Unfallverhütung durch Verhaltenstraining

Unfallverhütung durch Verhaltenstraining

Diese Gruppe soll hauptsächlich Fachleuten zum Informationsaustausch über verhaltensbedingte Unfälle und über Präventionsmethoden dienen.

Samy Badran Samy Badran PremiumModerator

Von Jogis Jungs lernen - mit Emotion und Motivation auch im Arbeits- und Gesundheitsschutz punkten!

Hallo zusammen,

ich bin ja kein großer Freund von Eigenwerbung, aber eben aus aktuellem Anlass und weil es so gut zu unserem Thema passt:

Emotion und Motivation: Wichtige Erfolgsfaktoren für den Arbeits- und Gesundheitsschutz

Deutschland schlägt die hoch motivierten, unter enormen Druck stehenden, dann geschockten und zum Schluss todtraurigen Brasilianer im WM- Halbfinale sensationell mit 7:1!

Man könnte aber auch sagen, nicht Deutschland hat gewonnen, sondern Brasilien hat verloren. Und weshalb? Sind die brasilianischen Spieler nicht gut genug? Kicken sie alle bei Dorfvereinen? Was genau ist da in den ersten 29 Minuten des Spiels passiert?

Emotion und Motivation sind Faktoren, die unser Verhalten massiv beeinflussen!
Nicht nur beim Fußball, sondern täglich, in jeder Situation, bei jeder Tätigkeit.
Wie sehr gehen wir beim Arbeits- und Gesundheitsschutz auf diese Faktoren ein? Haben Sie sich auch schon gefragt, wie Sie Ihre Kollegen und Mitarbeiter aktivieren können, sich sicher und gesund zu verhalten? Suchen Sie noch einen Weg, wie Sie dieses Verhalten auf Dauer sicherstellen können? Nicht nur wegen der Statistik, sondern auch, weil Ihnen die Sache persönlich wichtig ist?

Das neue WEKA move gibt Ihrem Vorhaben ab sofort den entscheidenden Schub:
Dieses auf Motivation ausgerichtete Verhaltenstraining ist der persönliche Coach eines jeden Mitarbeiters und bestärkt ihn darin, seine Sicherheit und Gesundheit bewusst wertzuschätzen – bei der Arbeit und in der Freizeit!
Lernen Sie WEKA move am besten gleich kennen. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Website: http://www.weka.de/weka-move

Samy Badran Samy Badran PremiumModerator

Psychische Belastung in der Gefährdungsbeurteilung

Fast die Hälfte der Deutschen klagt darüber, dass psychische Belastungen in der Arbeitswelt stark zugenommen hätten.

Dies geht aus dem „Stressreport Deutschland 2012“ hervor, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Januar veröffentlichte.

Hierauf hat die Bundesregierung reagiert. Am 27.06.2013 wurde im Bundestag ein Gesetz verabschiedet, welches vorsieht, dass zukünftig auch psychische Belastungen im Arbeitsschutzgesetz berücksichtigt werden sollen.

Das Gesetz sieht insbesondere folgende Änderungen des Arbeitsschutzgesetzes vor:

In § 4 Nr. 1 ArbSchG wird die Gesundheitsgefährdung klarstellend als "physische und psychische" definiert.

In § 5 Abs. 3 ArbSchG wird die Aufzählung der Gefährdungsfaktoren, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind, um "psychische Belastungen bei der Arbeit" erweitert.

Es handelt sich dabei um eine formale Änderung, auch heute müssen bereits psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung erfasst werden. Die Erfassung und Beurteilung psychischer Gefährdungsfaktoren dient nicht dazu, die individuelle psychische Situation der Beschäftigten abzufragen.
Vielmehr müssen betriebliche Faktoren wie Arbeitsorganisation, Über- oder Unterforderung, Qualifikation, Kommunikation, Führungsmethoden, Kundenverhalten etc. als mögliche Belastungsfaktoren erkannt, bewertet und menschengerecht gestaltet werden.

Die Umsetzung dieser Novelle ist für viele Unternehmen schwierig, weil nicht so greifbar wie die herkömmlichen Gefährdungen, die ja bereits über die Gefährdungsbeurteilung erfasst, abgeschafft oder zumindest gemildert werden.

