"Gesundheit 2.0"
Contributi 1-1 su 1
-
Andreas Zenker Utente Premium Moderatore gruppoIl nome della società è visibile solo per gli iscritti registrati.Schönheit durch das Messer?
Immer mehr, vor allem junge Menschen ziehen Schönheitsoperationen für sich in Betracht. Dabei entpuppt sich der Glaube, durch ein verändertes Äußeres zu neuem Glück zu gelangen, oft als Irrtum.
Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat ergeben, dass bereits ein Drittel aller Baden-Württemberger zwischen 18 und 29 Jahren zu einer Schönheitsoperation bereit wären. Die Studie, die von der Krankenkasse DAK beauftragt wurde, ergab zudem, dass Fettabsaugen und Nasenkorrekturen besonders hoch im Kurs stehen. 20 Prozent dieser Altersgruppe würden für vermeintlich mehr Schönheit sogar ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.
Schönheit und Erfolg werden gleichgesetzt
Die Untersuchung ergab auch, dass nahezu zwei Drittel der Befragten glauben, dass gut aussehende Menschen im Beruf erfolgreicher sind als weniger attraktive und dass schöne Menschen ein insgesamt glücklicheres Leben führen. Zwar ist ein gewisser Zusammenhang zwischen ansprechendem Äußeren und beruflichem Erfolg inzwischen durch Studien belegt. Dass korrigierte Nasen, Pos und Brüste aber dauerhaft zu einem glücklicheren Leben führen, ist jedoch nicht selten mehr als fraglich.
Ältere vertrauen auf innere Schönheit
Lediglich den Älteren unter den Befragten ist innere Schönheit nach wie vor mehr wert als gutes Aussehen. Insgesamt stehen Männer dem Thema Schönheitsoperation sehr viel skeptischer gegenüber als Frauen. Für 84 Prozent der Männer ist eine solche Behandlung keine Option.
Erschwinglich geworden
Der Trend zu immer mehr Schönheitsoperationen hat unterschiedliche Gründe. Erheblich dazu beitragen dürfte der in den Medien allgegenwärtige Körperkult und Schönheitswahn. Gerade die so genannten Stars stehen mit ihren Schönheits-OPs immer wieder in den Schlagzeilen und wirken als Vorbilder. Beispiele missglückter Eingriffe wie etwa bei Michael Jackson scheinen wenig abzuschrecken, der Drang, den Idolen ähnlich zu sein, stärker zu sein.
Ein weiterer Faktor für den Boom sind ganz einfach die gefallenen Preise: Egal, ob Fettabsaugen, Brustvergrößerung, Nasenkorrektur oder Lifting - viele Eingriffe sind heute erschwinglich geworden. In Deutschland werden derzeit jährlich etwa 750.000 ästhetisch-chirurgische Eingriffe durchgeführt. Damit sind Schönheitsoperationen längst zu einem Massenmarkt geworden, der auch entsprechend massive Werbung ermöglicht.
Zahlreiche Risiken
Schönheitsbehandlungen sind dabei nach wie vor nicht ohne Risiko. Erst vor Kurzem wurde über einen Todesfall als Folge des Fettabsaugens berichtet. Neben kurzfristigen Symptomen wie Schwellungen, Rötungen oder Hämatomen gibt es je nach angewandter Methode und Geschick des Ausführenden auch anhaltende und schwere Komplikationen, etwa Abstoßungsreaktionen, Allergien, Infektionen, Lähmungen oder Narbenbildung. Wer sich wirklich für eine Schönheitsbehandlung entscheidet, sollte sich deshalb nicht nur von Heilsversprechen locken lassen, sondern sich auch genau über die Risiken informieren.
Operationen können auch sinnvoll sein
Sicher gibt es auch zahlreiche Fälle, bei denen eine Schönheitsbehandlung den Leidensdruck des Betroffenen verringern oder aufheben kann - zum Beispiel bei größeren Mißbildungen und vehement störenden Körpermerkmalen. Experten empfehlen jedoch in jedem Fall vor der Behandlung eine eingehende Beratung. Oft kann auch eine psychologische Begleitung sinnvoll sein. Denn nicht selten stellt sich nach einer Behandlung heraus, dass das eigentliche Problem nicht am Körper, sondern im Seelenleben zu finden ist.
RuckZuckFit wendet sich ganz bewusst gegen einen übertriebenen Körperkult. Denn Spaß an Bewegung und gesunde Ernährung bringen nicht nur den Körper in Schuss, sondern sorgen insgesamt für mehr Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und Ausstrahlung. Und diese Kräfte sind am Ende viel stärker als Komplexe wegen meist vermeintlicher äußerer Makel.
- 23/02/2009, 13:05
