"Gesundheit 2.0"

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  • Andreas Zenker
    Andreas Zenker    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Ran an den Spargel - aber bitte nicht alle
    Spargel gilt als sehr gesundes Edelgemüse. Und in der Tat ist Spargel für viele nicht nur Delikatesse, sondern wirkt auch gesundheitsfördernd. Doch Vorsicht: Manche sollten besser die Finger vom Spargel lassen.

    Weltweit gibt es etwa 100 Spargelarten, 15 davon wachsen in Europa. Wenn wir von Spargel sprechen, meinen wir meist den Gemüse- oder Garten-Spargel (Asparagus officinalis). Die Delikatesse gibt es in drei Sorten zu kaufen. Am bekanntesten ist der weiße Spargel, der farblos bleibt, weil er in kleinen Erddämmen angebaut und gestochen wird. Der grüne Spargel wächst im Licht und bildet daher ganz natürlich den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Eher selten im Angebot ist der violette Spargel, der seine Farbe dadurch erhält, dass man ihn kurze Zeit Licht aussetzt.

    Wertvolle Inhaltsstoffe

    Wertvoll als Lebensmittel ist Spargel nicht nur wegen seines einzigartigen Geschmacks, sondern auch wegen der enthaltenen Nährstoffe. Ein Kilogramm Spargel bringt es zwar nur auf 180 Kilokalorien, enthält dafür aber viele Vitamine und Minerale, u. a. die Vitamine A, B1, B2, C, E, Folsäure, Magnesium, Kalzium und Kalium.

    Die klassische Zubereitung mit viel Butter oder einer Sauce Hollandaise ist allerdings weniger gesund

    und macht das eigentlich leichte Gemüse schnell zur Kalorienbombe. Dabei schmeckt Spargel auch leichter zubereitet, etwa mit Kräutern, Quark oder als Bestandteil anderer Gerichte, sehr lecker. Im Internet finden sich hier viele Anregungen, wie Spargel etwas weniger traditionell, dafür aber gesünder genossen werden kann.

    Strenger Geruch

    Spargel enthält zudem Asparaginsäure, die entwässernd wirkt. Der strenge Uringeruch, den der Spargelverzehr zur Folge habe kann, ist übrigens völlig ungefährlich. Er entsteht durch ein Enzym, dass die Asparaginsäure aufspaltet und schwefelhaltige Stoffe freisetzt.

    Vorsicht bei Gicht

    Allerdings enthält Spargel auch relative viele Purine. Diese Stoffe werden im Körper in Harnsäure umgewandelt und können daher Gichtanfälle auslösen. Bei gesunden Menschen wird zu viel Harnsäure zwar einfach wieder ausgeschieden. Bei von Gicht Betroffenen kann sich die Harnsäure jedoch in Gelenken ablagern und Schmerzen oder Schwellungen verursachen. Wer also bereits einen hohen Harnsäurewert oder Probleme mit den Nieren hat, sollte die Finger vom Spargel lassen. Männer sind übrigens sieben mal so oft von Harnsäureproblemen betroffen wie Frauen.

    Für die meisten ist Spargel einfach ein Genuss, der fest zum Frühling und Frühsommer gehört. Die Spargel-Saison hat in diesem Jahr übrigens aufgrund der warmen Tage bereits früher begonnen als sonst. Also ran an den Spargel. Guten Appetit!