Um es vielleicht ein wenig salopp zu beschreiben, kann man die psychische Belastung vielleicht in 3 Hauptkategorien (die mir als dringend und erkennbar einfallen) einteilen:

- Überbelastung
- Unterbelastung
- Mobbing

Sehr gerne würde ich mit Ihnen diskutieren, ob es mehrere Hauptthemen gibt.

Außerdem möchte dazu auch das Thema Verhaltenstraining ansprechen. Wir arbeiten ja gerade an einem Konzept und das Thema Psyche ist ein integraler Bestandteil dessen.

ich freue mich auf zahlreiche Meinungen!

Viele Grüße
Samy Badran

Samy Badran Samy Badran PremiumModerator

Traue keiner Statistik...

die du nicht selber gefälscht hast. man kann so wirklich alles und jedes so berechnen, dass es Sinn oder unsinn macht.
Wie ist Ihre Meinung zum Thema Fahrradhelm?
Meine Tochter hat folgende: "Wer Köpfchen hat, der schützt es!"

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/fahrradhelm-pflicht-in-deutschland-braechte-mehr-schaden-als-nutzen-a-961657.html

Rainer G. Spoenla Rainer G. Spoenla PremiumModerator

Wenn man mit 15 km/h unter Beachtung der Verkehrsregeln "radelt", dann kann man sich den Helm schon mal sparen. Wenn man mit 30 km/h oder mehr und als "Fahrradrambo" unterwegs ist, dann ist man gut beraten, Helm zu tragen.
Nicht, das man mich falsch versteht, Helm tragen schützt jeden Radfahrer, beim Sport würde ich ihn für unverzichtbar halten, aber als Pflicht auch für die, die gemütlich zum Biergarten radeln - nee, das geht zu weit.

Es gibt schon genug Gesetze und Regeln, die "Nanny-Mentalität", jeden zu seinem Glück zwingen zu wollen (à l'amerikana), da bin ich strikt dagegen.

Dinge zu regeln, die Andere gefährden, ja, 1 Punkt für telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist daher eher zu wenig, Bierflaschen in Papiertüten damit man nicht sehen kann wie jemand auf der Straße Alkohol trinkt, nein danke.

Samy Badran Samy Badran PremiumModerator

Aktuelle Zahlen 2013

Hallo zusammen,

nachdem diese Gruppe doch ein wenig eingeschlafen ist, Verhalten im Sicherheits- und Gesundheitsschutz aber eigentlich das Kernthema für künftige Verbesserungen darstellen sollte hier einmal im Rahmen meines Projektes aktuelle Zahlen die jeder natürlich gerne verwenden darf. Alles detaillierter zu finden undter:
http://www.destatis.de oder http://www.dguv.de

in 2013 gin die Zahl der Unfalltoten bei der Arbeit zurück. Das ist eine sehr gute Entwicklung. Aus den Augen verliert man dabei aber folgendes:

In 2013 hatten wir betrieblich 1.074.212 MELDEPFLICHTIGE Arbeits- und Wegeunfälle!

Das ist bei einer Beschäftigung für D von derzeit 41,91 Mio Arbeitnehmern eine Unfallquote von 2,56%

Das sind unglaubliche 2.943 Unfälle PRO TAG (auf 365 Tage gerechnet) oder heruntergebrochen: 122,63 in der Stunde (auch hier mit 24 Stunden pro Tag) oder eben 2 IN DER MINUTE! Wohlgemerkt MELDEPFLICHTIG

Und weil wir hier ja über Verhalten sprechen und das nicht am werkstor endet hier ein paar zahlen aus dem Straßenverkehr:

2013
3340 Todesfälle
2,4 Mio polizeilich erfasste Unfälle
374,048 verletzte Personen
Fehlverhalten der Fahrzeugführer bei Unfällen mit Personenschaden (Abbiegen, Geschwindigkeit, Abstand, Überholen etc... - laut Polizeibericht)...
...
...
...
...
...
76% (in Worten sechundsiebzig Prozent)

OHNE WORTE