AGD - Allianz Deutscher Designer

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  • Naemi Reymann
    Naemi Reymann    Moderatore gruppo
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    Kunst und Design – an Autobahnen...
    Hallo,
    es geht um Gestaltungen an der Autobahn, beispielsweise Schilder zu den Regionen.
    Aus meiner Sicht nahmen die Schilder in Frankreich ihren Anfang, mit Symbolen und Informationen zu Regionen, Spezialitäten, Geschichte und Sehenswürdigkeiten. In einem Land, in dem selbst kleine Straßenhecken zu Formen gestaltet werden und einfache Straßenkreisel zu Landschaftskunstwerke werden, scheint mir dies nicht ungewöhnlich.

    Es sind besondere Brücken oder Skulpturen (beispielsweise die Sonnenscheibe an der französischen A7 (Autoroute de Soleil) oder, um etwas aus Deutschland zu nennen, die bunten Würfel Otmar Alts an der deutschen A2 als gestaltete Wegzeichen.

    Im Moment läuft noch das Kultuhauptstadtjahr RUHR.2010. Für dieses Kulturjahr entstanden Projekte zu Gestaltung im (befahrenen) Raum, insbesondere zur A40, die als eine der dichtbefahrensten Straßen in Deutschlands gilt (wenn nicht sogar in Europa), dem Ruhrschnell (pardon:-schleich)weg:

    An der Wand in Bochum Hamme (Abbfahrt 33, an der Brücke mit Autobahnkirche) wurde ein ganzes Wandstück gekärchert. "abgefahren" – war die Arbeit des Künstlers Klaus Dauven im Rahmen des Projekts GrenzGebietRuhr.
    http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/programm/me...
    An dieser Stelle lag die historischen Transporttrasse "Gahlenscher Kohlenweg", der an dieser Stelle von der Autobahn durchschnitten wird. Angebracht wurde das Reverse Graffiti am 18. Juli diesen Jahres, als an der Autobahn das A40-Stilleben stattfand und 60 Autobahnkilometer (von Duisburg bis Dortmund) komplett für Fußgänger und Radfahrer gesperrt waren.
    http://www.ruhr2010.still-leben-ruhrschnellweg.de/deutsch/pr...
    Leider wurde die groß angelegte Arbeit an der Wand bereits nach knapp drei Monaten entfernt.

    Ein paar Kilometer weiter (Wattenscheid) befindet sich an den Wänden das Projekt "barcode a-40" (http://www.barocode-a40.de), deren farbenfrohe Balken im Rahmen eines Wettbewerbs (mit 160 Gewinnern) ermittelt wurden. Im ADC Jahrbuch 2010 erhielt das Projekt eine Nomination im Bereich "Kommunikation im Raum".

    Auch die Typografie im Raum scheint zuzunehmen. Etwas weiter in Essen (von Mülheim aus kommend) auf der A40 gibt es Typografie an Brücken: Satzfragmente aus Herbert Zimmermanns Reportage zum Weltmeisterschaftsfinale 1954, dem „Wunder von Bern" über Helmut Rahn: „Rahn müsste schießen.“ – „Rahn schießt.“ – „Tor, Tor, Tor".

    Ferner gibt es das Projekt "Die Schönheit der großen Straße"
    http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/no_cache/pr...

    Nun interessiert mich, welche anderen Projekte es noch gibt (gerne auch aus anderen Regionen und Bundesländern). Beipsielsweise Skulpturen, Wegmarken, usw. Und wie dies bei Bewohnen und Pendlern ankommt... Ich bin gespannt auf Beiträge!

    viele Grüße aus Rhein-Ruhr,
    Naemi Reymann