"Gesundheit 2.0"
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Andreas Zenker Utente Premium Moderatore gruppoIl nome della società è visibile solo per gli iscritti registrati.Besser leise
Am 29. April 2009 fand der 12. Tag gegen Lärm statt - und machte auf die weitgreifenden Probleme aufmerksam, die Lärm verursacht.
Einer Pressemitteilung des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge sind etwa 13 Millionen Deutsche mit Geräuschpegeln belastet, die deutliche lärmbedingte Gesundheitsrisiken verursachen.
Sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wissenschaftliche Studien für das UBA belegen demnach sogar, dass Verkehrslärm Schlafstörungen verursacht und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Trotz dieser bekannten negativen Wirkungen ist Lärmschutz bislang eher die Ausnahme. Mit einer EU-Umgebungslärmrichtlinie könnte die Lärmbekämpfung jedoch künftig stärker in die kommunale Planung eingebunden werden.
Viele Jugendliche hören schlecht
Auch in der Bauwirtschaft ist Lärm ein großes Problem: Fast die Hälfte aller anerkannten Berufskrankheiten haben Hörschäden als Ursache. Noch bedrohlicher ist die Situation bei Jugendlichen. Nach einer Studie des Bayerischen Gesundheitsministeriums haben fast 40 Prozent der bayerischen Jugendlichen kein intaktes Gehör mehr. Grund: vor allem zu lauter Musikkonsum.
Lärmgeschädigte müssen dabei nicht nur eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität hinnehmen. Zudem ist die Unfallgefahr höher, weil Warnsignale leicht überhört werden.
Schleichender Hörverlust
Durch Lärm verursachte Hörschädigungen verlaufen meist langsam und oft unbemerkt. Der Schaden wird häufig erst erkannt, wenn es zu spät ist. Doch Hörschäden und lärmbedingten Krankheiten kann man vorbeugen. Die Initiative Hören gibt dazu folgende Tipps:
Wie kann man sich schützen?
Impulsartigen Schall meiden
(Silvesterknaller, Spielzeugpistolen, Ohrfeige)
Ohren zuhalten, wenn Lärm droht (brem-sende Züge, Martinshorn, schrille Pfiffe)
Musik, insbesondere bei portablen Audiogeräten (MP3-Player), nur mäßig laut hören
In Konzerten und Diskotheken Abstand von den Boxen halten, Ohrenstöpsel nutzen.
Surrende, fiepende elektronische Geräte im „Stand by“-Modus ausschalten
Keine Wattestäbchen verwenden, sie können das Ohr verletzen (Ohrenschmalz ist wichtig und schützt das Hörorgan)
Beim Kauf von Spielzeug und Elektrogeräten auf die Geräte-Lautstärke achten
Stress abbauen (= auch ein Schutz vor Tinnitus)
Feste Ruhe- und Entspannungspausen für Kinder und Erwachsene einplanen
Anzeichen für einen Hörschaden
Häufiges Missverstehen einfacher Aussagen
Häufiges Nachfragen, lautes Sprechen
Keine Reaktion, wenn man von hinten
angesprochen wird
Musik, Radio oder Fernseher wird immer
sehr laut gestellt
Der Mund des Sprechers wird beim
Zuhören fixiert
Häufiges Vertauschen ähnlich
klingender Wörter
Häufiges Zurückziehen aus größeren
Menschenmengen
Schallquellen werden nur mit
Blickkontakt geortet
Eintönige Sprachmelodie
Undeutliche Aussprache
Weglassen von Buchstaben oder Wörtern
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter
http://www.initiative-hoeren.de .
- 11/05/2009, 11:28
