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  • Markus Falk
    Markus Falk    Premium Member
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    Intelligente Schrauben - HF-Miniaturtransponder NeoTAG macht es möglich
    Schrauben mit Gedächtnis – der Miniaturtransponder NeoTAG® von Neosid macht es möglich. Der winzige und leistungsstarke HF-Transponder ist eine Weltneuheit im Bereich der RFID-Technologie. Mittelständische Innovationskraft aus dem beschaulichen Halver im Sauerland eröffnet neue Einsatzmöglichketen der RFID-Technologie. Einzigartige technische Eigenschaften, gepaart mit modernster Produktionstechnologie, garantieren ein höchstes Qualitätsniveau. In metallischen Strukturen spielt der Neosid-Transponder all seine Stärken aus: Komplett versenkter Einbau, hohe Temperaturbelastbarkeit und das bei kleinsten Abmessungen von wenigen Millimetern. Da liegt es nicht fern, Schrauben aller Art mit diesem Winzling auszustatten.

    Schrauben besitzen eine Reihe wichtiger Merkmale – Angaben über Drehmomente oder Festigkeitsklassen nur als Beispiel genannt. Eine Schraube hat in zahlreichen Anwendungen als Verbindungselement sicherheitsrelevante Aufgaben zu erfüllen. RFID unterstützt bspw. das Kraftwerk-Kennzeichensystem (KKS) – Schrauben und andere Bauteile werden eindeutig gekennzeichnet.

    Dokumentationen, Datenblätter, Herstellerangaben, Chargenkennung oder Anwendungshinweise sind nur einige Daten, die mit einer Schraube in Verbindung stehen. An einer Schraube ist hierfür kein Platz vorhanden, um all diese Informationen zu hinterlegen. Der RFID-Transponder NeoTAG® sorgt für Abhilfe. Die winzige Bauform von wenigen Millimetern benötigt nur einen minimalen Eingriff in die Struktur einer Schraube.

    Mittels der Codierung (UID) eines Transponders, wird der Schraube eine weltweit einmalige Nummer zugeordnet. Der RFID-Transponder NeoTAG® besitzt ein Gedächtnis in Form eines Speichers – wichtige Daten wie eine Seriennummer können hinterlegt werden.

    Im Gegensatz zur Kennzeichnungen an der Oberfläche (bspw. Klebeetiketten, DataMatrix), ist der NeoTAG® durch seinen versenkten Einbau, sowohl gegen Beschädigung als auch gegen Verschmutzung geschützt. Die Funktion wird nicht beeinträchtigt.

    Mittels eines Lesegeräts kann der Inhalt des Transponders oder besser gesagt, der Inhalt einer intelligenten Schraube erfasst werden. Diese Information wird per Funk an ein Eingabegerät übermittelt. Im Gegensatz zu handschriftlichen Aufzeichnungen, werden Übertragungsfehler vermieden. Die Daten stehen in digitaler Form zur Verfügung. Die technischen Lösungen im Bereich der RFID-Lese- und Schreibgeräte reichen von robusten industrietauglichen Geräten bis hin zu aktuellen NFC-fähigen Smartphones.

    Neben der Hardware komplettiert eine entsprechende Software-Lösung den Mehrwert der Innovation durch die RFID-Technologie. Übliche Lösungen reichen von einfachen Datenbanken bis hin zu komplexen Management-Software-Lösungen mit Anbindung an ERP-Systeme. Die Nutzung der RFID-Funktionalität ist sowohl für kleinere Unternehmen, als auch für weltweit vernetzte Konzerne eine neue Option, um Kosten zu reduzieren und Sicherheit zu gewinnen.

