Peter Muzak Peter Muzak

Vorstellung

Liebe Cineast(isch)en,

auf Ersuchen Olivers schreibe ich hier einen kurzen Artikel um mich als neues Mitglied unserer Gruppe vorzustellen,

tja

wie macht man das.

Vielleicht indem ich über den zuletzt gesehenen Film schreib;

Vier Männer sitzen im Auto und fahren. Die Verhältnisse sind unklar. Die beiden im Hintergrund tragen Uniformkappen. Während Fahrer und Beifahrer in ein wildes Gespräch verstrickt sind, bleiben die beiden auf dem Rücksitz ruhig.
Langsam erfahren wir, daß die Männer (in einem Taxi) auf dem Weg zu einem Haus sind, in dem jemand vorgegeben hat ein berühmter Filmemacher zu sein. Er soll verhaftet werden. Warum sie im Taxi fahren bleibt unklar. Der geschwätzige Beifahrer (von dem wir das alles erfahren) ist auch kein Polizist, wie vielleicht zu vermuten wäre, sondern ein Reporter der zur Verhaftung mitfährt und sich von dieser Reportage seinen großen Durchbruch verspricht.
In der Folge erzählt uns Abbas Kairostami in teils dokumentarischen, teils reanacteten Szenen die Geschichte eines Mannes aus armen Verhältnissen, der vorgibt ein berühmter Regisseur zu sein, um sich selbst ein Closes Bild einer bürgerlichen Wohlstandsfamilie zu machen und sie dann auch ganz nach seinen Vorstellungen zu inszenieren.
Darüberhinaus verschwimmen die Grenzen zwischen "Wahrheit" und Inszenierung zunehmend.
Die Figuren Filmemacher, vorgeblicher Filmemacher und ausgegebener Filmemacher oszellieren bis und im Finale in den Straßen Teherans.
Kino, Obsession und Leben.
"Close-Up" von Abbas Kairostami

wer wissen will, wer ich bin ... wird das in den hoffentlich folgenden Gesprächen erfahren,
ich freu mich

peter