Architekturtheorie heute

Architekturtheorie heute

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    Dirk Krutke
    (not a XING member)
    Und doch, können wir damit wirklich umgehen? Es entstehen Straßenfluchten, in denen eine Gründerzeitreplik zeitgleich neben ein "zeitgenössisches" Haus gebaut wird. Und nun wird noch ein Neoklassizistischer Komplex im Anschluss folgen. Pluralismus. Alles geht. Nur was tun wir den Menschen damit an? Bekommen wir vielleicht ein Problem mit dem was Architektur eigentlich zu schaffen versucht? Lebensraum schaffen, Orientierung geben und Identität schaffen. Alles Anforderungen an die Architektur, wie man sie immer wieder in den Debatten findet. Nur welchen Halt können wir dem in diese Welt geworfenen Individuum geben, wenn wir ihm an jeder Ecke ein anderes Bild davon liefern, was seine Welt heute ist. Wie können wir dem entfremdeten gemeinen Bürger eine Heimat bauen, wenn er hin und her gerissen wird zwischen Idealen der Vergangenheit, und dem Blick in die Zukunft.
    Oder brauchen wir eine Konsistenz in der Architektur nicht? Sollten wir gerade die breite Vielfalt anbieten, damit sich der Mensch darin findet und selbst positioniert. Sind all die Annahmen falsch, dass der Mensch die gebaute Umwelt braucht, um sich zu konditionieren. Ist denn nun Architektur Gesellschaft bildend oder doch nur eine Disziplin in der sich die Experten untereinander feiern und selbst begründen, während der Rest der Welt halt in dem Wohnt, was da ist, ohne es zu reflektieren.
    Architektur, Disziplin mit Einfluss oder einflussloses selbst referenzielles Machwerk?

    Gruß

    Dirk