"Gesundheit 2.0"

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  • Andreas Zenker
    Andreas Zenker    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Zöliakie - bereits jede(r) 100. ist betroffen
    Eine neue Studie aus den USA belegt, dass immer mehr Menschen Gluten nicht vertragen. Mehr noch: Die Gluten-Unverträglichkeit kann zu drastischen Symptomen führen und senkt, falls sie nicht erkannt wird, die Lebenserwartung.

    In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Studie zufolge die Häufigkeit der Krankheit nahezu verfünffacht. Darüber hinaus konnten bei den untersuchten Patienten, die nicht von ihrer Erkrankung wussten oder ihre Ernährung nicht umstellten, eine vierfach höhere Sterberate festgestellt. Ärzten wird daher dazu geraten, verstärkt auf Zeichen einer Unverträglichkeit zu achten. Vor allem, weil vermutlich die meisten Betroffenen nichts von ihrer Krankheit wissen.

    Symptome

    Typische Zöliakie-Symptome sind z. B. ein allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Depressionen, Blähungen, abnorme Stühle, Bauchbeschwerden, Eisenmangelanämie und Muskel- und Gelenksschmerzen. Ausbrechen kann die Unverträglichkeit, die zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut führt, in jedem Alter.

    Gerne verwendet

    Gluten (lateinisch: Leim) ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie z. B. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel vorhanden ist. Gluten sorgt dafür, dass etwa Brotteig zusammenhält und eine elastische Masse entsteht. Bei der Herstellung von Lebensmitteln hilft es Fett mit Wasser zu binden, zu gelieren, emulgieren und zu stabilisieren. Es ist zudem Trägerstoff für Aromen.

    Kennzeichnungspflicht, aber...

    Gluten ist daher in vielen Lebensmitteln enthalten. Außer in den Mehl- und Getreideprodukten (Brot, Nudeln, Gries etc.) auch in Gewürzmischungen, Bier, Eis und Fertiggerichten. Seit Ende 2005 sind glutenhaltige Lebensmittel kennzeichnungspflichtig, was von der Krankheit Betroffenen die Orientierung zwar erleichtert, aber keine absolute Sicherheit bietet, weil auch bereits weiterverarbeitete Zutaten Gluten enthalten können. Allerdings sind inzwischen auch viele Produkte im Handel, die explizit mit Glutenfreiheit werben.

    Glutenfrei essen

    Glutenfrei sind u. a. Mais, Reis, Hirse, Buchweizen, Amaranth, Quinoa, Soja, Sesam, Leinsamen, Johannisbrotkernmehl, Lupinenmehl, Guarkernmehl, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Nüsse, Milch, Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel und Öle.

    Einfach mit LOGI

    Wer sich nach der RuckZuckFit Ernährungsmethode LOGI ernährt, kann ohne große Umstellung glutenfrei essen, da hier Getreideprodukte eine marginale Rolle spielen. Ist pures Gluten bei einem Rezept erforderlich, kann es leicht durch Johannisbrotkernmehl ersetzt werden.

    Übrigens: "Gluten" wird auf dem "U" betont ausgesprochen und es heißt "das Gluten".
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