"Gesundheit 2.0"
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Andreas Zenker Utente Premium Moderatore gruppoIl nome della società è visibile solo per gli iscritti registrati.Besser nicht aussitzen
Rund sieben Stunden verbringen wir täglich in Sesseln, auf Stühlen und Sofas. Dass zu viel Sitzen und zu wenig Bewegung keine gute Kombination ist, ist bekannt. Doch schwedische Forscher vermuten nun, dass Dauersitzen noch problematischer ist als bislang gedacht.
Die Forscher vom Karolinska-Institut in Stockholm gehen davon aus, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen langem Sitzen und Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes gibt. Dauersitzer sollen zudem ein generell erhöhtes Sterberisiko haben.
Auch Sport soll nicht helfen
Doch damit nicht genug: Langes Sitzen soll selbst dann schädlich sein, wenn man in seiner Freizeit Sport treibt. "Jeder kennt die Vorteile von regelmäßiger Bewegung. Weniger bekannt ist bisher, dass lange Phasen des Sitzens ein zusätzliches Risiko bedeuten, das man nicht durch körperliche Betätigung ausgleichen kann", so Forschungsleiterin Dr. Elin Ekblom-Bak gegenüber der britischen Zeitung The Independent. Natürlich hat Freizeitsport dennoch viele positive Effekte und ist auf jeden Fall Bestandteil einer gesunden Lebensführung.
Wissenschaftliche Befunde
Bei ihren Aussagen beziehen sich die Forscher unter anderem auf australische Studien. Diese haben ergeben, dass etwa Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes bei Frauen um ein Viertel häufiger auftreten, wenn sie täglich eine Stunde länger sitzen als zuvor.
Im Rahmen einer weiterer Studie wurden zwei Gruppen von Büromitarbeitern verglichen. Die erste Gruppe hatte mehr oder weniger durchgängig acht Stunden täglich gesessen, die Mitglieder der zweiten Gruppe hatte sich zwischendurch immer wieder bewegt. Das Ergebnis: Mitglieder der Gruppe 1 waren häufiger fettleibig und hatten schlechtere Lipid- und Glukosewerte.
Auch bei Tieren
Die schwedischen Wissenschaftler vermuten, dass ein bestimmtes, am Fettabbau beteiligtes Enzym (Lipoproteinlipase) dabei eine Rolle spielen könnte. Tierversuche hätten gezeigt, dass das Enzym bei bewegungsarmen Ratten weniger aktiv war als bei Ratten mit Auslauf.
Nicht viel, sondern oft
Um den Risiken langen Sitzens wirkungsvoll zu begegnen, ist es den Forschern zufolge nicht nötig, die Muskeln besonders viel oder schwer arbeiten zulassen. Entscheidend sei vielmehr, sich oft genug zu bewegen.
Spätestens alle 45 Minuten
Büromenschen und Vielsitzer sollen etwa alle 45 Minuten aufstehen und sich für fünf Minuten bewegen. Auch ein Ausflug in die Kaffeeküche oder der Gang zum Drucker ist dafür geeignet.
Jede Gelegenheit nutzen
Ob bei der Büroarbeit, beim Fernsehen, Autofahren oder Kaffeeklatsch - generell sollte bei allen bewegungsarmen Tätigkeiten jede Gelegenheit für kleine Aktivitäten genutzt werden.
- 04/02/2010, 16:30
