Oliver Kapp Oliver Kapp Premium

IT Governance

In den letzten drei Jahrzehnten ist für den Menschen durch die Globalisierung und dem Aufstieg der Informationstechnologie die Umwelt undurchschaubarer geworden. Unternehmen, die früher nur um den Markt in ihrer Gemeinde oder dem näheren Umland warben, steht über das World Wide Web ein nationaler oder sogar internationaler Markt offen. Unternehmen, die noch vor 30 Jahren niemals etwas voneinander erfahren hätten, stehen auf einmal im Wettbewerb oder schließen Allianzen. Der berühmte Reissack, der in China umfällt und der früher niemanden interessierte, kann durch die komplexe Verzahnung der Verhältnisse auf einmal ungeahnte Folgen für zahlreiche Unternehmen in Deutschland haben.
Die steigende Komplexität der Verhältnisse und die damit einhergehende immer größer werdende Unübersichtlichkeit, haben zahlreiche negative Auswirkungen gehabt. Das reicht von durch Schmetterlings-Effekte zusammenbrechende Märkte bis zu kriminellen Machenschaften, die sich die Unüberschaubarkeit der Verhältnisse zunutze machten.
Und würde es nicht reichen, dass unsere Welt sehr viel komplizierter geworden ist, so ist sie auch sehr viel schneller geworden. Konnte man sich früher mehr oder weniger sicher sein, dass eine solide Geschäftsidee einen ein Arbeitsleben lang ernähren würde, so kann der schnelle Wandel der Verhältnisse heute innerhalb von Tagen ein Geschäftsmodell obsolet machen. Nachrichten verbreiten sich schnell und Unternehmen müssen schnell reagieren.
Wer gestern noch mit einem primitiven Floß unterwegs sein konnte, geht heute ohne ein solides Schiff unter, denn die Stürme sind stärker und zahlreicher geworden. Ein sog. „gewachsenes Unternehmen“ mit Strukturen -oder sollte man nicht besser von Chaos sprechen- und ad-hoc Prozessen steht auf unsicherem Grund und trägt den Keim des Untergangs ständig mit sich. Die Bombe muss nicht explodieren, aber sie kann es jederzeit tun.
Die IT bildet heute das Rückgrat der meisten Unternehmen. Ohne sie, können die Unternehmen nicht stehen. Das Management muss die Vorgaben geben, wie die IT dem Unternehmenszweck dienen soll. Dies ist IT-Governance.

Matthias Veith Matthias Veith Premium

Hallo Herr Kapp,

ja das ist die Aufgabe der Unternehmensführung die IT richtig einzusetzen. Oftmals scheitert es schon am Überblick was überhaupt alles an IT im Unternehmen da ist. Die Abhängigkeiten der einzelnen Geschäftsprozesse von den verschiedenen IT Anwendungen und Systemen ist leider vielen nicht bewußt. Nehmen wir dann noch die Compliances hinzu wird es vielen zu komplex.

Was hier aus meiner Sicht hilft und nötig ist verstehe ich unter Business Security, denn diese hebt sich von Cyber / IT Security ect. dadurch ab, dass Sie die Gefahren Risiken und eben deren Behandlung auf das gesamte Wirken des Unternehmens reflektiert und nicht nut auf Teilbereiche. Nur so lässt sich auch die nötige Nachhaltigkeit erreichen.

Ich freue mich auf unser nächstes Treffen, bis bald mit den besten Grüßen

Ihr Matthias Veith

Nathalie Brouard Nathalie Brouard PremiumModerator

Digital Hub FrankfurtRheinMain Jahreskonferenz am 22.07.2014

Unter der Schirmherrschaft des hessischen Staatsministers Herrn Tarek Al-Wazir.

Es erwarten die Teilnehmer u. a. spannende Vorträge von Markus Laqua (Partner BearingPoint), Sascha Lobo (Autor, Blogger, Journalist), Georg Matzner, Referatsleiter Technolgiepolitik und - förderung, Informationstechnologie, Telekommunikation, Post im HMWEVL, Jan Schneider, Dezernent für Reformprojekte, Stadtrat, Stadt Frankfurt am Main, Dr. Jens Zimmermann (MdB), Mitglied des Bundestagsausschusses Digitale Agenda.

Veranstaltungsort: FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, Altenhöferallee 3, 60438 Frankfurt am Main

Registrierung und weitere Informationen unter http://web-de.digitalhub-frm.de/2014/06/einladung-zur-jahreskonferenz-2014.html