Augenoptik

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  • Rainer Jarck
    Rainer Jarck    Group moderator
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    Die bösen Augenoptiker? Hören Sie auf zu jammern. Arbeiten Sie für Ihren Erfolg!
    Moin!

    Solange es noch Zeit gibt, solche pauschalen Themen zu besprechen ist ja alles gut, oder? Was ist denn das Problem? Ich glaube, dass zu viele Optiker hoffen: "Das wird schon irgendwie." Ging ja auch in der Vergangenheit irgendwie.

    Ich halte diese Einstellung - gelinde gesagt - für Blödsinn. Die Augenoptik ist seit Januar 2004 im Einzelhandel angekommen. Seit dem Zeitpunkt holen die Kunden kein "gefühltes Guthaben" mehr ab. Sie kaufen. Oder eben nicht.

    Und was erzählen mir viele Optiker: ich muss alle Kunden ansprechen. Der Kunde muss dies, der Kunde muss das. Blödsinn! Nicht der Kunde muss, nicht der Glaslieferant muss, nicht der Fassungslieferant muss und die Einkaufsgruppe schon mal gar nicht. Sie - wenn Sie als geneigter Leser Augenoptiker mit Standorten sind - Sie müssen!

    Sie müssen eine Perspektive erarbeiten, Ziele formulieren, Ihr Geschäft konsequent danach ausrichten, Fehler machen und daraus lernen und endlich keine Monate mehr verschenken. Sie brauchen eine geplante Anzahl an verkauften Brillen (ich lass die Linsen mal raus) . Dafür brauchen Sie Kunden. Die wollen gewonnen werden. Das ist Arbeit. Jeden Tag, jeden Monat, jede Stunde. Die Arbeit muss getan werden. Also, bitte jammern Sie nicht. Arbeiten Sie an Ihren formulierten Zielen. Erst wenn Sie Ziele haben wissen Sie, wann Sie was erreicht haben. Sie können die stärkste Marke in Ihrer Zielgruppe werden.

    Und fangen Sie jetzt bitte nicht an, mir zu erklären, dass im April Ostern ist (da ist der Kunde ja nicht da) , dass im Mai Pfingsten ist und das im Juli die Sommerferien beginnen, usw.

    Sie können es sich nicht leisten, jetzt nichts zu tun. Jede Woche, die Sie verlieren, fehlt Ihnen in der Summe auch bis zum Jahresende. Und glauben Sie nicht, was Sie in ERFA - Gruppen besprechen. Was in der Vergangenheit funktioniert hat, taugt nicht als Rückschluss für die Zukunft. Erfahrungen können ihre Perspektiven stark gefährden.

    Was nicht heißen soll, dass Sie sich nicht mit Kollegen austauschen sollen. Und das ist ja auch besser, wenn es dem Kollegen schlechter geht. Dann geht es mir zu recht ja auch schlechter ...

    Es gibt nicht die eine pausschale Lösung. Nicht den einen Fassungsprospekt, die eine Aktion. Es gibt nur Optiker ohne einen eigenen Plan. Und da verkaufen Anbieter und Einkaufsgruppen gnadenlos ihre Produkte rein und versprechen eine Sicherheit, die so nicht zu leisten ist. Die Verantwortung tragen Sie! Sie alleine!

    Denken Sie. Denken Sie neu. Lernen Sie "zukunft denken". Und machen Sie. Sie für Ihren Standort. Mit Menschen, die Sie weiter bringen und Sie unterstützen. Um das mal mit den Worten eines Fussballmanagers zu beschreiben: Sie sind nicht mehr auf einem Kindergeburtstag. Sie sind in der harten Welt, in der die aktiven Unternehmer Geld verdienen und die, die die Schuld immer auf den Markt und die Kunden schieben runter fallen.

    Und ehrlich, mir ist egal welches Auto Sie fahren wollen oder können. Mir ist nicht egal, wenn Sie Ihr Potenzial verschenken.

