Für unverglaste Dias und Negativstreifen, die korrekt entwickelt wurden und auch dann trocken, etc. in Pergament gelagert werden, mag das zutreffen. Habe aber leider bei meinen jetzt z.T. über 30 Jahre alten Negativen und Dias viele, die nicht im Optimalzustand sind.
Bei manchen Schwarzweissnegativen bröselt richtiggehend die FIlmschicht ab, etliche Farbnegative zeigen eine sehr deutliche Verfärbung, besonders solche, wo die Entwicklung recht billig war (im doppelten Sinn). Bei vielen Negativstreifen sind dann auch noch von Nachbestellungen angeklebte Papierstreifen dran, deren Kleber teils nicht mehr rückstandsfrei zu entfernen ist und auch teilweise auf andere Negativstreifen durchklebt....
Ich weiss, alles vermeidbare Fehler, die sich aber erst nach Jahren/Jahrzehnten zeigen. Die letzten Jahre habe ich nach bestem Wissen und Gewissen korrekt entwickeln lassen und auch die Negative schön in Pergament gelagert, aber die Altlasten sind eben da und um weiterer Verschlimmerung entgegenzuwirken, bietet sich die Digitalisierung an.
Bezüglich der Datenübernahme kann ich natürlich noch nicht auf über 30 Jahre zurückgreifen, aber zumindest Bilder, Grafiken und Texte seit 1987 konnte ich problemlos bei jedem Systemupdate auf das neue System übertragen. Datensicherung erfolgt jetzt mit externer Festplatte natürlich viel komfortabler als früher mit Floppys, DAT, CD oder DVDs.