Till Adams Till Adams PremiumModerator

Softwarewartung für OpenSource. Ein Widerspruch?

Hallo liebe Gruppe,

ich würde gerne ein Thema diskutieren, das uns bei terrestris seit einiger Zeit umtreibt. Auch wenn man das Thema eher global diskutieren könnte, so kann man es auch ganz konkret auf den Bereich WebGIS beziehen. Daher poste ich es auch hier.

Es geht um Software-Wartung bzw. Betriebssicherheit.

Wenn es darum geht, Open Source Software einzusetzen, wird oft das Argument entgegengesetzt, das ja keiner verantwortlich sei, das es keine Betriebsgarantie gibt und die Entwickler ja "morgen schon was anderes machen könnten".

Ich möchte hier nicht die Frage diskutieren, inwieweit Architekturwechsel proprietärer Hersteller in der Vergangenheit dazu geführt haben, das Unsummen an investiertem Geld trotz sogenannter Betriebssicherheit unwiderbringlich den Rhein herabgeflossen sind - Stichwort ArcView GIS, Windows XP u.v.m.

Mir geht es darum möglichst viele Meinungen einzuholen, inwieweit dieses Geschäftsmodell auf Open Source Software passen könnte oder überhaupt von Interesse ist.

Gesetzt den Fall eine Firma, die maßgeblich hinter der Entwicklung einer oder mehrerer Open Source GIS Projekte steht, bietet eine Wartung nach proprietärem Geschäftsmodell zu einem jährlichen Fixpreis an. Diese beinhaltet Support und Betriebssicherheit - auch in der Form, das neue Versionen getestet werden oder das Tests mit Veränderungen der Laufzeitumgebung (z.B. GeoServer mit kommenden Oracle-Versionen) durchgeführt werden.

Konkret treiben mich diese Fragen um:
Würde ein solches Angebot dazu führen, das Open Source eher eingesetzt würde?
Würde eine solche Wartung überhaupt Chancen beim Kunden haben - da sie ja anders als beim proprietären Geschäftsmodell nicht obligatorisch wäre (sein kann!)?

De Fakto bietet die Firma SourcePole ja so etwas für QGIS bereits an und auch unsere Partner-Firma Boundless bietet ähnliches mit dem ganzen Stack der "OpenGeo Suite" an.

Ich freue mich über jeden Beitrag zum Thema!

Till Adams

Till Adams Claus Böhmer
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Armin Müller Armin Müller

Interaktive Wetterkarte Wetterwarte Süd

Die Wetterkarte der Wetterwarte Süd ist ein schönes Beispiel für einen dynamischen Bericht der mit Hilfe von Karten statistische Daten aufbereitet.
Auf der Karte sind die Messstationen der Wetterwarte Süd symbolisiert. Die Symbolisierung der Punkte erfolgt aufgrund aktueller Datalogger Werten die in der Stationsdatenbank auflaufen. Es stehen verschiedene Klimaparameter zur visualisierung zur Verfügung.
Nach Anwahl einer Station können zu dieser Station verschiedene Diagramme aufgerufen werden. Sind mehrere Stationen ausgewählt kann eine Gegenüberstellung von Wetterdaten in einem Diagramm erfolgen.
Zusätzlich stehen METAR Wetterdaten zur Verfügung die ein WebService zur Verfügung stellt. Die Rohdaten werden als Wetter-Piktogramme visualisiert.

Hier die URL:
http://www.wetterwarte-sued.com/wetterstationen_karte/

Till Adams Till Adams PremiumModerator

Informationsveranstaltung OpenLayers 3

Wir laden Sie herzlich zu unserer OpenLayers 3 Inforveranstaltung am 26.06.2014 nach Bonn ein!

OpenLayers gilt als die OpenSoure Webmapping Bibliothek. Wir entwickeln seit 2008 Web-Applikationen mit OpenLayers und sind seit einigen Jahren direkt in die Basis-Entwicklung von OpenLayers involviert. Ende 2012 wurde ein Crowd-Funding Aufruf gestartet, der zum Ziel hatte, OpenLayers 3, eine komplett überarbeitete Version von OpenLayers, bereitzustellen.

OpenLayers 3 wird nun Realität. Wir laden hiermit Entwickler, Entscheider und Interessierte dazu ein, sich frühzeitig intensiv über OpenLayers 3 aus erster Hand zu informieren. Der Workshop soll einen Einstieg in OpenLayers 3 vermitteln sowie als Grundlage dienen, zu entscheiden, ob eine Migration von Anwendungen, die auf älteren OpenLayers-Versionen beruhen sinnvoll erscheint.
Die Veranstaltung wird durchgeführt von terrestris und OpenLayers-Entwicklern.

Das Programm sowie ein Einladungsschreiben können Sie von unserer Homepage herunterladen:
http://www.terrestris.de/neuigkeiten/

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!

Wir freuen uns über jede/n Teilnehmer/in.

Till Adams Till Adams PremiumModerator

SHOGun wird *richtig* OpenSource - oder wie initiiere ich ein OpenSource Projekt?

Hallo liebe Gruppe,

die FOSSGIS 2014 in Berlin ist vorbei und viele der Mitglieder unserer Gruppe hier habe ich dort persönlich getroffen.

>SHOGun
Für uns als Firma terrestris war es eine sehr erfolgreiche Konferenz, auch außerhalb der Präsentation unseres neuen Logos und Kleides ,welches nach fast 12 Jahren einfach mal nötig wurde....
Die FOSSGIS war auch der Startpunkt unsere GIS-Middleware-Lösung "SHOGun", die wir im Rahmen von einigen Projekten nun seit fast 3 Jahren aufbauen, nun einmal wirklich als OpenSource Projekt zu initiieren.

