"Gesundheit 2.0"

"Gesundheit 2.0"

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  • Andreas Zenker
    Andreas Zenker    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Sieben populäre Ernährungsirrtümer
    Unser Wissen über gesunde Ernährung ist auch von vielen Irrtümern geprägt. Heute informiert Sie RuckZuckFit über einige der wichtigsten.

    Salz erhöht den Blutdruck

    Jahrelang galten salzarme Diäten als probates Mittel bei Bluthochdruck. Und noch heute hält sich das Gerücht, Salz habe negative Auswirkungen auf den Blutdruck. Dabei belegten schon Studien aus den Achtzigern, dass kein allgemeiner Zusammenhang zwischen Salzaufnahme und erhöhtem Blutdruck besteht. Allerdings soll es salzempfindliche Menschen geben, bei denen der Blutdruck bei hoher Salzaufnahme steigt.

    Spinat enthält viel Eisen

    Spinat enthält keineswegs viel Eisen. Vielmehr hat ein Wissenschaftler bei der Berechnung des Eisengehalts Werte von getrocknetem Spinat fälschlicherweise auf frischen Spinat übertragen. Der besteht aber zu 90 Prozent aus Wasser. Spinat ist daher alles andere als ein guter Eisenlieferant. Gut verwertbares Eisen ist vor allem in Fleisch und Fleischprodukten vorhanden.

    Spät essen macht dick

    Frühstücken wie ein Kaiser, mittagessen wie ein König und abendessen wie ein Bettelmann - diese Regel gilt bei vielen noch immer als wahr. Doch entscheidend für das Körpergewicht ist nicht, wann Kalorien zugeführt werden, sondern wie viele. Das haben Langzeitstudien längst belegt. Wenn spätes Essen tatsächlich dick machen würde, würden z. B. die Spanier wohl zu den beleibtesten Völkern der Welt zählen. Denn dort wird traditionell noch spät, oft erst nach 22 Uhr, gegessen. Dicker als andere sind Spanier dennoch nicht.
    Nichts essen lässt die Pfunde am
    schnellsten purzeln

    Stimmt nicht. Denn beim Nichts-Essen schaltet der Körper auf Sparflamme um und verbraucht weniger Kalorien. Die Folge: der bekannte Jo-Jo-Effekt. Sobald man wieder normal isst, ist das alte Gewicht schnell wieder erreicht. Viel besser: Die Kalorienzufuhr dauerhaft leicht zu reduzieren und durch Bewegung für mehr Kalorienumsatz zu sorgen.

    Frischgemüse ist stets besser als Tiefkühlkost

    Nicht unbedingt. Denn licht- und luftempfindliche Vitamine bleiben bei tiefgefrorenem Gemüse oft besser erhalten als bei frischem. Wichtger für den gesundheitlichen Wert von Gemüse ist meist eher die Art der Zubereitung. Zuviel Hitze oder zu langes Kochen kann wichtige Vitalstoffe zerstören.

    Pilzgerichte sollen nicht
    aufgewärmt werden

    Bei rohen und selbst gesammelten Pilzen sollte man tatsächlich aufpassen und sie möglichst frisch und gut geprüft verzehren. Gekochte Pilzgerichte mit Pilzen aus dem Supermarkt können heute aber problemlos am nächsten Tag nochmals aufgewärmt werden. Wichtig ist nur, dass sie im Kühlschrank aufbewahrt und beim Aufwärmen auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden.

    Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

    Richtig ist, dass Eier viel Cholesterin enthalten. Ebenfalls wahr: Zu viel Cholesterin belastet Herz und Gefäße. Dennoch haben Eier keinen entscheidenden Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Manche Menschen reagieren auf Eier sogar mit sinkenden Werten. Cholesterin wird vom Organismus auch selbst hergestellt. Der Körper reguliert die Produktion und den Cholesterinspiegel beim gesunden Menschen ganz von allein.