Alumni der Friedrich Schiller Universität Jena

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  • Heiner R. Garg
    Heiner R. Garg    Premium Member   Group moderator
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    Deutsche UNIS : GESICHTSLOS
    Heiner Garg 7.Juli, 2011
    Sonnenweg 6
    99439 Ettersburg
    h.garg@uni-jena.de
    01727229614 (mob.)



    Basketballzukunft in Deutschland - eine Vision

    erträumt am Beispiel der Thüringer Region Erfurt-Weimar-Jena



    Kurzbeschreibung

    Die Gymnasien der Thüringer Städte Weimar, Erfurt und Jena gründen in 2015 eine TSBL, eine Thüringer Schulbasketball-Liga (m/w).
    Über einen Versuchszeitraum von mindestens drei Jahren ab Sj 2013 erhalten die 9.,10.,11. Klassen täglichen Sportunterricht (SU). Nach dem 1.Hj. werden daraus zwei BB Teams je Schule ausgewählt und mit täglichem Mannschaftstraining für die wöchentlichen Ligaspiele der Mädchen und Jungen vorbereitet und spielen um die TSBL-Meisterschaft. Es gibt kein Absteigen.
    Sporttlehrer der Gymnasien, Sportdozenten der Hochschulen ( in diesem Fal: FSU Jena, UNI Erfurt und Bauhau-Uni Weimar sowie Manager aus der Wirtschaft lenken das Projekt.


    Ziele

    Mannschaftsgeist und Charakterstärke werden durch pädagogisch und psychlogisch ausgebildete Lehrpersonen gefördert;
    Identitätstiftung mit der Schule wird zum Mittelpunkt von Schülern,Lehrern, Eltern und Ehemaligen ( im Gegensatz zu dem zu sporadischen und unverbindlichen Projekt Jugend trainiert...);
    Konturen für die Schule werden geschaffen; besonders Immigrantenkindern wird eine verbindliche Schulheimat geboten; Integration, Toleranz und respektvoller Umgang sowie Förderung der Intelligenz und der akademischen Leistungen werden durch dauerhaftes sportliches Engagement zu einem weiteren zentralen Wirkungsfeld. Es soll natürlich auch ein regionales Reservoir für regionale professionelle Mannschaften geschaffen werden. Dadurch wird für die Nationalteams ein verläßlicher Nachwuchs erwachsen.
    Prävention von Gewalt, von Sucht und Krankheiten durch regelmäßigen Sport und vor allem regelmäßigen Sportbetrieb werden auf eine höhere und verläßliche Ebene gehoben.
    Defizite der konventionellen Nachwuchsausbildung durch Vereine und Verbände werden offengelegt und beseitigt. Dadurch werden schließlich Gesellschaft, Politik und die Bürokratie zu dem unabdingbaren Systemwandel gezwungen.





    Beschreibung

    Die einzelnen Schulen erhalten eine unabhängige und unverwechselbare Identität durch die entsprechende Schulsportkleidung und eigene Übungsstätten innerhalb des Campus, - eine Aufgabe für lokale Sponsoren und Elternvereine.
    Bierverlage, Brauereien und Kneipen bleiben außen vor. Die lokalen Medien sind aufgefordert, den Weg der TSBL zu verfolgen durch Bilder und Texte.
    Die Schulen sind aufgefordert durch eigene nachhaltige (statt projektartige) journalistische und andere kulturelle Kursangebote ihre Teams zu begleiten, ohne daß diese Kurse ihre Eigenständigkeit im Unterrichtsplan verlieren. Wünschenswert und pädagogisch sinnvoll: kulturelle Umrahmung der Mannschaftsspiele besonders an den Wochenenden. Diese in vielen Ländern (nicht nur in den USA) seit Jahrzehnten eingeübte und immer wieder optimierte Praxis steigert den Unterhaltungswert, bietet Chören, Orchestern, Tanzgruppen oder Jazzbands der Schulen und Hochschulen ein breites Forum für die eigene Leistungdarstellung und damit für die Wahrnehmung durch die politische und schulische Gemeinde.