SHOGun kennen Sie nicht? SHOGun steht als Kürzel für
Spring
Hibernate
OpenLayers
GeoExt
un noch was....

Im Grunde besteht SHOGun aus zwei Teilen: Teil eins ist die SHOGun Middleware, die als steuerndes Backend zwischen dem 2. Teil, den JavaScript-Clients (WebGIS, 3DWebGIS, Mobiles WebApp und Verwaltungsoberflächen) und einer Datenbank sowie Daten- und Kartendiensten steht.

Und - kann man SGOHun In einem Satz erklären?
SHOGun steuert - nutzerbezogen Zugriff auf verschiedene Web-Schnittstellen und steuert so verschiedene JavaScript-Web-Clienten, über die man wiederum GIS-Instanzen und Geodienste anlegen, verwalten und gezielt freigeben kann.

Aber besser erklärt das Ganze Johannes Weskamm, einer der SHOGun-Entwickler, selber: http://www.fossgis.de/konferenz/2014/programm/events/703.de.html

Auf GitHub (https://github.com/terrestris/shogun) wurde auch bereits vor einiger Zeit Code veröffentlicht, aber wie das dann im Projektstress gerne ist, wurde dieser nicht wirklich weiter gepflegt und auch ansonsten ist nicht viel passiert.

>SHOGun - ein OpenSource Projekt?
Also haben wir ein klassisches Beispiel für einen der vielen Versuche, ein OpenSource Projekt zu initiieren, ohne es wirklich zu tun. Wir haben dabei wohl einige Fehler gemacht, und damit waren wir sicher weder die Ersten, noch die Letzten....

Denn: Im Prinzip handelt es sich um eine sehr gute Software (ich liebe Eigenlob), diese aber wird getragen und gesteuert von einer einzelnen Firma plus einem Entwickler, der letzte veröffentlichte Code ist 9 Monate alt, dieser stammt auch nur von Teil 1 (also vom Backend), also auch noch genau von dem Teil, der Niemanden außer anderen Entwicklern wirklich interessiert. Dazu gibt es kaum Dokumentation, keine Beispiele, keine Demo-Anwendungen, etc. etc.

Also - Stop! So geht es nicht. Wer soll ein solches OpenSource Projekt ernsthaft nutzen wollen?

>Neuanfang
Also, alles auf Anfang. Ein Konzept musste her, auch von uns als terrestris muß Zeit eingeplant werden, dieses Projekt ernsthaft voranzutreiben, eine Community muß wachsen, die guten Teile aus den Projekten müssen von den projekt-spezifischen getrennt werden, das Projekt muß bekannter werden, u.v.m.....
Kurz: Es steht uns viel Arbeit ins Haus.

Also wurde als Startpunkt auf der FOSSGIS 2014 eine BoF (http://en.wikipedia.org/wiki/Birds_of_a_feather_%28computing%29) angesetzt.

Dort wurde in einer kleineren Runde die Software vorgestellt, offen über bestimmte Aspekte diskutiert und der Wille, aus der, wie oben bereits erwähnt, wirklich sehr guten Software ein *echtes* OpenSource Projekt zu initiieren, bekräftigt. Und Taten folgten auch schon...

1. Unter "shogun-users@googlegroups.com" wurde eine Mailing-Liste eingerichtet.

2. Über diese Liste wird aktuell ein "kommissarisches" ProjectSteeringCommittee gewählt, welches den Prozeß vorantreiben soll. Aktuell schwebt uns ein dreiköpfiges Gremium vor, was aber, wegen der aktuell noch zu starken terrestris-Lastigkeit keine Beschlüsse gegen ein Veto eines der Mitglieder beschließen kann.

3. Um SHOgun insgesamt bekannter zu machen, wurde beschlossen, das auch ein GIS-Client veröffentlicht wird.

4. Seitens terrestris wird derzeit eine Demo aufgebaut, die bereits unter
http://shogun.terrestris.de/GDADemo/ zu erreichen ist.

>What else ... ?
Es wird in naher Zukunft ein Code-Update für Middleware und Clients geben, die Möglichkeit Pull-Requests über GitHub abzugeben besteht schon. Wir erhoffen uns durch die Öffnung das Interesse von vielen Anwendern, Entwicklern und auch Entscheidern zu erwecken - kurz bei allen, die an einer stabilen Client-Server Architektur, die nicht nur für WebGIS-Anwendungen taugt, interessiert sind.

>Mitmachen?
Am einfachsten erstmal an der Mailingliste (shogun-users@googlegroups.com) anmelden und Fragen. Alles weitere ist natürlich möglich!

Riccardo Klinger Riccardo Klinger PremiumModerator

Job-Suche

Liebe Gruppenmitglieder,

auf unserem Blog http://www.digital-geography.com präsentieren wir wöchentlich Jobs mit GIS, Geoinformatik-Background und Webmapping-Background.
Sie können sich unter dem folgenden Link, die letzten Wochen anzeigen lassen. Viel Spaß beim Stöbern!

http://www.digital-geography.com/category/jobs/

ps: Sollten Sie als Unternehmen Mitarbeiter suchen, informieren Sie uns kurz. Wir haben einen deutschlandweiten Adressatenkreis on ca. 4000 Young Professionals aus dem Geo-Bereich und monatlich ca. 15000 Seitenaufrufe...

Riccardo Klinger Riccardo Klinger PremiumModerator

Die Jobseite wurde vor einiger Zeit umgezogen und wir bieten nun auf der Seite http://www.digital-geography.com/jobs eine zentrale Karte mit Jobangeboten in der D-A-CH Region.
Auch zu den Zugriffszahlen gibt es updates: 25.000 unique visitors und 45000 Seitenaufrufe für den Blog und 30% davon auf der Jobseite.
Aktuell haben wir hier 74 Stellen erfasst.