Arabian Countries: Business + Jobs
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Amor Ben Hamida Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Aufruf an alle Araber/innen in Europa
Offener Brief an alle Araber in Europa
Liebe Brüder und Schwestern
Unsere Länder stehen vor einem entscheidenden Moment der Geschichte, und unsere
Landsleute an einer Kreuzung: die eine Richtung weist in Freiheit, Demokratie und
Menschenwürde, Dieser Weg ist steinig, steil und unberechenbar. Die andere Richtung
zeigt zurück in die Versklavung, Demütigung und Unterdrückung.
Damit der einfachere Weg zurück nicht begangen wird, braucht es uns: Marokkaner,
Algerier, Tunesier, Libyer, Ägypter, Jordanier, Yemeniten, Qatari, Omanis, Saudis,
Syrier und andere, die mit ihren eigenen Mitteln und Methoden diese Revolte und
diesen Wunsch von Freiheit und Selbstbestimmung unterstützen.
Wir sollten die Jammerer- und Bettlerhaltung endlich aufgeben und aufhören, auf
westliche Hilfe zu warten. Diese wird kommen. Aber sie wird auf sich warten lassen,
denn es braucht langwierige Verhandlungen und Staatsverträge, bis der Westen
unsere dringend benötigten finanziellen Hilfen freigibt. Und diese werden teuer sein.
Allein der Flüchtlingsstrom aus Libyen in Richtung Tunesien ist ein schwer wiegendes
Problem für die lokale, schon ohnehin arme Bevölkerung: sie teilt, was sie hat mit den
Brüdern und Schwestern, die auf der Flucht vor Söldnern alles verloren haben. Die
Armut steigt immer nach einer Revolution. Die Arbeitslosigkeit auch. Das ist der Preis
für Freiheit und Demokratie. Und das ist auch oft der Grund, warum aus Revolutionen
nichts Gutes wird: die mangelnde Geduld, bis Reformen greifen, kann zu Kontra-
Revolutionen führen und zu größerer Repression!
Wenn wir das verhindern wollen – mit „wir“ meine ich uns im Westen lebenden Araber
– dann können wir eine sofortige Hilfe leisten. Wie geht das? Ich wurde in letzter Zeit
oft von europäischen Freunden und von verzweifelten Nordafrikanern gefragt, wie sie
denn ihrem geliebten Ferienort oder ihrer Heimat helfen können.
Nichts ist so schnell und wertvoll wie die direkte Hilfe: es geht wortwörtlich um heute,
morgen und übermorgen. Die internationalen Hilfswerke werden noch genug zu tun
haben und werden auch Mittel sammeln können. Was wir sofort tun müssen ist, den
Menschen mit Geld zu helfen, ihre akute, jetzige Not zu lindern. Jede und jeder von uns
hat Familie, Freunde, Nachbarn, Bekannte in ihrer oder seiner ihrer Heimat. Und wenn
sie auch ganz abgelegen wohnen, Western Union hat in allen Ecken der Welt eine
Filiale. Es geht im Moment nicht um langfristige Projekte, sondern um das nackte
Überleben. Und das sichert man nur durch rasche, unbürokratische, direkte Verteilung
von Geld!
Sammelt unter euren europäischen Freunden. Und erklärt ihnen: schon zehn Euro
erlauben es einer Familie in weiten Teilen unserer Welt einige Tage zu essen! Schickt
das Geld direkt an vertrauenswürdige Bekannte oder persönlich an die Bedürftigen.
Fehlen euch solche Personen, dann an die Gemeinde, die vor allem im Süden die
ägyptischen, libyschen und anderen Flüchtlinge und die heim geflohenen Tunesier
versorgen muss.
Oder aber: nehmt einen Flug. Geht hin und verteilt das gesammelte Geld mitsamt
eurem Beitrag an die Menschen an Ort und Stelle.
Zeigen wir Flagge!
Schauen wir nicht nur in den Medien und Social Networks zu und
schütteln den Kopf. Unsere Landsleute brauchen uns. Sie haben diese Länder nicht nur
für sich, sondern auch für uns Millionen von Arabern im Ausland befreit. Wenn sie mit
ihrem Blut zahlen, sollten wir mindestens mit Euro, Dollar und Franken versuchen, die
Wunden zu heilen!
Assalamu aleikung
Mit besten Grüssen!
Amor Ben Hamida
http://www.benhamida.ch
Amor Ben Hamida, geboren 1958 in Medenine (Süd-Tunesien), lebt und arbeitet in
Zürich. Er wuchs im Kinderdorf Pestalozzi, Trogen, auf, wo er mit Kindern aus
verschiedenen Nationen, Religionen und Sprachen zusammen gelebt und schöne
Kindheitserinnerungen behalten hat. Sein Leben wurde durch diese Erfahrung von
Toleranz und multikultureller Umgebung geprägt. Er gibt seine Erfahrungen mit
Integration in Büchern, Referaten und Lesungen weiter. Amor Ben Hamida führt seit
Jahren ein kleines Hilfsprojekt mit dem Namen „Projekt Medenine“ und unterstützt
damit jährlich einige benachteiligte Familien in seiner Heimatstadt.
https://www.xing.com/net/hilfsprojekt/
- 28 Feb 2011, 09:37 am
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Ingo Potsch Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Aufruf an alle Araber/innen in Europa
Spenden hilft einen Moment lang.
Spenden ist vielleicht auch die ethische Loesung fuer ein dringendes Problem.
Spenden wird von vielen Religionen als gut betrachtet.
Aber:
Investieren hilft langsfristig, ein Land und sein Volk auf eigene Beine zu stellen.
Investieren verhilften dem Land und dem Volk zu dauerhaftem Einkommen.
Investieren ist anders als Spenden indem es einen Wertzuwachs beinhaltet.
Spenden ist ethisch und moralisch gut.
Kaufen oder investieren ist wirtschftlich gut.
Zurzeit ist die oben beschriebene direkte Hilfe eine gute Sache.
Fuer eine laengere Zeit kann das aber nicht ausreichend sein.
Spendet man z.B. 100 Euro, dann sind 100 Euro weg,
Kauft man etwas fuer 100 Euro, dann bekommt man etwas im Gegenwert von 100 Euro und der Verkaeufer bzw. Hersteller bekommt 100 Euro.
Also:
Wenn die direkte, akute Krise vorbei ist, dann ist es besser, in den betroffenen Laendern zu investieren und/oder Dinge von dort zu kaufen, ja sogar dort Urlaub zu machen.
Es ist falsch su sagen:
"Oh, dan kann man ja keinen Urlaub mehr machen, da isst man den Leute ja das wenige weg, was sie haben".
Im Gegenteil, wer in den Urlaub in ein vom Schicksal geschlagenes Land kommt, der hilft beim Aufbau mit.
So einfach kann es dann auch wieder sein.
- 17 Mar 2011, 10:54 am
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Amor Ben Hamida Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Aufruf an alle Araber/innen in Europa
ABSOLUTELY !
die einzige, langfristig sinnvolle Methode ist INVESTIEREN..........
Amor
- 17 Mar 2011, 12:04 pm
