"Gesundheit 2.0"

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  • Andreas Zenker
    Andreas Zenker    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Knoblauch - Die Gesundheitsknolle?!
    Rund 14 Millionen Tonnen Knoblauch werden weltweit jedes Jahr produziert, über zehn Millionen Tonnen davon in China. Der überaus populären Pflanze werden dabei verschiedene Heilwirkungen nachgesagt. Einige davon sind belegt, andere umstritten. Damit sich die positive Wirkung von Knoblauch entfalten kann, sollte er aber in jedem Fall auch richtig verwendet werden.

    Knoblauch enthält einen eine Aminosäure namens Allicin. Werden die Knoblauch-Zellen etwa durch Quetschen zerstört, entsteht die Substanz Allicin, die auch für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich ist. Allicin hat zelltötende Eigenschaften, die sich aber beim Verzehr nicht auswirken, da es sehr schnell zu ungiftigen Stoffen abgebaut wird. Zudem entfaltet Allicin eine antimikrobielle Wirkung und kann damit helfen, Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze zu bekämpfen. Weitere Inhaltsstoffe des Knoblauchs sind Vitamin A , B1, Nicotinamid, Selen und Vitamin C.

    Hält die Blutbahnen frei

    Knoblauch kann u. a. unterstützend bei Erkältungen und Entzündungen eingesetzt werden. Doch Knoblauch kann noch mehr: Die schwefelhaltigen Wirkstoffe des Knoblauchs sollen auch die Durchblutung fördern und die Blutbahnen frei halten.

    Zudem enthält Knoblauch die Blutdruck regulierende Substanz Adenosin. Die Pflanze, die zur Familie der Lauchgewächse zählt, kann damit dazu beitragen, das Risiko von Herzinfarkten oder Schlaganfällen zu reduzieren sowie Thrombosen und Arteriosklerose vorzubeugen.

    Auch bei Krebs

    Gesichert scheint auch zu sein, dass die "Arznei-pflanze des Jahres 1989" bei Magen- und Darmbeschwerden hilft. Auch das Krebsrisiko in den Verdauungsorganen soll sich durch regelmäßigen Knoblauchverzehr senken lassen. Eine weitere Studie hat ergeben, dass Knoblauch zudem Eierstockkrebs vorbeugen kann. Cholesterin senkende Effekte, die dem Knoblauch lange Zeit nachgesagt wurden, konnten neuere Studien allerdings nicht belegen.

    Quetschen oder pressen

    Damit Knoblauch seine gesundheitsfördernden Wirkungen entfalten kann, muss er jedoch regelmäßig verzehrt werden. Darüber hinaus ist die Zubereitung wichtig: Am besten werden die Knoblauchzehen gepresst oder zerquetscht und nur wenige Minuten mitgegart.

    Für alle, die dem Knoblauchgeschmack nichts abgewinnen können oder keine Geruchsbelästigung darstellen wollen, kommen Knoblauchpräparate aus der Drogerie oder Apotheke in Frage. Die höheren Wirkstoffkonzentrationen und leichte regelmäßige Einnahme vereinfachen die vorbeugende oder therapeutische Verwendung des Knoblauchs.

    Übrigens: Wem es vor allem um den Geschmack geht, der sollte auch einmal den mit dem Knoblauch verwandten Bärlauch probieren, der ein ähnliches, aber feineres Aroma liefert.