ADEL in Wirtschaft und Gesellschaft

Adel und Adelsvereinigungen


Wer als Adliger in eine neue Gegend kommt, hat grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten, die andere auch haben. Anknüpfungspunkte sind neben dem Arbeitsplatz
  • Vereine
  • Kirchengemeinde
  • Institutionen des öffentlichen Rechtes (Schule, Kindergarten).
Zusätzlich gibt es andere Adelige. Grundsätzlich ein Netzwerk, das nicht auf social communities angewiesen ist. Damit sind z.B. die regionalen Vereinigungen des Adels gemeint, die sich hier ebenfalls präsentieren können.

über Adel


Ein aufgrund von Geburt, Besitz oder Verdienst erworbener Stand mit erblichen Privilegien; in allen Hochkulturen eine Form der politischen, militärischen und kulturellen Führungs- und Herrschaftsschicht. In Europa fand der Adel seine entscheidende Ausprägung im Mittelalter (Lehnswesen), er bestimmte bis ins 18. und 19. Jahrhundert das politische, militärische und zu großen Teilen auch das kulturelle Leben. Im Frankenreich verschmolz der Uradel mit dem Stammesadel (Hochadel). Im Hochmittelalter bildete sich aus den freien Rittern und Ministerialen der niedere Adel, der zum Träger der ritterlichen Kultur wurde. Vom Uradel (alle bis 1350 nachweisbar adeligen Familien), der nicht verliehen, allenfalls im Rang erhöht wurde, unterscheidet sich der seit dem 16. Jahrhundert vorkommende Briefadel, der durch kaiserliches Adelsdiplom (Adelsbrief) verliehen, im 17. und 18. Jahrhundert auch erkauft wurde. Bis 1806 konnte in Deutschland nur der Kaiser den Adel verleihen, später auch die Landesherren. Neben dem erblichen Adel gab es den Personen- bzw. Verdienstadel, der oft an bestimmte Ämter gebunden war.

Bis ins 18. und 19. Jahrhundert genoss der Adel politische und soziale Vorrechte (politische Mitwirkung, Steuerfreiheiten, Anspruch auf Dienste und Abgaben seiner Bauern, höheren sozialen Rang, Anspruch auf die höheren Beamten- und Offiziersstellen). Seine politischen Vorrechte sind ihm weitgehend im Absolutismus, die sozialen durch die im Gefolge der Französischen Revolution eingetretenen gesellschaftlichen Umbildungen verloren gegangen.

In Deutschland blieb nach 1919 die Führung des Adelstitels als Bestandteil des Namens erlaubt, wurde aber in anderen Ländern (z. B. Österreich) abgeschafft. In den kommunistisch regierten Ländern wurde der Adel ausgerottet oder vertrieben; in einigen Staaten (z. B. Großbritannien) sind ihm noch Reste seines alten gesellschaftlich-politischen Einflusses geblieben.

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