AGD - Allianz Deutscher Designer

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Contributi 11-19 su 19
  • Karen Friedrichs
    Karen Friedrichs    Utente Premium
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    Re^9: das macht mir angst.
    Ja – eben, die eigene Kalkulation festzulegen, da hilft auch mal eine betriebswirtschaftliche Beratung.
    Das, was man verdienen muss, hängt ja von den eigenen unternehmerischen Zielen ab und natürlich von dem,
    was ökonomisch Sinn macht (mal die Ausgaben und Leistungen gegenhalten, die man erbringt). Es sollte langfristig schon mehr als ein voller Kühlschrank übrig bleiben ;)
    LG, Karen
  • Frank König
    Frank König
    Il nome della società è visibile solo per gli iscritti registrati.
    Re: das macht mir angst.
    Sabine Kaiser schrieb:
    http://www.12designer.com/de/
    wo soll das nur hinführen, liebe kolleginnen und kollegen?

    Das sind Leute die ihre Kreativität für einen Apfel und in Ei verscherbeln und wenn sie merken was sie angerichtet haben, ist es zu spät, denn dann folgen ihnen neue.
    Es wirkt wie auf einem billigen Straßenstrich, irgendeine Nutte bietet sich noch billiger an als die vorige.

    Und es werden für das Geld auch noch Änderungswünsche durchgeführt, also richtige Abstimmung mit dem Kunden schon :-)
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  • Oliver Schuh
    Oliver Schuh    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Re^10: das macht mir angst.
    Hallo liebe Beflissenen,

    heute habe ich einen sehr passenden Beitrag empfohlen bekommen,
    der, wie ich finde, die Dumpingpreis-Problematik in ein anderes Licht rückt.

    Es klang ja schon an, die Probleme sind hausgemacht.

    Hier erfährt man ggfls. sogar wie hausgemacht sie sind:

    http://unternehmenskick.de/0/tipps/entry/die-innere-preislic...

    Liest sich schnell, leicht und öffnet die Augen.

    Ein weiterer Beitrag dort:
    http://unternehmenskick.de/0/tipps/entry/sind-sie-schockiert...

    Es lohnt sich.

    Gruß vom Elbstrand
    Oliver Schuh | agd | die gebrauchsgrafiker
  • Axel Schwerda
    Axel Schwerda    Utente Premium
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    Re^11: das macht mir angst.
    Was haben uns die Anwälte voraus?

    Und die Ärzte, Architekten, kurzum andere freie Berufe? Sie haben sich bei Zeiten organisiert. Haben ihre Preise festgelegt und rechnen danach ab. Mit meinem Anwalt muss ich nicht verhandeln, der zieht seine Gebührenordnung aus der Tasche. Mein Steuerberater ebenso. Meine Ärztin... noch Fragen?

    Unsere Designerkollegen haben es schon vor Jahrzehnten versäumt, unseren Berufsstand in ähnlicher Weise zu etablieren. Jeder darf sich Designer nennen und Design machen. Zu jedem Preis. Das ist die Realität.

    Der Preis sagt – bedauerlicherweise – auch nichts über die Qualität der Arbeit aus. Sicher, vieles Billige ist schlicht und einfach grottenschlecht, doch auch teures Design ist nicht immer sein Geld wert.

    Wir werden uns also immer mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, ob wir wollen oder nicht. Ja, es gibt immer Einen der dich unterbietet. Und Einen, der teurer ist.

    Mit kollegialen Grüßen,
    Axel
  • Jan-Peter Wahlmann
    Jan-Peter Wahlmann    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Re^12: das macht mir angst.
    Axel Schwerda schrieb:
    Was haben uns die Anwälte voraus?
    Das ist eine gute Frage. Ist es die Gebührenordnung? Ist es der geschütze freie Beruf?

    Es ist keines von beiden. Anwälte & Co. haben uns voraus, dass sie auf ihren Preisen beharren und bei einer Preisdiskussion nicht einknicken.

    Eine Gebührenordnung gibt da zwar etwas Rückendeckung - das ist wahr. Doch wenn sie der Schlüssel zum Erfolg wäre, dann müsste es ja allen Berufen ohne Gebührenordnung schlecht gehen. Also fast allen.

    Wie schaffen es nur die anderen Unternehmer, ohne Preisabsprachen/festlegungen mit ihren Kollegen am Markt erfolgreich zu bestehen? Sie kalkulieren nach kaufmännischen Gesichtspunkten und verkaufen sich nicht unter Wert.

    Die AGD hat 1979 den Vergütungstarifvertrag Design ins Leben gerufen. Und selbst nach 30 Jahren gibt es immer wieder AGD-Kollegen, die der festen Überzeugung sind, diese Preise nicht erzielen zu können und dadurch billiger anbieten.

    Gebührenordnungen oder Zugangsbeschränkungen zum Beruf des Designers sind kein Heilmittel. Wir machen uns selbst die Preise kaputt. Ob aus wirtschaftlicher Not oder aus Unwissenheit, ob mit Diplom, mit Gesellenbrief oder weder noch - das ist dabei egal.

