"Gesundheit 2.0"

"Gesundheit 2.0"

Contributi 1-2 su 2
  • Andreas Zenker
    Andreas Zenker    Utente Premium   Moderatore gruppo
    Il nome della società è visibile solo per gli iscritti registrati.
    Das Pflanzenöl-ABC (Teil 3)
    In dieser Ausgabe präsentieren wir Ihnen weitere Pflanzenöle und einen echten Geheimtipp.

    Palmöl, das viel in der afrikanischen Küche Verwendung findet, gilt als nicht empfehlenswert. Selbst die Weltgesundheitsorganisation WHO bemängelt, dass Palmöl durch seine großen Anteile an gesättigten Fettsäuren und geringen Mengen an gesunden mehrfach ungesättigten Fetten Herzkrankheiten mit verursacht. Aufgrund seines süßlichen, guten Geschmacks kann Palmöl in kleineren Mengen aber dennoch gut als Aromastoff verwendet werden.

    Sesamöl wird aus den weißen oder schwarzen Samen des Sesams gewonnen. Das aus den naturbelassenen Samen gewonnene Öl ist blassgelb und weitgehend geschmacksneutral. Für das dunkle Sesamöl werden die Samen vor dem Pressen geröstet, was dem Öl eine dunkle Bernsteinfarbe und einen typischen, intensiven Geruch und Geschmack von gerösteten Nüssen verleiht. Dieses dunkle Sesamöl dient nicht direkt zum Kochen, sondern wird fertigen Gerichten in kleinen Mengen als Würze zugegeben, vor allem in der asiatischen Küche. Sesamöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren,
    B-Vitaminen, Vitamin E und Magnesium.

    Mit einem Marktanteil von 35 Prozent ist Sonnen-
    blumenöl das Lieblingsöl der Deutschen. Heute sehen Wissenschaftler den hohen Anteil an Linolsäure kritisch und stufen Sonnenblumenöl daher ernährungsphysiologisch als nicht mehr so wertvoll ein wie früher.
    Einen wahren Boom erlebt seit einiger Zeit das teure Arganöl. Doch das vorgebliche Wunderöl schneidet in seiner Fettsäurezusammensetzung im Vergleich zu anderen Ölen eher mittelmäßig ab. Auch der oft beworbene hohe Gehalt an Tocopherolen ist tatsächlich eher durchschnittlich. Allerdings enthält Arganöl tatsächlich einige gesundheitsfördernde Stoffe, die sonst eher selten in Ölen vorhanden sind. Und nicht zuletzt der Geschmack macht das Öl zu einer Besonderheit.

    Zu guter Letzt noch ein kleiner Geheimtipp: Avocadoöl ist bei uns zwar eher als Kosmetikzutat bekannt, aber auch als Ernährungsbestandteil besonders wertvoll. Es hat nicht nur einen feinen Geschmack, sondern enthält auch viele Vitalstoffe wie zum Beispiel Vitamin A, B, D, E, Carotinoide, Lecithin und Folsäure. Darüber hinaus lässt sich Avocadoöl hervorragend erhitzen und hält selbst Temperaturen um die 290° C aus. Allerdings ist die Beschaffung recht teuer und meist nur über das Internet möglich.

    Natürlich gibt es noch viele andere Öle, die hier nicht aufgeführt wurden. Und natürlich gibt es auch innerhalb der gleichen Ölsorte oft erhebliche Geschmacks– und Qualitätsunterschiede. Generell fährt man aber gut damit, Öle variieren, um die verschiedenen Vorteile der einzelnen Produkte zu nutzen.

    Als Allround-Öle eignen sich zum Beispiel
    raffiniertes Oliven-, Erdnuss-, oder Rapsöl. Bei besonderen Ölen sollten Sie stets nur kleine Mengen kaufen, damit die Inhaltsstoffe bis zum Schluss erhalten bleiben. Wer die Welt der Öle auch in geschmacklicher Hinsicht entdecken will, sollte vor allem eines: viel probieren!
  • Contributo visibile agli utenti registrati