    Und jetzt stelle ich mal eine Behauptung auf: ich weiß wie Sie Ihre Ziele erreichen können. Ich habe es in den letzten Jahren immer wieder bewiesen. Bewiesen bei Augenoptikern, die gearbeitet haben. Die Mut hatten und die sich nicht gefügt haben. Optiker die stark sind. Optiker die sich als Unternehmer im Sinne des Wortes verstehen.

    Die ersten 5 Optiker, die sich trauen, besuche ich kostenfrei und unverbindlich für ein Gespräch in Ihrem Geschäft in Deutschland.

    Dann können wir arbeiten, wenn Sie es wirklich wollen. Wenn Sie langfristig denken und planen können.

    In diesem Sinne: machen Sie was daraus.

    PS: Wenn viele Angst haben und nichts tun, dann fallen Ihre Maßnahmen deutlich mehr auf, als in guten Zeiten!
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  • Michael R. Grunenberg
    Michael R. Grunenberg    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Re: Die bösen Augenoptiker? Hören Sie auf zu jammern. Arbeiten Sie für Ihren Erfolg!
    Hallo Herr Jarck,

    das ist ja eine richtige Ruck-Rede. Aber Scherz beiseite, Sie haben in vielem sehr recht.

    Die Augenoptik ist seit Januar 2004 im Einzelhandel angekommen. Seit dem Zeitpunkt holen die Kunden kein "gefühltes Guthaben" mehr ab. Sie kaufen. Oder eben nicht.
    Lassen Sie mich diesen richigen Satz um das Wort "spätestens" ergänzen, denn der Wettbewerb auf der Seite der Marktkommunikation ist ja schon viel älter. Nach drei großen "Reformen" sind nun aber auch die Erträge und Deckungsbeiträge zu kritischen Erfolgsfaktoren im Wettbewerb geworden. Und hier hat die Branche hinsichtlich der Kostenstrukturen, des Managements und des Controllings Nachholbedarf.

    Das Augenmerk auf allein Marketing und Werbung zu legen, könnte sich für viele als fataler "Kurzsprung" erweisen. Und hier kann ich nur unterstützen, was sie sagen:

    Sie müssen eine Perspektive erarbeiten, Ziele formulieren, Ihr Geschäft konsequent danach ausrichten, Fehler machen und daraus lernen und endlich keine Monate mehr verschenken.
    Der AO-Markt ist in einem schnellen Umbruch, der nichts mit der aktuellen Finanzkrise zu tun hat.
    Nach einer neueren Studie werden bis 2012 nur noch knapp 43 Prozent des Marktes von Handwerksbetrieben gehalten werden, währen 49 Prozent bei den großen Filialisten liegen wird und der Rest bei "anderen".
    Die Frage wird sein: Wer sind die handwerklich orientierten Betriebe, die übrigbleiben?

    Ich sage: Diejenigen, die sich betriebswirtschaftliche Kompetenz schaffen. Dazu gehören Kosten- und Erlösstrukturen, Preisfindung, Sortimentsstrategie, Personalwirtschaft, Einkauf und Marketing.

    Mut und Kalkül sind die Stärken des Unternehmers. Den Mut sollte er selbst mitbringen, beim Kalkül kann er sich von einem der in der Augenoptik erfahrenen Berater helfen lassen. Mein Tip: Der Augenoptiker sollte Berater meiden, die kein kostenloses Erstgespräch wie Sie und ich anbieten.

    herzliche Grüße,
    Michael R. Grunenberg
  • Rainer Jarck
    Rainer Jarck    Group moderator
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    Re^2: Die bösen Augenoptiker? Hören Sie auf zu jammern. Arbeiten Sie für Ihren Erfolg!
    Vielen Dank!

    Hoffentlich können wir - zusammen- etwas auslösen. Noch ist Zeit, etwas zu unternehmen.

    Gruß

    Rainer Jarck