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  • Re^3: Bod-Gutscheine 12 Aug 2009, 7:05 pm

    Liebe Ulrike,

    mal abgesehen vom Layout: auch Marketing, Pressearbeit und Vertrieb spielen eine wichtige Rolle im Autorenleben. Oder sollten sie zumindest spielen und sind oftmals von einzelnen Autoren nicht zu leisten. Es gibt günstigere Möglichkeiten für einen Autor, sich veröffentlicht zu sehen. Ich glaube daran, dass Talent sich durchsetzt. Ohne DKZV, ohne Tschibo-Gutscheine und Co.

    Sommergruß

    Simone
  • Re^4: Bod-Gutscheine 21 Oct 2009, 11:13 am

    Hallo Simone,
    ich sehe das genauso, der Weg ist steiniger, wenn man sein Ziel ohne DKVZ erreicht, dann ist etwas besonderes.
    Deshalb werde ich meinen Preis den ich gewonnen habe nicht einlösen, ein Gutschein von BoD.
    LG Kerstin
  • Re^5: Bod-Gutscheine 04 Nov 2009, 07:50 am

    Natürlich kann jeder DKZV oder BoD veröffentlichen, wie er/sie gerade lustig ist. Jeder muss selbst wissen, ob er sich als Autor verstehen will, der für seine Arbeit bezahlt wird oder als Autor, der auch noch für seine Arbeit Geld selbst bezahlt.

    Wer mal wissen möchte, wie ein Test von Tom Liehr und anderen renommierten Autoren, mit den DKZV ausgegangen ist, der sollte wirklich diesen Bericht lesen.

    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,645279,00.html

    Ich selbst habe auch schon BoD-Bücher gelesen und alleine mit den Schreibfehlern hätte man Wände tapezieren können, ganz zu schweigen vom Spannungsaufbau.
    Sachbücher habe ich ein paar gefunden, die jedoch sehr gut geschrieben waren, aber da ging ich auch davon aus, dass der Autor genug Rechtschreib- und Aufbaukenntnisse hatte. Studium, seit Jahren Coach, bzw. eine andere war lange Jahre in sehr hoher Position in der IT-Branche.

    Ich lerne viele Verlagsleute kennen und weiß daher, dass man Autoren, die BoD oder DKZV veröffentlicht haben, bei den Verlagen nicht gerade ernst nimmmt. Ich kenne sogar Beispiele, wo Autoren schon fast einen Vertrag mit einem renommierten Verlag unterzeichnet hätten, der Verlag aber herausbekam, dass die Autorin BoD veröffentlicht hatte und der Verlag somit kurz vor Vertragsunterzeichnung vom Vertrag zurücktrat.

    Als Autor sollte man sich also gut überlegen, in welche Richtung man gehen möchte und wie das eigene generelle Ziel aussieht. Wie will ich, dass ich von außen (sprich Autoren und Verlage) wahrgenommen werde? Was ist mein primäres Ziel?

    Reicht es mir, wenn meine Oma sagt: "Och, das Buch hast du aber schön geschrieben. So ein schöner Einband."

    Oder will man sich in der Verlagswelt aufstellen? Eine wichtige Frage, die von vielen vergessen wird, sich selbst zu stellen.
    Und ich selbst komme oft damit in Berührung, dass "Autoren", die ihr erstes Buch veröffentlicht haben, denken, es ist normal, dass man Geld für sein Buch bezhalt. Sie haben dann natürlich DKZV oder BoD veröffentlicht und sie fallen dann aus allen Wolken, dass sie "Lehrgeld" bezahlt haben. Sie wussten schlichtweg nicht, dass man als Autor Geld bekommt und es nicht bezahlet.

    Als Autor verdient man Geld und das ist wie bei jedem anderen Beruf auch.

    Aber wie gesagt, jeder muss selbst wissen, wo man veröffentlicht. Wenn es einem reicht, dass man sein eigenes Buch gedruckt sehen will, auch wenn man dafür Geld bezahlt, dann ist das für denjenigen ok. Nur sollte man vielleicht auch wissen, dass man auch noch die Möglichkeit hat, dass man Geld für sein Buch erhält.

    Aveleen
  • Re^6: Bod-Gutscheine 06 Nov 2009, 11:26 am

    Liebe Aveleen,

    Dein Vortrag über BoD und DKZV spricht mir völlig aus dem Herzen. Wer ernst genommen werden will als Autor wählt den steinigen Weg.;-)
    Ein interessantes Beispiel habe ich auch noch. Einen Autorenkalender 2010 habe ich mir gegönnt, der ist sehr spannend. Man kann die Rico Beutlich Aktion nachlesen. Zwei bekannte Mitglieder aus dem VS Schriftstellerverband stellen dar, wie wenig man einen DKZV ernst nehmen kann. Diese beiden haben ein Monsterwerk erschaffen, ein Expose´des Grauens und ein Anschreiben der Peinlichkeit, die meisten dieser Verlage boten einen Vertrag. Ich habe beim lesen einen Spaß gehabt. Die Autoren haben somit der Öffentlichkeit gezeigt wie wenig die Qualität in solchen Verlagen zählt.-Das Geld von dem Autor ist Ihnen wichtig, mehr nicht, so kam es in der Rico Beutlich Aktion rüber.
    Ich finde der Kalender ist kein rausgeworfenes Geld, er enthält für uns Autoren wertvolle Tipps.
    Ist es nicht schade, wenn ein guter Autor später wegen dieser Unkenntnis keine Arbeit mehr bekommt?

    LG Kerstin
    This article was modified on 06 Nov 2009 at 11:29 am.
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