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Stefan Almberger Stefan Almberger Premium

Schweizer Wirtschaft im Aufschwung – dennoch profitieren nicht alle

Die Zahl der Firmeninsolvenzen sank in der Schweiz im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent, was vor allem an den positiven Exportzahlen sowie dem florierenden Binnenhandel liegt. Das geht aus der aktuellen Studie „Mai 2014 - Firmenkonkurse und Gründungen“ des Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode Dun & Bradstreet (Bisnode D&B) hervor. Seit Anfang des Jahres beläuft sich demnach die Zahl der Konkurse auf insgesamt 2422 Firmen. Das Risiko eines Unternehmens in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, ist nicht in allen Branchen gleich hoch. Vor allem in Betrieben im Bau- und Gastgewerbe, sowie aus dem Logistik- und Handwerksbereich ist das Insolvenzrisiko mit einem Insolvenzindikator von über 200 doppelt so hoch wie im landesweiten Durchschnitt aller Branchen. Die wesentliche Insolvenzursache für mittelständische Unternehmen ist nach wie vor eine ungünstige Finanzstruktur. Sind nicht genügend Eigenmittel verfügbar, muss auf die Hilfe von Banken und Investoren zurückgegriffen werden. Fehlen jedoch notwendige Sicherheiten oder ist keine Top-Bonität vorhanden, schrecken viele Banken vor der Vergabe von Krediten zurück. Mit Einführung der Basel III Richtlinien müssen Banken strengere Eigenkapitalvorschriften erfüllen und bei jeder Kreditvergabe entsprechende Mittel hinterlegen. Die Höhe ist dabei unter anderem vom Rating des Unternehmens abhängig. Bei der Erstellung eines Ratings wird die Kreditwürdigkeit benotet. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle – wichtig ist zum Beispiel die Eigenkapitalquote eines Unternehmens. Bei einer guten Kreditwürdigkeit ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass es bei der Rückzahlung der Verbindlichkeiten zu Schwierigkeiten kommt und die Bank wird einer Kreditvergabe zu günstigen Konditionen eher zustimmen. Bei einer schlechteren Ratingnote - zum Beispiel aufgrund einer geringen Eigenkapitalquote - erhält das Unternehmen nur schwer einen Kredit oder die Zinsen sind entsprechend hoch. Wird der Kredit abgelehnt, können schnell selbst im Kern „gesunde“ Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage geraten, da sie auf Marktveränderungen kaum reagieren und – trotz voller Auftragsbücher und ausgelasteter Maschinen – notwendige Investitionen nicht realisieren können. Was folgt, sind finanzielle Schwierigkeiten, Arbeitsplatzverluste und im schlimmsten Fall die Zahlungsunfähigkeit und Liquidierung des Unternehmens.

Finanzielle Sicherheit durch alternative Finanzierungsinstrumente
Zur Sicherung ihrer Liquidität setzen daher immer mehr Unternehmer auf alternative Finanzierungsmethoden und mehrere Geldgeber. Beim Factoring handelt es sich um die Vorfinanzierung von Forderungen, bei der fortlaufend Rechnungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen durch eine Factoringgesellschaft angekauft und sofort beglichen werden. Dafür informiert das Unternehmen zunächst das Factoring-Institut über seinen Finanzierungsbedarf: In der Regel wird dann in einem persönlichen Gespräch – anhand aktueller wirtschaftlicher Unterlagen und der Kundenstruktur – geprüft, ob Factoring als Finanzierungslösung grundsätzlich geeignet ist. Fällt das Ergebnis positiv aus, wird der Factoring-Vertrag erstellt, in dem alle Modalitäten und Factoringkosten festgelegt und auf die jeweiligen Anforderungen des Unternehmens abgestimmt werden. Nach Vertragsabschluss, stellt das Unternehmen ganz normal seine Rechnungen an die Kunden und in-formiert sie über die Umstellung auf das Factoring-Verfahren. Für sie ändert sich nichts – sie zahlen einfach an andere Kontonummer. Das Factoring-Institut erhält eine Kopie der Rechnung und finanziert diese sofort vor. Innerhalb weniger Werktage hat der Unternehmer so das Geld auf seinem Konto und muss nicht warten, bis sein Kunde die Rechnung vielleicht nach 30 Tagen oder noch später begleicht. So hat das Unternehmen sofort und unkompliziert liquide Mittel zur Verfügung. Zusätzlich entfallen verwaltungsaufwendige Aufgaben wie Forderungsmanagement und Mahnwesen, die – genauso wie das Risiko eines möglichen Rechnungsausfalls im Falle einer möglichen Insolvenz des Debitors – das Factoring-Unternehmen trägt. Factoring vereint somit drei Dienstleistungsbausteine in einem Produkt: Die Factoringkunden haben feste Zahlungseingänge, mit denen sich der operative Geschäftsbetrieb viel besser planen lässt. So können sie beim Einkauf auch häufiger Skonti oder Rabatte nutzen und damit Kosten sparen. Dieses Finanzierungsinstrument stellt zudem eine hervorragende Ergänzung oder Alternative zum herkömmlichen Bankkredit dar und es werden keine banküblichen Sicherheiten benötigt.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.avv.li. Dort kann auch das kostenlose Fachmagazin „Im Trend“ mit einer Spezialausgabe Factoring bestellt werden.

