Games, Gamers und Gamedevelopers

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  • Martin Alberstadt
    Martin Alberstadt
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    Der Fluch der Softwarequalität...
    Manche Computerspiele sind Softwaregroßprojekte, so viel ist klar. Manche Firmen schreiben saubere Software, testen auch die unmöglichsten Testfälle und haben, und das mag jetzt erstaunen, bisweilen Ahnung von Qualitätsmanagement und Testverfahren.

    Dann aber gibt es auch immer wieder Firmen, die dadurch auffallen, daß sie Bananensoftware (reift beim Kunden) als Goldmaster rausschicken und sich hinterher wundern, daß ihr Support ab Releasezeitpunkt gerne geschlossen den vollen Jahresurlaub am Stück einreichen würde.

    Vor nicht allzulanger Zeit hat jetzt eine große deutsche Spieleschmiede den Nachfolger ihres damals hochdekorierten und gleichzeitig ziemlich verbuggten Hack&Slay Rollenspiels angekündigt. Auf der einen Seite freut es mich, denn diese Firma gibt es schon recht lange und hat, als Software noch überschaubar war, durchaus tolle Spiele auf den Markt gebracht.

    Auf der anderen Seite frage ich mich, ob sie es diesmal geschafft haben den Spagat zwischen unspielbarem Bugmonster und ordentlich getestetem Release hinzubekommen.

    Denn, eine ordentliche Präsentation ist eine Sache (und die bekommen sie auch ziemlich gut hin) - Wenns in der Spielmechanik aber knirscht ist das für mich schon ein dickes Problem...

    Und was mich noch viel mehr wundert: Die Vorgängersoftware ist im Handel für wirklich wenig Geld erhältlich, zusammen mit Werbematerial für den Nachfolger. Das ist für mich etwa so, als würde mir ein Texter eine Visitenkarte überreichen, die mit Rechtschraipfählerrn glänzt...

    Von diesem Negativbeispiel mal abgesehen habe ich den Eindruck, daß die Publisher in den letzten Jahren immer mehr Druck auf die Entwickler ausüben schneller zu releasen - Das mag zwar schnell die Investition wieder reinbringen, aber es hinterlässt vor allem beim Konsumenten einen bitteren Geschmack im Mund.

    Wer kauft schon gern ein Spiel, das man erst mit einem Patch vom Hersteller überhaupt spielen kann?
  • Frank König
    Frank König
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    Re: Der Fluch der Softwarequalität...
    Martin Alberstadt schrieb:
     
    Wer kauft schon gern ein Spiel, das man erst mit einem Patch vom Hersteller überhaupt spielen kann?


    Ist das nicht eher der Normalfall?
    Gern habe ich es sicher nicht und es hindert mich dann daran, den Nachfolger zu kaufen.

    Grüße,
    Frank König
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  • Frank König
    Frank König
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    Re^4: Der Fluch der Softwarequalität...
    Ich würde wohl eher ein Produkt für 40 - 90 Euro kaufen und mit einem Patch leben, als 400 Euro dafür zu bezahlen > und auch nur zu 99,98 Prozent patchfrei zu sein. Oder? ;)
    damit ist doch nicht etwa ein Produkt von "Winzig-Weich" gemeint? ;-))
  • Martin Alberstadt
    Martin Alberstadt
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    Re^5: Der Fluch der Softwarequalität...
    Aber komischerweise geht es bei Konsolenspielen ja auch, daß man zumindest nicht unspielbare Software an die Leute rausgibt - Nur weil man sich den Qualitätssicherungsschritt sparen könnte, bedeutet das nicht, daß man das auch machen sollte... Immerhin bezahlen Kunden ja auch nicht mit unbenutzbaren Geldscheinen.
  • Alexander Gabele
    Alexander Gabele    Premium Member
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    Re^6: Der Fluch der Softwarequalität...
    Wir haben hier eben unter anderen ein Geld <-> Zeit <-> Kundenanspruch Problem.
    Wer steckt als Firma schon gern XX% nur in das QM wenn es dem Kunden nicht so wirklich wichtig ist das dieses gekaufte Produkt wirklich sauber/fehlerfrei läuft.

    Beispiel 1: PC Spiel:
    Gruppe: Zeitvertreib-Software
    Wenn bei so einer Software eine paar Bugs vorhanden sind, sind nicht gleich Mio. Euro/Dollar in Gefahr und in den meisten Fällen beläuft ist es einfach nur auf "leicht verärgerte" Kunden. Wieso sollten dann hier mehr QM betrieben werden, wenn es der aktuelle Markt nicht fordert.

    Beispiel 2: ERP Software
    Gruppe: Produktiv-Software
    Sollte in so einer Software Bugs vorhanden sein, könnte dieses erhebliche Verluste des Kunden nach sich ziehen und somit auch der Produktionsfirma sehr schaden. Daher wird auch bei solcher Software das QM recht gross geschrieben, auch wenn es sicher in einigen Fällen besser sein müsste....

    Es ist in vielen Bereichen ähnlich. Das grösste Problem das ich in diesem ganzen umfassendem Problem sehe, ist einfach einen richtigen Kompromiss zu finden. Es nutzt keinem etwas wenn ein Spiel 99,99% Bugfrei ist aber dafür denn 250 Euro das Stück kostet. Dieses wird das Markt einfach nicht bringen und genauso ist es bei anderer Software (wie im Beispiel ERP). Dort würde der Martk rein vom Preis das schon mitmachen, aber dort ist eben die Qualität sehr im vordergrund und alleine schon deswegen würde eine "billige Version" nicht lange billig bleiben können.

    So ich hoffe ich habe das soweit halbwegs verständlich niedergeschrieben und ihr könnt meine gedanken nachvollziehen ;)

    Gruss
    Alexander
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  • Martin Alberstadt
    Martin Alberstadt
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    Re^8: Der Fluch der Softwarequalität...
    Ich fürchte fast, Ecxellisten und Halbtagsteststudenten sind auch heute noch bei manchen Firmen an der Tagesordnung ;)
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