    Voraussetzungen

    Es wird vorausgesetzt, daß intelligente Menschen den Verdacht, daß dieses System dem amerikanischen vielleicht zu sehr ähneln könnte, nicht als Anlaß zur Ablehnung nehmen.
    - Eine entsprechende Organisation der TSBL muß geschaffen werden.
    Vereine können zwar ihre qualifizierten Trainer in die Schulen entsenden, wenn sie die Kosten selbst übernehmen (Lottogelder der Vereine) und auf Bürokratie verzichten. Vereinstrainer müssen mittelfristig zu Sportlehrern unbürokratisch umgeschult werden und damit zu Angestelltenb der Schule oder Hochschule werden. Letztere müssen den absoluten Vorrang vor den Interessen der Amateurclubs haben im Jugendbereich (Inkl. Studenten).
    Die nun überflüssigen Mitarbeiter der Sport- Bäder- und Schulverwaltungsämter werden nachgeschult und von den Gemeinden als Organisatoren der TSBL ebenfalls als Angestellte in die Schulen entlassen und vom Land bezahlt. Das spart damit der Gemeinde Räume und Geld. Für die angesprochenen Bereiche erübrigt sich automatisch auch die Arneit der Jugendämter. Diese Einsparungen müssen in ein vorher abgestimmtes festes Budget für die Bildungsinstitute fließen. Dieses setzt sich weiterhin zusammen aus dem Fundus des KM, der elterlichen Fördervereine, der Wirtschaft, Banken und Versicherungen der Städte und der Stiftungen. Später kommt dazu eine finanzielle Beteiligung der betroffenen Medien, bes. des Fernsehens (wie e.g. in den USA)
    Die englische Versicherung AVIVA in Kooperation mit The Telegraph fördern mit finanzieller und werbender Unterstützung fast aller englischer Spitzenathleten das Konzept SCHOOLSPORT MATTERS.
    Obligatorische Konstituenten dieses Konzeptes sind wöchentlicher Teamsport und das Bestehen einer Schulsportliga - wie in den zahlreichen englischen Privatinstituten schon vorhanden. In den USA, Holland und den skandinavischen Ländern sind es Stiftungen, Firmen, Banken und Versicherungen - darunter auch viele deutsche (!!!), die Schulen und Colleges zu einem verlässlichen Sport- und Kulturetat verhelfen.
    Die bei uns in Sonntagsreden und auf Ärztekongressen angespriesene einmalige Präventionsleistung des Sports von kleinauf sollte vor allem die Krankenkassen, Privatkassen, Unfallversicherungen und die Finanzminister der Länder wachrütteln und zur Umsetzung der Erkenntnisse auffordern.
    Auch die demographischen Daten Deutschlands sprechen dringend für einen Wechsel. Die Gemeinden kriegen kaum noch Mannschaften für den Spielbetrieb der Ligen zustande, nicht einmal im FB - trotz dessen Monopolstellung. Deshalb ist die identitätsstiftende Wirkung der örtlichen - in manchen Teilen Mitteldeutschlands auch der überörtlichen - Sportvereine am Ende.



    Leitbild

    Dieses neue Konzept schafft Leitbilder aus unserer EIGENEN Jugend nach erfolgreicher Integration der Immigrantenkinder und ihrer Identifizierung über Mannschaftskameraden mit Schule und Gemeinde. Die notorischen Sport-Nomaden, meist überaltert, integrationsunwillig, nur am schnellen Geld interessiert - dem eigenen wettkampfunerfahrenen Nachwuchs von den Vereinstrainern jedoch rücksichtslos vorgezogen - weden dann zumindest als (zweifelhafter) Idol-Ersatz überflüssig.

    Andere in der Welt populäre Ballsportarten wie VB, HB, FB, Rugby, Base- oder Softball etc.. dürften - das ist meine Voraussage - neugierig werden und schnell wünschen, in das Konzept miteinbezogen zu werden.
    Der erfolgreich abgeschlossene Versuch der AKADEMISCHEN BASKETBALLLIGEN wird - zur Not auch gegen den Widerstand der am status quo interessierten Schulbürokratie - sich verstetigen und allen Schulen Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts und weiterer Bundesländer oder Regionen empfehlenswert erscheinen.

    Neben dem Sport werden in Schulen und Hochschulen auch die anderen identitätsstiftenden elementaren kulturellen Aktivitäten - bisher sträflich vernachlässigt - darin ein Muster für ernsthaftere Wahrnehmung und Hoffnung auf Verstetigung sehen: nachhaltiger Aufbau von Sinfonieorchestern, Theatergruppen, Chören, Tanzgruppen, Debating Clubs etc... statt vermeintlich prestigeträchtigerer kleiner Provinztheater und Kleinstadtorchester für touristische Zwecke oder die Befriedigung eitler Politprominenz ansonsten finanzschwacher Ortschaften.