Stefan Almberger Stefan Almberger Premium

Hohe Forderungsausfälle bringen Schweizer Mittelständler in Schwierigkeiten

Die Schweizer Wirtschaft wächst solide. Glaubt man den Prognosen von economiesuisse wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2014 um 2,3% steigen. Trotz dieser positiven Aussichten geraten gerade mittelständische Unternehmen zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten, da sie immer häufiger auf ihren Forderungen „sitzen bleiben“. Wie aus dem von der Intrum Justitia erstellten European Payment Index 2014 hervor geht, beliefen sich die Zahlungsausfälle, die durch offene Forderungen entstanden, 2013 auf rund CHF 8,3 Milliarden. Das sind CHF 500 Mio mehr als noch ein Jahr zuvor. Knapp 41 Prozent der befragten Unter-nehmen berichteten, dass sie infolge der verspäteten Zahlungen mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hatten, was auch weitreichende Folgen für den Arbeitsmarkt hatte. Rund 15% der teilnehmenden Mittelständler gaben an, aufgrund der Liquiditätsprobleme keine neuen Mitarbeiter einstellen zu können, 10 Prozent mussten sogar Beschäftigte entlassen.

Schutz gegen Forderungsausfall durch Factoring
Um dieser Situation vorzubeugen und die Liquidität langfristig zu sichern, setzen immer mehr Unternehmen auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Eine mögliche Lösung stellt das Finanzierungsverfahren Factoring dar. Dabei handelt es sich um die fortlaufende Vorfinanzierung von Rechnungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen durch eine Factoring-Gesellschaft. Das Finanzierungsverfahren ist einfach und vereint drei wichtige Funktionen (Kurzfristige Umsatzfinanzierung, Schutz vor Forderungsausfällen und Übernahme des Debitorenmanagements), die zu einem reibungslosem Geschäftsbetrieb beitragen und einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen können.

Factoring: So funktioniert‘s
Stellt ein Unternehmen einen Finanzierungsbedarf fest, informiert es zunächst das Factoring-Institut. In einem ersten Gespräch beim Unternehmen vor Ort gewinnen wir einen ersten Eindruck von Unternehmensstrukturen und dem Geschäftsmodell und prüfen anhand aktueller wirtschaftlicher Unterlagen und der Kundenstruktur, ob Factoring als Finanzierungslösung grundsätzlich geeignet ist. Zudem können wir anhand bestimmter Kenngrößen, wie Umsatz und Anzahl der Rechnungen in diesem ersten Termin eine Aussage darüber machen, wie hoch die Kosten für den Einsatz von Factoring wären. In einem Factoring-Vertrag werden dann alle Modalitäten und Factoringkosten festgelegt und auf die jeweiligen Anforderungen des Unternehmens abgestimmt. Nach Vertragsabschluss informiert das Unternehmen seine Kunden (Debitoren) über die Umstellung auf das Factoringverfahren. Für die Debitoren ändert sich nichts außer der Kontonummer, an die die Zahlungen überwiesen werden. Der Kunde erhält wie gewohnt die Rechnung für die bezogene Lieferung oder Leistung – eine Kopie der Rechnung erhält der Factor. Dieser bezahlt dann sofort den Rechnungs-Betrag abzüglich einer vereinbarten Factoring-Gebühr an den Factoringkunden aus und kümmert sich um das Forderungsmanagement. Das Unternehmen verfügt schnell über die Rechnungssumme, braucht die Kunden nicht mehr selbst mahnen und ist bei einem Forderungsausfall abgesichert. Statt Aussenstände haben Factoringkunden die Liquidität gesichert und können mit den festen Zahlungseingängen viel besser planen.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.avv.li. Dort kann auch das kostenlose Fachmagazin Finanzierung „Im Trend“ bestellt werden.