Vergangene Woche hat in Deutschland die Impfaktion gegen die Schweinegrippe („Neue Grippe“) begonnen. Da sich selbst Experten uneinig sind, ob man sich impfen lassen sollte, bieten wir Ihnen hier einige Argumente für und gegen die Impfung. Dass eine Impfung bei chronisch Kranken empfehlenswert sein kann, scheint jedoch von der Mehrheit der Ärzte bejaht zu werden.

Gegen eine Impfung spricht:

Die Impfung kann Nebenwirkungen haben. Bei bis zu 10 Prozent der Getesteten kam es zu Kopf, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Fieber, Mattigkeit, Schmerzen oder Rötungen an der Einstichstelle, Schwellungen der Lymphknoten oder anderen Symptomen. Die kompletten Pandemrix-Nebenwirkungen können hier im Internet nachgelesen werden.

Auch schwere Nebenwirkungen können derzeit noch nicht ausgeschlossen werden.

Bei Schwangeren treten Nebenwirkungen verstärkt auf. Die Impfkommission empfiehlt Schwangeren ein Mittel ohne Verstärker. Der Hauptimpfstoff für die breite Masse ist aber Pandemrix, der die Verstärker enthält.

Pandemrix wird mit Hilfe von Hühnereiern hergestellt und ist daher für Menschen mit einer Hühnereierallergie nicht geeignet.

Die Schweinegrippe verläuft bei normal gesunden Menschen meist recht harmlos.

Für ein Impfung spricht:

Das Risiko für nicht geimpfte chronisch Kranke, Schweinegrippe zu bekommen, soll bis zu 13mal so hoch wie bei Gesunden sein.

Ein höheres Risiko soll auch bei Kindern und Schwangeren bestehen.

Die Schweinegrippe kann dauerhaft nur durch Impfungen eingedämmt oder ausgelöscht werden.

Ein hoher Krankenstand durch eine Schweinegrippe-Pandemie wäre eine zusätzliche gesellschaftliche Belastung in der Wirtschaftskrise.

Krankenschwester, Ärzte und Berufsgruppen, die viel Menschenkontakt haben, tragen eine besondere Verantwortung. Wenn sie sich nicht impfen lassen, könnten sie geschwächte Menschen anstecken und in Gefahr bringen.

Auch wenn die Grippe noch nicht sehr verbreitet ist, kann sie es im Winter noch werden.

Die Impfung ist kostenlos. Es fällt nicht einmal die Praxisgebühr an.

Das Ansteckungsrisiko senken können sie auch ohne Impfung, indem Sie:

sich häufig die Hände waschen.
die Hände vom Gesicht fernhalten.
Tassen oder Flaschen, aus denen andere getrunken haben, vermeiden.
Nase und Hals bei Kälte warm halten.
sich beim Husten und Niesen ein Papiertaschentuch vor Nase UND Mund halten.
Papiertaschentücher verwenden und direkt nach Gebrauch entsorgen.
Händeschütteln und anderen direkten Kontakt vermeiden.

Wenn Sie unsicher sind, was für Sie und Ihre Familie die richtige Entscheidung ist, sollten Sie Ihren Hausarzt befragen und sich ausführlich über die Vor– und Nachteile der Schweinegrippe-Impfung informieren lassen.