Apple Macintosh - Think different.

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  • Clemens Claus Höbarth
    Clemens Claus Höbarth
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    Detailfragen zu iMovie, iTunes und Timemachine
    Hallo liebe Apfelfreunde,

    endlich hab ich's geschafft und mir einen schicken iMac in mein "Arbeitszimmer" (zukünftig wohl "Kreativzimmer") gestellt. Nach obligatorischen Video Tutorials und Umsteigerspecial von C't und Co. bin ich ganz gut gewappnet und habe große Freude mit meinem neuen Baby.

    So ein paar Detailfragen sind bei mir aber leider immer noch offen.
    iMovie: ich nutze natürlich iMovie zur Verwaltung meiner Fotos und Import der Daten von meiner Digicam. Als Speicherort möchte ich allerdings eine eigene Partition (Mac Media) auswählen und nicht standardmäßig die Daten in meinen persönlichen Ordner downloaden. Leider habe ich in den Einstellungen keinen Punkt hierzu gefunden! Wo kann ich diese Einstellung vornehmen?
    iTunes: als "Anwender" (also ohne Adminrechte) kann ich iTunes zwar starten und abspielen, aber ich kann keine abonnierten Podcasts Downloaden. Ich erhalte dann eine Fehlermeldung, dass ich hierzu keine Berechtigung habe. Die Berechtigungen für iTunes habe ich für mich als Anwender bereits freigegeben.
    BackUp: Zu guter Letzt sichere ich meine Daten mit Timemachine und verwende zur Datensicherheit FileVault. Melde ich mich jetzt als Benutzer ab, sichert Timemachine meine freigegebenen Daten. Das dauert allerdings sehr lange (10-12 Stunden). Wie kann ich diese Zeit verkürzen bzw. was ist der HIntergrund für diese extrem lange Zeit?


    Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.

    Ciao Clemens
    aka il Falco
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  • Thomas Endfellner
    Thomas Endfellner    Premium Member
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    Re: Detailfragen zu iMovie, iTunes und Timemachine
    Hallo Herr Höbarth,

    vielleicht kann ich Ihnen helfen.

    iMovie: Sie sprechen von "Fotos von der Digicam", dabei ist iMovie das Programm zur Verwaltung von Filmschnipseln aus Videokameras, Schneiden von Filmen und Vorbereiten für iDVD zum Erstellen einer Video-DVD. Darf ich vermuten, dass Sie iPhoto meinen? Damit importieren und verwalten Sie Ihre Fotos von der Digitalkamera.

    Während man etwa in iTunes über die Voreinstellungen des Programms den Speicherort für die Mediendaten auswählen kann, fehlt diese Option in iPhoto. Sie können sich indes mit einem Trick behelfen: halten Sie, bevor Sie iPhoto starten, die Optionstaste (auch: alt) gedrückt. iPhoto präsentiert dann einen Dialog zur Auswahl einer "Mediathek". Zuvor verschieben Sie die gesamte "iPhoto Library" aus Ihrem Benutzerverzeichnis in die gewünschte Partition. Mit dem Optionstastentrick können Sie übrigens sehr einfach beliebig viele Fotobibliotheken verwenden.

    iTunes: An welcher Stelle haben Sie die "Berechtigungen für iTunes" freigegeben? Podcasts landen im Unterordner "Podcasts" des Ordners "iTunes Music". Der vollständige Pfad:

    ~/Music/iTunes/iTunes Music/Podcasts.

    Dort müssen, zumindest für Ihren Benutzer, Lese- und Schreibrechte eingetragen sein, und zwar sowohl im Podcast-Ordner wie auch in allen Unterordnern. Sie können die Berechtigungen über den Info-Dialog des Finders kontrollieren und vergeben: Ablage | Informationen, und dann der Abschnitt "Sharing und Zugriffsrechte".

