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Eigenständig ein Profil schaffen

Ich glaube, und hier spreche ich aus Erfahrung, dass die Geisteswissenschaften insgeamt zu unübersichtlich sind, um ein allgemeines Profil zu haben. Jedes Fach, von der Geschichte über Literaturwissenschaften usw. hat seine eigenen Stärken.

Jeder Student muss hier selbst schon während des Studiums tätig werden und die Freiheit in dieser Zeit nutzen, um Qualifikationen zu sammeln: Sei es durch Praktika, Sprachkurse, Fortbildungen etc.

Das setzt natürlich voraus, dass man bereits eine Ahnung hat, wohin die Reise gehen soll. Und genau hier stehen viele Studenten der Geisteswissenschaften vor einem Grundproblem: Orientierungslosigkeit - was tun mit dem Magister!

Antwort: Alles. Kein Studium - finde ich - hält so viele Möglichkeiten und Wege bereit.

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Hallo Herr Groß,

die Orientierungslosigkeit bei Magisterstudenten ist in der Tat weit verbreitet. Als recht junger "Bachelorversuchshase" ist es für mich unverständlich wie manch ein Magisterstudent in seinem 13.Semester meint, sich noch ein Jahr Zeit für die Magisterarbeit lassen zu können.
Durch die vielen Möglichkeiten die sich den Magisterstudierenden bei der Wahl der Lehrveranstaltungen bieten, kann man leicht den Überblick verlieren. Jenes Problem dürfte in nächster Zeit (mit der Einführung des Bachelor/Master-Systems) geringfügiger werden.

Als Bachelor wird man zu einer deutlicheren Profilbildung gezwungen, da man zum einen praxisnahe Veranstaltungen zu besuchen hat und zum anderen durch die Kürze des Studiums sich seiner Ziele bewusster sein muss.
Doch die beste Möglichkeit zur Unterstreichung der beruflichen Ambitionen bleiben, und da stimmen ich den bisherigen Beiträgen auf jeden Fall zu, Praktika.

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Hallo Frau Dippel,

beim Bachelor wird einem meist der rote Faden vorgegeben, die Auswahlmöglichkeiten innerhalb der Fachteile fallen aufgrund der knappen Zeitvorgaben sehr gering aus. So ist es schwerer persönliche Vorlieben für bestimmte Themen zu entwickeln bzw. diese auch intensiver zu bearbeiten.
Andererseits muss man ein gutes Zeitmanagment entwickeln, um das geforderte Wissenspensum zu meistern.
Ich persönlich habe vor, später einen Master zu machen, da dieser für mich erst den richtigen Universitätsabschluss darstellt und mir die Möglichkeit gibt mich auf ein bestimmtes Gebiet in der Wissenschaft zu spezialisieren.
Ob das neue System besser ist, wird sich zeigen. Doch ich bin der Ansicht, dass eine Mischung aus Bachelor und Magister (eine gewisse Freiheit der Auswahl, mit Einschränkungen) eine bessere Lösung gewesen wäre.