    Kooperation mit einem Sportverein

    Die in den letzten Jahren aus der Not geborene Kooperation ist ineffizient, weil zu bürokratisch, zu vereinsbestimmt, ohne pädagogische und psychologische Qualitätssicherung. Es besteht nur bedingte Interessengleichkeit. Vereinsführer und -trainer polemisieren eher gegen Schule und Uni als daß sie das dortige akademische Lehrpersonal und die eigentlichen Prinzipien der Sportausbildung und Bewegungserziehung anerkennen. Die Halbherzigkeit, mit der Sportvereine Kindergartenkinder - einmal pro Woche im Höchstfall, mit Totalausfall in den Ferien - den Bewegungsdrang der Kinder beglücken, ist unbefriedigend, wird aber von den engagierten Eltern leider hingenommen . Das Totschlagargument ´DAS GELD FEHLT ´ hat sie leider zu sehr beeindruckt. Die andere gebetsmühlenart wiederholte Phrase des DOSB und der Landesverbände “Die traditionelle Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein hat sich bewährt” ist genau so wenig wert wie ihre Negation. Selbst der DOSB (Th.Bach auf der letzten DOSB Tagung) spricht mittlerweile von Reibungen, die durch die Einführung der Ganztagsschule noch zunehmen würden.


    Qualifizierungsmöglichkeiten

    Das leuchtende und schon lange wie selbstverständlich existierende Beispiel in der Region JENA WEIMAR ERFURT ist das Musikgymnasium Belvedere. In Schulgeist, Ausstrahlung, akademischer Qualität, Integrationsleistung, Prestige und finanzieller Absicherung bewirkt es die “Wunder”, die wir im Sport noch suchen. Die hiesigen Sportgymnasien haben leider keinen exemplarischen Charakter. Es fehlt der Wettstreit mit anderen Schulen in einer akademischen Liga ( nicht elitär gemeint). Ideal wäre die Fortsetzung der Schulliga in einer Hochschulliga mit regelmäßigem teamsport in Ligen vor einer gewissen Zuschauermenge. Ein Musikgymnasium braucht seinem Wesen nach keine regelmäßigen Wettkämpfe und keine Liga als Plattform. Es findet seine natürliche Fortsetzung in der Musikhochschule (Franz-Liszt- Hochschule Weimar). Seine Schüler brauchen und erhalten mit Begeisterung Einladungen für Aufführungen vor einem Publikum aus allen Bereichen der Öffentlichkeit. Die jungen Musiker überzeugen jeden durch Dynamik, Begeisterung, Vielfalt und großes Können. Die Sportgymnasiasten spielen in Vereinen, meist vor leeren Zuschauerrängen oder - falls sie ihre Karriere fortsetzen wollen oder können vor Horden von Fußballrowdies in Erfurt, Dresden und Jena, - je kleiner die Vereine und je niedriger die Spielklasse umso erbärmlicher die Umgebung.
    Die Musikgymnasien liefern den Nachwuchs für die Musikhochschulen (e.g. HfM Weimar und die Weimarer Staatskapelle, Sinfonieorchester Jena) oder gehen als Musiklehrer in die Bildungsinstitute.

    Der Landessportbund wird eingeladen,dieses Konzept zu beobachten und daraus für die Sportlehrerausbildung an den Universitäten Vorschläge zu machen. Unter dem Dach der Sportwissenschaftler der Unis und in Kooperation mit dem DOSB könnte der Aufbau einer eigenen Division für die Lenkung und den Übergang des Schulsportes in die Hochschulen entstehen.
    Das Konzept des TSBL muß möglichst bald in die Hochschulen übernommen werden. Die rigorose Übernahme des anglo-amerikanischen Systems der tertiären Bildungsstufe (Bologna) unter brutaler und arroganter Mißachtung (oder aus Ignoranz?) des systemischen Sport- und Kulturbetriebs der amerikanischen, britischen und nordeuropäischen Universitäten hätte der DOSB eigentlich im Interesse der physischen UND psychischen Gesundheit der Studenten UND des akademischen Nutzwertes für Studenten und junge Leistungssportler nie und nimmer dulden dürfen.


