RFID
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Martin WaßmannThe company name is only visible to registered members.Speicherkapazität RFID Tags
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich schreibe zur Zeit meine Diplomarbeit, bei der auch RFID-Technologie zum Einsatz kommt. Eine Idee ist, vergleichsweise große Datenmengen (> 1 MB) auf den Tags zu speichern.
Die Tags mit der größten Speicherkapazität die ich bis jetzt eingesetzt habe können jedoch nur 4kB speichern. Ich meine schon mal etwas über 8kB Tags gelesen zu haben, größere Kapazitäten sind mir aber im industiellen Einsatz nicht bekannt. Daher meine Frage: Weiß jemand ob Tags mit größeren Speicherkapazitäten produziert werden bzw. ob dies in Planung ist?
Sollte dies nicht der Fall sein, wäre interessant zu erfahren, wo die Gründe dafür liegen. Gibt es technologische Grenzen oder besteht bis jetzt einfach kein Bedarf an Tags mit mehreren kB Speicherkapazität?
Mit freundlichen Grüßen
M.Waßmann
- 07 Jun 2011, 2:35 pm
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Martin WaßmannThe company name is only visible to registered members.Re^2: Speicherkapazität RFID Tags
Die prinzipielle Idee besteht darin Dokumentationen von Maschinen auf RFID-Tags zu speichern. Da es sich hierbei um Multimediadokumentationen handeln soll, müssten auch Bilder und eventuell sogar Videos gespeichert werden. Daher der große Speicherbedarf.
Natürlich kann man die Dokumentationen auch über eine Referenz auf dem Tag aufrufen und dann von einem lokalen Server oder sogar direkt aus dem Internet laden. Das bringt ohnehin einige Vorteile mit sich, z.B. dass die Dokumentationen viel leichter aktuallisiert werden können.
Anderseits hätte eine Speicherung auf den Tags den Vorteil, dass auch maschinenspezifische Informationen wie durchgeführte Wartungen oder ausgetauschte Teile auf dem Tag gespeichert werden könnten. Außerdem wäre die Dokumentation so autark und immer "vor Ort". Da die Tags per Hand ausgelesen werden würden, wäre aber zumindest die Lesezeit kein Problem.
Man muss sicherlich immer abwägen für welche Maschinentypen welche Form am besten geeignet ist.
Die Contact Memory Buttons sind aber ein guter Hinweis, die waren mir bis dato noch nicht bekannt, dafür vielen Dank.
Eine Frage hätte ich aber noch dazu: Wenn ich das richtig verstanden habe, muss zum auslesen immer eine Berührung stattfinden. Aber wo liegt dann der Unterschied zu USB Sticks?
Ich nehme mal an das die Contact Memory Buttons ebenfalls Flash-Speicher nutzten und vermutlich etwas robuster gebaut sind, um auch in rauhen Umgebungen zu bestehen.
This post was modified on 08 Jun 2011 at 09:57 am.- 08 Jun 2011, 09:42 am
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Martin WaßmannThe company name is only visible to registered members.Re^4: Speicherkapazität RFID Tags
Zunächst danke für die schnellen Antworten.
>>Anderseits hätte eine Speicherung auf den Tags den Vorteil, dass auch >>maschinenspezifische Informationen wie
>>durchgeführte Wartungen oder ausgetauschte Teile auf dem
>>Tag gespeichert werden könnten.
>Das kann man ja unabhänig von der Dokumentation auf dem Tag speichern
Technisch natürlich machbar, allerdings müssten dann immer die Informationen vom Tag über die Maschine mit den "Standardinformationen", die durch die Referenz auf dem Tag aufgerufen werden, zusammengeführt werden. Der dabei entstehende Aufwand wird dann zum Problem, wenn das System (wie angedacht) für viele verschiedene Maschinentypen genutzt werden soll. Wenn man davon ausgeht, dass für verschiedene Maschinentypen auch verschiedene Informationen gespeichert werden müssen (z.B. gibt es unterschiedlich viele Komponenten die gewartet werden müssen), muss für jeden Maschinentyp eine Zusammenführung von Daten auf dem Tag und Standarddaten erstellt werden.
>>Da die Tags per Hand ausgelesen werden würden, wäre aber zumindest die >>Lesezeit kein Problem.
>Ja und nein. Wenn jemand dann den Reader 3 Minuten genau über den Tag >halten muss kann das je nach Technik schon zum Problem werden.
Das ist bei so langen Lesezeiten richtig, vor allem hätte der Nutzer vermutlich auch wenig Interesse daran 3 Minuten auf seine Informationen zu warten. Im Zweifel würde dann wahrscheinlich doch wieder im "klassischen" Handbuch nachgeschlagen. Allerdings bleibt natürlich zu hoffen, dass sich mit zunehmenden Speicherkapazitäten auch die Lesegeschwindigkeiten erhöhen.
>>Eine Frage hätte ich aber noch dazu: Wenn ich das richtig
>>verstanden habe, muss zum auslesen immer eine Berührung stattfinden. >>Aber wo liegt dann der Unterschied zu USB Sticks?
>Anders herum gefragt: Welche Vorteile erhoffen Sie sich, wenn Sie einen >simplen USB-Stick als Alternative ansehen? Die Kosten einer solchen Lösung >werden, ohne dass ich jetzt die genauen Preise kenne, sicher um mindestens >den Faktor 100 über denen von USB-Sticks liegen. Da muss es dann ja >deutliche Gründe geben, weshalb man eine solche Lösung überhaupt in betracht >zieht.
>Ein Vorteil wäre sicher die Robustheit der Lösung, nicht umsonst ist das US->Militär der große Referenzkunde von MacSema. M. W. wird beim Apache->Kampfhubschrauber auch genau der Anwendungsfall mit den Handbüchern >damit realisiert.
Die Robustheit ist sicherlich ein wichtiger Punkt, da der Einsatzort ja Industrieumgebungen sind. Genauso wichtig ist aber, dass die Tags fest mit der Maschine verbunden sind und daher nicht verwechselt und vor allem auch nicht verloren gehen können.
Tags mit 64 oder sogar 128kB sind eine deutliche Verbesserung gegenüber den im moment eingesetzten Tags. Sobald jedoch Multimediadaten gespeichert werden sollen, sind auch diese Tags noch deutlich zu klein.
This post was modified on 11 Jun 2011 at 11:34 am.- 11 Jun 2011, 11:27 am
