner und digitale Datenträger auf - für Arztpraxen und Gewerbebetriebe, für mittelständische Unternehmen und Großkonzerne ist sie das Archiv. Am 8. Mai eröffnete die Firma "Recall" eine weitere Niederlassung in Hilden.

Sascha Votteler, Mitglied der Geschäftsleitung, zückt seinen Ausweis. Nur mit dieser Chipkarte sowie einer Geheimnummer oder alternativ seinem elektronisch erfassten Fingerabdruck gewährt ihm die hochmoderne Sicherheitstechnik Zutritt zu dem Gebäude. "Es werden immer zwei Komponenten verlangt", erläutert Votteler das auf Redundanzen bauende System - alles ist doppelt gesichert. Votteler öffnet eine weitere Schleuse, dann ist der Blick frei auf das Innere einer rund zehn Meter hohen Halle.

Ein Drittel der 4000 Quadratmeter großen Fläche ist mit Hochregallagern ausgestattet. Weitere sollen folgen. Die Stahlregale sind mit Plattformen versehen, so dass sie über vier Etagen begehbar sind. In Fächern liegen Kartons. Sie sind kleiner als Umzugskartons - jeweils fünf Aktenordner passen hinein. Wie viele Kisten hier bereits lagern, will Votteler nicht verraten - es müssen zigtausende sein. Wer vom Erdgeschoss aus auch noch die obersten Reihen sehen will, der muss seinen Kopf in den Nacken legen.

Immer umfassendere Dokumentationsvorschriften verhelfen der Firma "Recall" zu ihrem Erfolg: Ärzte, Anwaltskanzleien, Krankenhäuser, Banken und viele andere Unternehmen sind dazu verpflichtet, Unterlagen der Buchhaltung sowie Patienten-, Gerichts- oder Personalakten über viele Jahre aufzubewahren.

7500 laufende Regalmeter sollen in der Hildener Halle einmal stehen. Für die Mitarbeiter sind das satte 7,5 Kilometer einfache Wegstrecke. 1,5 Millionen Euro investierte das Unternehmen mit amerikanischen Wurzeln in die Umrüstung der Halle. Sie wurde damit zu einem Hochsicherheitstrakt: Kameras überwachen jeden Winkel. Bewegungsmelder sichern Schwing- und Rolltüren sowie die Fenster, die auszuhebeln ein besonderer Einbruchschutz unmöglich macht. Sensoren messen das Raumklima und geben bei Wassereinbruch Alarm. Rauchmelder und die Düsen einer Sprinkleranlage an jeder eingezogenen Decke sind sichtbare Zeichen für den Brandschutz. Und anonyme Kartons, die einzig mit einem Barcode beschriftet sind, sowie eine so genannte "chaotische Lagerhaltung", die das Archivgut eines Kunden an verschiedenen Orten lagert, machen eine Zuordnung zu den auftraggebenden Firmen unmöglich.

Bei der Auswahl des Grundstückes wurden besondere Kriterien beachtet. So darf es sich nicht in Nähe eines Flusses oder von Lagern mit brennbaren Stoffen befinden. Gegen Flugzeugabstürze ist die Halle indes nicht gesichert - "diese Risiken kann niemand abdecken".

Doch vermag nicht auch das Wasser einer Sprinkleranlage Papier unlesbar zu machen? "Unsere Anlage arbeitet punktuell und versprüht nur einen feinen Wassernebel", sagt Votteler. Damit werden so wenig Archivgüter wie möglich in Mitleidenschaft gezogen. "Und wir arbeiten mit Partnern zusammen, die feucht gewordenes Papier wieder herstellen können", fügt Votteler hinzu.

Wieder zückt er seine Chipkarte und öffnet die Metalltüren zum Herzstück der Halle - einem eigens gegossenen Betonbunker. Der kleine, vielleicht drei mal vier Meter große Raum hat keine Fenster. Nicht nur die beständig arbeitende Klimaanlage sorgt für Gänsehaut - als sich die letzte Türe leise schließt, stellen sich Beklemmungsgefühle ein. "Wir kommen hier wieder raus, vertrauen Sie mir", sagt Votteler schmunzelnd, als er das Unbehagen bemerkt. In dem Bunker sind digitale Datenträger aufbewahrt. Sie werden bei einer kühleren Raumtemperatur gelagert, für die zwei Klimaanlagen sorgen - fällt die eine aus, springt die andere ein.

Wieder im Hochregallager kreuzt Yagan Senol den Weg der Besucher. Wie alle anderen "Recall"-Beschäftigten musste auch er bei Anstellung ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Regelmäßig durchlaufen die Mitarbeiter zudem einen Sicherheitscheck - Diskretion ist ein weiterer, eherner Unternehmensgrundsatz. Ist es für ihn an seinem Arbeitsplatz nicht manchmal ein wenig zu ruhig? "Nein, die Arbeit macht mir Spaß", antwortet Senol. "Das Team stimmt, die Kollegen stimmen, und man muss sich sehr konzentrieren", sagt er. Die Arbeit mit Akten ist also gar nicht so anspruchslos wie gedacht? "Nein", sagt Votteler. "Langweilig wird's in solchen Lagern eigentlich nie."

Bei Interesse an unseren Dienstleistungen gerne unter

Carsten.Schmid@recall.com