    Reflexion/Evaluation der Kooperation

    Dieses Konzept ist als Gegenbeispiel zur Nachwuchsarbeit in Vereinen und Verbänden zu sehen und soll beweisen, daß es um ein Vielfaches effizienter ist. Es ist trotz höherer Anfangsinvestitionen im Endeffekt billiger: Es integriert schneller und erfolgreicher, verhindert Alterserkrankungen, stoppt Gewalt, stärkt die Disziplin und Identifizierung in Schulen und deren Gemeinden, erweitert und verändert die Zuschauerstruktur, entlastet die Familien und die Steuerzahler. Gutscheine des Arbeitsministeriums werden überflüssig. Das Geld für die Hunderte von nutzlosen Projekten fließt dahin, wo es vorbeugend und effizienter gebraucht wird : an die Bildungsanstalten von Kindergarten bis zur Universität.

    siehe auch meine Bemerkungen zu “Qualifizierung” und “Beschreibung”.


    Nachhaltigkeit

    Zu “ Auswirkung auf Ehrenamt”: Leider werden die Ehrenämtler bei ihrem selbstlosen Dienst von Vereinsbossen und vereinsnahen Politikern zu oft als Billigsklaven oder für publikumswirksame Shows mißbraucht (Urkundenverleihungen)
    Bei unserem Konzept jedoch fühlen sich die Eltern und Großeltern geehrt, regelmäßig - sogar beim Training - anwesend zu sein, zu helfen und zu spenden für den Erfolg und das Glück ihrer Kinder und das Ansehen der Schule. Nicht jeder hat aktiv Sport betrieben, aber jeder ging einmal zur Schule - für die Eltern ein freudiges déjà-vu. Echte Alumnenkultur käme endlich in unserem Land in Gang.

    siehe auch meine obigen Ausführungen zu “Leitbild” und “ Voraussetzungen”

    Kreativität

    Ich habe durch Gespräche mit Kollegen der FSU Jena, in Blogs und in Leserbriefen auf die Vorteile meines Konzeptes hingewiesen.
    Leider ist den meisten Akteuren der STATUS QUO zu lieb, um ihn aufzugeben. Natürlich verlieren die Sportreporter, vereinsnahe Politiker und Professoren (als Gutachtenschreiber) Pfründe,da sie nicht mehr zum kostenlosen Besuch von Großereignissen, inkl. Sportlerbällen mit Vereinssponsoren wie Brauerei, Banken, Firmen inklusive Sportartikelherstellern mit ihren für den normalen Jugendlichen unbezahlbaren Luxusartikeln eingeladen werden. Da fällt es leicht,den Bewegungsmangel der Kinder und folgenschwere Langeweile der Jugend zu ignorieren.
    Auch die Bundestagsbeauftragten des Sports und ihre Mitarbeiter sonnen sich lieber bei glamorösen Veranstaltungen des Leistungssports. Bei den aufwändigen Empfängen wird der Abstieg der Nationalmannschaften, das totale AUS aller Ballspielteams Deutschlands für Olympia 2012 (BB-w, HB- m/w,VB-m/w, FB-m/w etc....) ausgeblendet. Die fast in der Versenkung verschwundenen Sportarten wie Rugby, Softball, Tennis, Golf, Ringen, Judo und LA werden kaum noch erwähnt und in Schule oder Uni verschmäht.
    Der Paradigmenwechsel MUSS kommen als
    D A S V - Deutsche Akademische Sport-Vereinigung, ähnlich der amerikanischen NCAA, allerdings modifiziert und ohne deren bekannte Schwachstellen.


    Mehrwert

    Die am Konzept beteiligten Schüler werden ihre gesteigerte Teamfähigkeit, ihr Verantwortungsgefühl für den Ruf der Schule, ihre Vorbildrolle für die nachfolgenden Schüler- und Studentengenerationen mit neuer Selbstverständlichkeit unter Beweis stellen.
    Die NEUEN BASKETBALLER und ihre Erfolge werden dann die mehr am FB, VB, HB, Tennis und Ringen interessierten Mitschüler ermuntern, den Transfer des Basketball-Konzeptes auf ihre Sportarten zu verlangen. Dadurch hätten endlich die in der übrigen Welt beliebten Spiele wie Softball, Baseball und Rugby eine Chance an deutschen Schulen und Hochschulen . Die Möglichkeit, seine technische Perfektion in täglichem Training und wöchentlichen Ligaspielen zu steigern und das noch vor einem größeren Publikum und für die eigene Schule oder Hochschule, sollte dazu beitragen. (SIEHE AUCH MEINE EINFÜHRUNG IN HEINER GARG`S GROUP
    This post was modified on 08 Dec 2011 at 06:07 pm.