    Gerechte Preise erzielen wir nur, wenn wir aufhören, uns selbst zu belügen und die Schuld bei anderen zu suchen.

    Wie sollen uns unsere Kunden wertschätzen, wenn wir immer wieder bereit sind, uns unter Wert zu verkaufen?


    Viele Grüße

    Jan-Peter Wahlmann AGD
  • Axel Schwerda
    Axel Schwerda    Utente Premium
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    Re^13: das macht mir angst.
    Lieber Jan-Peter,

    der Vergütungsvertrag AGD ist schön und gut und ich bin froh, dass es ihn gibt. Er dient mir als Anhaltspunkt zur Überprüfung meiner Kalkulation. Aber in der Praxis ist er – leider – oft ein Muster ohne Wert.

    So und nun raus aus dem Elfenbeinturm. Viele mir bekannte Kollegen (und -innen) können es sich schlicht und einfach gar nicht leisten, diese Preise bei ihren Klienten oder bei der Neukundengewinnung durchzusetzen.

    Dumpingangebote sind keine Erfindung von Plattformen wie 12designer o.ä.. Als kleine Agentur kämpfe ich seit 20 Jahren mit (oder besser: gegen) diesem Problem. Doch es wird sich nichts ändern. Auch der AGD wird, wie andere Berufsverbände auch, dagegen nichts ausrichten. Zumal, wenn es wichtigere Punkte, wie z.B. Mitgliederversammlungen und das daraus resultierende Kasperltheater gibt.

    Insofern ist der Titel dieses threads doch sehr bezeichnend: das macht mir angst!

    Ja, zurecht, mir auch.

    Aufmunternde Grüße,
    Axel
  • Jan-Peter Wahlmann
    Jan-Peter Wahlmann    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Re^14: das macht mir angst.
    Lieber Axel,

    richtig. Für mich ist der VTV auch »nur« ein Anhaltspunkt. Mir hat er in der Vergangenheit bei der Preisfindung geholfen. Die Preise sind nicht immer marktgerecht oder aktuell. Doch die Stundenangaben bieten eine gute Orientierung.

    Es ist gut, dass du schreibst »Als kleine Agentur kämpfe ich seit 20 Jahren mit (oder besser: gegen) diesem Problem.«

    Die AGD wurde 1976 gegründet, um diese Problem zu beseitigen. Lange vor DTP, Internet & Co. Ursache des Problems der Dumpingpreise sind also nicht nur die Internetplattformen. Sie verstärken es nur.

    Das kann Angst machen und eine Lösung zu finden, fällt schwer.

    Bis jetzt habe ich nur sehr wenige Kollegen getroffen, mit denen man offen über Geld (Kalkulation, Rechnung, etc.) reden kann. Kaum jemand legt seine Karten offen auf den Tisch. Doch wie soll man ohne diese Offenheit einen Lösungsweg finden?


    Viele Grüße

    Jan-Peter Wahlmann AGD
  • Oliver Schuh
    Oliver Schuh    Utente Premium   Moderatore gruppo
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    Re^15: das macht mir angst.
    Ich bin jetzt ein wenig verwirrt, Ihr beiden.
    Der VTV dient Euch als Kalkulationhilfe, aber taugt dann nicht in der Praxis?

    Woran erkennt Ihr denn, daß die Preise in der Praxis nicht funktionieren?
    Woher habt Ihr Vergleichspreise die in der Praxis funktionieren?

    Erfahrt Ihr im Nachgang, also wenn Ihr den Zuschlag nicht erhalten habt, die Preise der Mitbewerber?
    Oder welche Rückmeldung bekommt Ihr überhaupt, warum es nicht gepasst hat?

    Wenn es wirklich nur am Preis gelegen hat,
    ist es meist ein Zeichen dafür, daß der Kunde entweder den Wert/Nutzen der Leistung nicht erkannt hat,
    der Kunde nicht in der Lage ist, Angebote inhaltlich zu vergleichen
    oder der Auftragnehmer war nicht fähig seine Leistung entsprechend zu kommunizieren.

    Ist der Kunde überzeugt von der Leistung des Designers, versucht er ggfls. zu handeln oder zahlt bereitwillig.

    Bei dieser Gelegenheit kann ich immer nur wiederholen und raten:
    Finger weg, von ganz tollen Kunden, die mit Folgeaufträgen locken.

    Steht zu Euren Preisen.
    Sagt auch mal 'Nein', wenn es preislich oder auch sonst wie nicht passt.
    Nehmt keine Aufträge an, die ihr nicht wirklich leisten könnt.

    Der VTV ist, wie schon gesagt wurde, die Kalkulationsbasis. Nicht der Elfenbeinturm.

    Gruß vom Elbstrand
    Oliver Schuh | agd | die gebrauchsgrafiker