Ralf Hilgenstock Ralf Hilgenstock PremiumModerator

Transparente Dokumentation und Zertifizierung von E-Learning-Kompetenzen

In Österreich hat eine Diskussion, um eine transparente Dokumentation und Zertifizierung von E-Learning-Kompetenzen begonnen. Nach mehreren Offline-Diskussionen startet nun eine Online Debatte. Am 12. September wird dann in Graz weiter debattiert.

Gerhard Schwed (Donau Universität Krems) initiiert eine Online Diskussion über den Ansatz zur Entwicklung eines modularen Zertifizierungs- und Portfoliokonzeptes für E-Learning Kompetenzen.

"Die große Herausforderung für den Einsatz von e-Learning ist heute weniger die Technik, sondern viel mehr die Didaktik. Lehrende müssen selbst erst lernen, wie man sinnvoll mit den neuen Werkzeugen und Möglichkeiten arbeitet. Da das fast alle Bildungsinstitutionen in ähnlicher Weise betrifft, wurde bei einer Besprechung im Mai 2007 im Rahmen der OCG in Wien angeregt, ein "kompatibles Weiterbildungsprogramm für e-Learning-Kompetenzen auf modularer Basis" (Reichel, TU-Wien) zu entwerfen.
In diesem Forum sollen bisherige Ausbildungsprogramme vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht und ev. gemeinsame Curricula auf modularer Ebene erarbeitet werden.
Die Ergebnisse und weiteren Schritte werden im Vorfeld der Moodle-Konferenz am 12. September 2007 in Graz besprochen"

http://moodle.org/mod/forum/view.php?id=6979 Gast Login möglich.
Mit account kann man mitdiskutieren.

Ralf Hilgenstock Ralf Hilgenstock PremiumModerator

Hallo Frau Lubitz,

leider habe ich schon geraume Zeit nichts neues mehr von den Diskussionen in Österreich gehört. Ort der Diskussion - zumindest des öffentlichen Teils - ist hier: http://moodle.org/mod/forum/view.php?id=6979

Im September findet in Klagenfurt die nächste österr. Moodle-Konferenz statt. Ich vermute, dass es dort Neues geben wird. http://www.moodlemoot.at/moodle/index.php

Vielleicht an dieser Stelle ein Blick auf die offizielle weltweite Moodle-Zertifizierung. Diese Zertifizierung dient dem transparenten Nachweis der Fähigkeiten zum Ensatz von Modle. dabei geht es nicht nur um Handwerkliches (Bedienung der Software), sondern auch um die Frage der reflektierten Auswahl der Instrumente.

Es handelt sich nicht, um eine Qualifizierung, wenn auch alle bisherigen Kandidaten festgestellt haben, dass sie während der Zertifizierung viel gelernt hätten.

Die Zertifizierung besteht aus drei Teilen:
- Anlage eines Projektkurses in dem die Fähigkeit zur Bedienung der Lernplattform gezeigt wird. Thema ist frei wählbar. Grundlage ist ein umfassendes Skillset (Anforderungsprofil), das die gesamte Zertifizierung begleitet.
- Reflexionsfragen. Hier geht es um die reflektierte (begründete) Auswahl von Werkzeugen und das Umgehen mit immer wieder auftauchenden Situationen. Bewertet wird nicht,, ob eine Antwort richtig oder falsch ist, denn das ergibt sich aus dem jeweiligen Kontext. Grundlage der Bewertung ist die Frage, ob die getroffenen eigenen Aussagen reflektiert und begründet sind.
- Abschlußtest. 60 Fragen aus einem Pool von mehreren hundert zu allen Bereichen des Skillsets.

Die gesamte Zertifizierung kostet unter 300,- € Gebühr, wovon 25 % in die Moodle-Entwicklung zurück fließen. Für die Zertifizierung stehen acht Wochen Zeit zur Verfügung. Das Anforderungsprofil ist jederzeit offen und frei verfügbar.

Mehr Infos bei mir.