Archäologie

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  • Ralf Backes
    Ralf Backes    Premium Member
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    Heilquellen & Heilige Quellen
    Hallo zusammen,

    hat sich schon mal mit dem obigen Thema auseinander gesetzt?

    In unserem Nachbardorf gibt es einen Augenborn auf der Gemarkung "in der Silz". Angeblich hat dieses Quellenwasser Heilkraft, besonders bei Augenleiden und Augenverletzungen.

    Nach Rückkfrage biei unserem Geleogischen Landesinstitut handelt es sich um ganz gewöhnliches Quellwasser ohne erhöhte Salzwerte oder andere Zusätze (Schwefel, Eisen, usw.).

    Da wir aber, Nordsaarland, zum Kernland der Kelten gehören habe ich eher den Verdacht, dass es sich um ein altes Quellheiligtum bzw. heilige Quelle handeln könnte. Leider wurden bisher noch keine Wiehehorte gefunden. Man auch auch noch nicht danach gesucht.

    Kennt jemand aus seinem Umfeld eine ähnliche Quellenlage?

    Ralf Backes
  • Till Münnich
    Till Münnich
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    Re: Heilquellen & Heilige Quellen
    Hallo Herr Backes,

    Ralf Backes schrieb:
    In unserem Nachbardorf gibt es einen Augenborn auf der Gemarkung "in der Silz". Angeblich hat dieses Quellenwasser Heilkraft, besonders bei Augenleiden und Augenverletzungen.
     
    Kennt jemand aus seinem Umfeld eine ähnliche Quellenlage?

    Auf anhieb würden mir 3 christliche Heiligtümer in unserer Umgegend (mittlerer Schwarzwald) einfallen, die zur Heilung von Augenleiden als wirksam erachtet wurden.
    Als erstes die Wallfahrtskirche in Triberg: http://www.triberg-kirchen.de/kirchen/de/wallfahrtskirche.ht...
    die aber durch ihre recht spät einsetzende Wallfahrtstätigkeit eher kein älteres Heiligtum zu tradieren scheint.
    Dann, nicht weit davon entfern, die sog. Laubwaldkapelle auf der Gemarkung Schonach. Bei der die Wallfahrt zu Heilung bei Augenleiden durch die Obrigkeit (zugunsten Tribergs) versucht wurde zu unterdrücken. Auch hier ist eine Quelle im 17. Jahrhundert entsprechend durch Wundertätigkeit aufgefallen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
    Als drittes kommt mir noch die Augen-, oder Augenmooskapelle bei Mönchweiler in den Sinn. Hier könnte ich mir eine längere Tradition vorstellen, wobei mir geschichtliche Fakten zu dem Bauwerk fehlen.
    Im Gegensatz zu den beiden vorgenannten steht hier auch nicht eine Quell-Fassung neben der entsprechenden Kirche, sonder befindet sich die Quelle unter dem Altar und speisst einen Schöpfbrunnen auf der Nordseite der Kapelle. Interessant für Ihre Batrachtung erscheint dann noch, daß nur 1500 Meter nordwestlich gelegen alemannische Gräber ergaben wurden (genaue Datierung ist mir unbekannt). Die Gewannbezeichnung bei diesen lautet Bösen-Bühl (Gewannbezeichnungen tragen meiner Meinung nach sehr viel geschichtliche Informationen, oder geben Hinweis auf "verdächtige" Plätze).
    Nördlich schließt sich das Gewann Ebenhausen an, daß wohl auch eine abgegangene Siedlung in diesem Bereich benennt, zumal die Endung -hausen auf die älteren Siedlungsnamen in unserer Region hinweisen.

    Viele Grüße
    Till Münnich