    Was an dieser Stelle gerne empfohlen wird, ist das Reparieren der Zugriffsberechtigungen, zu finden im Festplatten-Dienstprogramm, darin "Erste Hilfe", und dann die Schaltfläche "Zugrifffsrechte des Volumes reparieren". Es handelt sich dabei um die universelle Methode zur Behebung von Berechtigungsproblemen. Im vorliegenden Fall allerdings würde dies nichts helfen, denn die Erste Hilfe repariert ausschließlich die Berechtigungen von System- und Programmordnern, also beispielsweise /System, /Library, /Applications, etc. Die Rechte an den privaten Daten von Benutzern werden indes niemals repariert.

    Wenn Sie aber dennoch keine Lust verspüren, Ihre "verbogenen" Berechtigungen manuell geradezuziehen, dann können Sie folgendes versuchen: starten Sie von der 10.5-Installations-DVD und wählen Sie Deutsch als Sprache im ersten Dialog. Danach finden Sie in der Menüzeile das Menü "Dienstprogramme" und darin u. a. den Eintrag "Kennwörter zurücksetzen". Wählen Sie im erscheinenden Aufklappmenü Ihren Benutzer aus. Ganz unten im Fenster sehen Sie dann den Punkt "Berechtigungen und ACLs im Homeverzeichnis zurücksetzen", eine neue Option in 10.5, die die bekannte Rechtereparatur des Festplatten-Dienstprogramms ergänzt. Möglicherweise wird Ihr iTunes-Problem auf diese Weise ganz ohne manuelle Eingriffe behoben.

    Allerdings fällt mir gerade auf, dass Sie FileVault verwenden: in diesem Fall kommt das "Kennwörter zurücksetzen"-Programm nicht an Ihre Daten heran, und Sie müssen wohl doch von Hand ran...

    Time Machine: Die Erstsicherung dauert beinahe beliebig lange, da Time Machine praktisch den gesamten Inhalt Ihrer Festplatte sichert. Zehn bis zwölf Stunden sind, abhängig vom Füllgrad Ihrer Festplatte, keine Seltenheit. Verwenden Sie vielleicht auch noch Time Capsule als Sicherungsmedium? Dann sichern Sie über WLAN und dürfen gleich noch ein paar Stunden hinzurechnen...

    Lassen Sie die Sicherung einfach durchlaufen; die Folgesicherungen schreiben dann nur noch inkrementell Ihre letzten Änderungen weg, was üblicherweise nur Minuten dauern sollte, da Time Machine einmal pro Stunde sichert, sodass sich nicht allzu viele Änderungen anhäufen können.

    Im Falle von FileVault ergibt sich indes eine Besonderheit. Um das zu verstehen, müssen Sie wissen, was FileVault eigentlich genau ist bzw. macht. FileVault verschlüsselt Ihren gesamten Privatordner. Da das Mac-OS-Dateisystem (Mac OS Extended) keine Verschlüsselung kennt, setzt FileVault Disk-Images ein, bei denen nämlich eine Option zur Verschlüsselung existiert. D. h. ihr ehemaliges Privatverzeichnis wird beim Erstellen des FileVaults in ein verschlüsseltes Disk-Image umgewandelt. Dieses Disk-Image ist also eine einzige Datei, die Ihr gesamtes Privatverzeichnis enthält. Sie wird bei der Benutzeranmeldung automatisch aktiviert ("gemountet"), und Sie als Anwender merken von der ganzen Sache eigentlich nichts. Wenn Sie Ihrem Privatverzeichnis Dateien hinzufügen, dann wächst das FileVault-Disk-Image nach Bedarf mit ("Sparse Image", d. h. "mitwachsendes Image") und kann folglich beliebig groß werden.

    Das Problem ist nun, dass Time Machine regelmäßig nach geänderten Dateien sieht und alles, was sich geändert hat, ins nächste Backup schreibt. Selbst wenn Sie sich nur kurz anmelden und in Ihrem Privatverzeichnis nur winzige Änderungen vornehmen, wird Time Machine Ihr FileVault-Disk-Image als geändert erkennen und es komplett wegschreiben. Im Extremfall könnten dabei einmal pro Stunde mehrere zig Gigabyte anfallen, d. h. Ihr Sicherungsmedium wäre binnen kürzester Zeit voll.

