Natürlich kann jeder DKZV oder BoD veröffentlichen, wie er/sie gerade lustig ist. Jeder muss selbst wissen, ob er sich als Autor verstehen will, der für seine Arbeit bezahlt wird oder als Autor, der auch noch für seine Arbeit Geld selbst bezahlt.
Wer mal wissen möchte, wie ein Test von Tom Liehr und anderen renommierten Autoren, mit den DKZV ausgegangen ist, der sollte wirklich diesen Bericht lesen.
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,645279,00.htmlIch selbst habe auch schon BoD-Bücher gelesen und alleine mit den Schreibfehlern hätte man Wände tapezieren können, ganz zu schweigen vom Spannungsaufbau.
Sachbücher habe ich ein paar gefunden, die jedoch sehr gut geschrieben waren, aber da ging ich auch davon aus, dass der Autor genug Rechtschreib- und Aufbaukenntnisse hatte. Studium, seit Jahren Coach, bzw. eine andere war lange Jahre in sehr hoher Position in der IT-Branche.
Ich lerne viele Verlagsleute kennen und weiß daher, dass man Autoren, die BoD oder DKZV veröffentlicht haben, bei den Verlagen nicht gerade ernst nimmmt. Ich kenne sogar Beispiele, wo Autoren schon fast einen Vertrag mit einem renommierten Verlag unterzeichnet hätten, der Verlag aber herausbekam, dass die Autorin BoD veröffentlicht hatte und der Verlag somit kurz vor Vertragsunterzeichnung vom Vertrag zurücktrat.
Als Autor sollte man sich also gut überlegen, in welche Richtung man gehen möchte und wie das eigene generelle Ziel aussieht. Wie will ich, dass ich von außen (sprich Autoren und Verlage) wahrgenommen werde? Was ist mein primäres Ziel?
Reicht es mir, wenn meine Oma sagt: "Och, das Buch hast du aber schön geschrieben. So ein schöner Einband."
Oder will man sich in der Verlagswelt aufstellen? Eine wichtige Frage, die von vielen vergessen wird, sich selbst zu stellen.
Und ich selbst komme oft damit in Berührung, dass "Autoren", die ihr erstes Buch veröffentlicht haben, denken, es ist normal, dass man Geld für sein Buch bezhalt. Sie haben dann natürlich DKZV oder BoD veröffentlicht und sie fallen dann aus allen Wolken, dass sie "Lehrgeld" bezahlt haben. Sie wussten schlichtweg nicht, dass man als Autor Geld bekommt und es nicht bezahlet.
Als Autor verdient man Geld und das ist wie bei jedem anderen Beruf auch.
Aber wie gesagt, jeder muss selbst wissen, wo man veröffentlicht. Wenn es einem reicht, dass man sein eigenes Buch gedruckt sehen will, auch wenn man dafür Geld bezahlt, dann ist das für denjenigen ok. Nur sollte man vielleicht auch wissen, dass man auch noch die Möglichkeit hat, dass man Geld für sein Buch erhält.
Aveleen