    Ihre vereehrte Meinung würde mich sehr interessieren.
  • Bernd Kühme
    Bernd Kühme
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    Re: Intelligente Schrauben - HF-Miniaturtransponder NeoTAG macht es möglich
    Hallo Herr Falk,

    das Thema "Transponder in Schrauben" klingt sehr interessant und wenn es erstmal allein nur wegen der Größe ist. Gibt es hier schon Erfahrungen mit der Trennschärfe bei der Erfassung im Bulk? Ich denke hier an automatisches sortieren, zuordnen, etc.
    Wie weit "sendet" der Transponder? Würde das auch im "Meter-Bereich" funktionieren?
    Wie sieht es mit den Kosten aus?
    Es schließen sich hier natürlich eine Menge Fragen auf der praktischen Seite an.
    Vielen Dank für die Informationen.

    MfG

    B. Kühme
  • Markus Falk
    Markus Falk    Premium Member
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    Re^2: Intelligente Schrauben - HF-Miniaturtransponder NeoTAG macht es möglich
    Hallo Herr Kühme,

    herzlichen Dank für ihre Fragen.

    Im geschilderten Anwendungsfall, wird der Transponder komplett im Metall versenkt. Es handelt sich hierbei um einen HF-Transponder (13,56Mz) - dieser ist grundsätzlich mit einem geeigneten Lesestift lesbar.

    Für Anwendungsfälle, an welchen eine Servicekraft die Schraube bspw. auf deren Zustand wartet und dies dokumentiert, wird der Transponder manuell mit einem Lesestift ausgelesen.

    Eine teilautomatisierte Erfassung ist möglich, wenn die Schraube im Produktionsprozess von einem Techniker mittels eines Werkzeugs gegriffen wird – hier ist statt des Lesestiftes eine im Werkzeugkopf integrierte Leseantenne eine Möglichkeit der Lesung.

    Eine automatisierte Erfassung ist wie bei der teilautomatischen Erfassung zu realisieren.

    Der Anwendungsfall zeigt auf, dass die Lesereichweite einige Millimeter betragen kann. Reichweiten von einem Meter oder Pulklesung sind in dieser Konfiguration (Loch= 4 x 3,6mm, komplett versenkter Transponder) nicht möglich. Die wesentliche Botschaft ist aber: Der Transponder ist lesbar! In dieser Bauform ist das eine Neuheit und ermöglicht zahlreiche neue Einsatzgebiete.

    Wollen Sie größere Reichweiten erzielen und die Schrauben im Pulk erfassen, wird das Thema schon spezieller:

    Erhöhte Reichweite: Einige Maßnahmen helfen um die Reichweiten zu erhöhen. Der erste Block der Maßnahmen greift direkt in die umgebende metallische Struktur ein. Ist dies möglich, können mit der passenden Readerkonfiguration mehrere Zentimeter erzielt werden. Wobei ich in diesem Fall nicht der Schraubenexperte bin um zu beurteilen inwieweit die Struktur des Metalls verändert werden kann, ohne die Schraubeneigenschaften negativ zu beeinflussen.

    Pulklesen: Bei erhöhter Reichweite wird dies natürlich wieder ein Thema – grundsätzlich kann hier ggf. der Effekt des faradayschen Käfigs zum tragen kommen. In letzterem Fall hilft auch die allerbeste Readertechnik nicht, um den Transponder auszulesen. Sollten Maßnahmen möglich sein, um sicherzustellen, dass die Transponder nicht zu 100% abgeschirmt werden kann man sich diesem Thema annehmen – für dieses Forum ist dies aber sicherlich zu komplex.

    Sie haben auch die Kosten angesprochen – verzeihen Sie, wenn ich hier keine Preisliste veröffentliche. Soviel sei aber gesagt: Bei wenigen Cent liegt man mit einem Transponder nicht – vielmehr ist die Betrachtung des Benefits des Einsatzfalles zu prüfen.

    Der Hersteller Neosid hat jedenfalls keine Kosten und Mühen gespart, um durch eine vollautomatische Fertigung am Stammsitz Halver im Sauerland höchste Fertigungsqualität für die Massenproduktion sicherzustellen.

    Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen beantworten.

    Schöne Grüße

    Markus Falk