    Daher verwendet FileVault einen besonderen, in 10.5 neu eingeführten Disk-Image-Typ ("Sparse Bundle Image"): was vorher eine große Image-Datei war, ist jetzt tatsächlich ein Ordner, in dem tausende winziger Dateien ("Bands") liegen. Apple hat also gewissermaßen das Disk-Image in viele kleine "Bänder" zerschnitten. Vorteil: wenn Sie nur wenige Änderungen an Ihren Daten vornehmen, dann ist nicht eine riesige Image-Datei geändert, sondern nur eine Hand voll kleiner "Bands", und auch nur diese müssen von der Time Machine gesichert werden.

    Der Nachteil besteht nun darin, dass die Sicherung erst dann statt finden kann, wenn Sie sich als FileVault-Benutzer abmelden. Denn solange Sie angemeldet sind, kann Time Machine nicht wissen, welche Ihrer Dateien im Privatverzeichnis gerade in Verwendung sind, da von außen ja nur die "Bands", aus denen sich das FileVault-Disk-Image zusammensetzt, sichtbar sind. Wenn Ihre inkrementellen Sicherungen also sehr lange dauern, dann haben sich über den Tag vielleicht sehr viele Änderungen angehäuft, die dann abends, wenn Sie sich abmelden, abgearbeitet werden müssen.

    Generell gilt, dass Sie besonders große Dateien sinnvollerweise aus Ihrem Privatverzeichnis an einen anderen Ort verschieben sollten, der von Time Machine nicht erfasst wird. Dazu finden Sie in den Time-Machine-Systemeinstellungen unter "Optionen" die "Nicht sichern"-Liste. Ich habe für solche Zwecke den Ordner "Benutzer | Für alle Benutzer" auf diese Liste gesetzt. Ein besonders gravierendes Beispiel stellen die von Virtualisierern wie Fusion oder Parallels verwendeten Disk-Images für virtuelle Windows-Maschinen o. ä. dar, die rasch einige Gigabytes groß werden können und sich gleichzeitig bei jedem Start des virtuellen Systems verändern. Dergleichen sollten Sie in jedem Fall von der Time-Machine-Sicherung ausnehmen und "von Hand" sichern.

    So, das war eine Menge Text für Sie zum Lesen. Ich hoffe dennoch, ein wenig zu Ihrer Illumination beigetragen zu haben.

    Viele Grüße
    Thomas Endfellner
  • Clemens Claus Höbarth
    Clemens Claus Höbarth
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  • Clemens Claus Höbarth
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    Re^2: Detailfragen zu iPhoto, iTunes und Timemachine
    Hallo Hr. Endfellner,

    also erstmal danke für die sehr, sehr ausführliche Beschreibung. Und ja, Asche über mein Haupt, ich meinte natürlich iPhoto und nicht iMovie. Hab das wohl in der Hitze des Gefechtes durcheinander gebracht.... ;o)

    Nach dem ich mein iPhoto Library nun in die Media Partition verschoben habe, bin ich ganz guter Dinge, dass auch die Sicherung schneller von statten geht. Weil, wie schon vermutet, verwende ich TimeCapsule zum sichern meiner Daten und auch als WLAN Hotspot. Kann also getrost behaupten, dass Problem 1 und 3 gelöst sind.

    Bei iTunes ist die Sache diffizieler. Offensichtlich hat meine Firewall etwas dagegen, dass ich mir Podcasts bzw. Lieder aus dem iTunes Store hole. Erhalte dann die Fehlermeldung: keine entsprechnede Zugriffsrechte für diesen Vorgang zu besitzen. Außerdem soll ich die eingegebene URL bzw. Verbindung überprüfen. Beim Download des Musikstückes ist außerdem noch err = -5000 vermerkt. Damit fange ich natürlich recht wenig an.... ;o)
    Eigentlich funktioniert meine Internetanbindung ohne Probleme...

    Weiß hier jemand Hilfe?


    Gruß, Il Falco