Alexander Kriegisch Alexander Kriegisch PremiumModerator

Kann man mit Scrum aus dem Iron Triangle ausbrechen?

Kurze Antwort: nein. Scrum ist ein Werkzeug, um pragmatisch mit der Realität im Projektmanagement umzugehen, keine Magie.

Das wurde schon oft diskutiert, ich möchte es nur aus gegebenem Anlaß mal wieder erwähnen, weil ich gerade folgende Ausschreibung auf dem Tisch hatte (wörtliches, ausschnittsweises Zitat):

> + Mehrjährige Erfahrung in agilen Prozessen (...)
> + Sichere methodische Kenntnisse (...)
> + Hohes Commitment & Überzeugung für agiles Arbeiten (...)

So weit, so gut. Aber dann:

> + Umfangreiche Kenntnisse & Fähigkeiten im Planen von Iteration (Sprints) innerhalb eines fixen Releases (fixe Features, Ressourcen, Zeit)

Ich finde das erschreckend, auch irgendwie witzig, hoffe aber trotzdem für den Endkunden, daß hier einfach nur die Formulierung fehlerhaft war und er einen passenden Projektmitarbeiter findet. Ich lasse jedenfalls die Finger von so etwas und habe ersatzweise einfach mal einen Kommentar und Links zu http://en.wikipedia.org/wiki/Project_management_triangle bzw. http://de.wikipedia.org/wiki/Projektmanagement#Stakeholdererwartungen als Antwort geschickt.

Bildnachweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Magischesdreieck.gif

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Heiko Stapf Alexander Kriegisch
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Design Thinkinh für POs ...? Wer hat Erfahrungen?

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Hans-Peter Korn Jürgen Hoffmann Alexander Kriegisch Alexander Krieg
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Hans-Peter Korn Hans-Peter Korn Moderator

Sorry, Jürgen: über eine etwas differenziertere Sicht wäre ich froh.

Ausgangspunkt war ja die Frage von Alexander Krause zur "Erarbeitung der Produktvision und dem Prototyping von Ideen".
Dazu habe ich "Es war einmal in zwei Jahren", eine Reise in die Zukunft zum Entwickeln neuer Produkte und Dienstleistungen vorgeschlagen.
Diese Idee fand Alexander interessant: "Die Idee von Hans-Peter Korn mit der Zeitmaschine finde ich sehr gut...aber im Bestfall sollte man evtl. den Kunden gleich mit einpacken."
Das mit dem "Kunden mit einpacken" kann ich voll unterschreiben. Insbesondere, weil das die Konversation mit dem Kunden (und dem "PO") stärkt. Etwas, das - deshalb habe ich Martin Fowler zitiert - leider auch im "agilen" Kontext zu kurz kommt. Und für mich kommt das auch beim real gelebten Scrum zu kurz.

Wenn Scrum-Befürworter bei derartigen Überlegungen "rot" sehen, dann ist das für mich schwierig nachzuvollziehen.
Ich möchte solche Themen sachlich und unaufgeregt diskutieren.