Badminton

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  • Volker Knapp
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    Stimmung am Arbeitsplatz - Auf zum Sport!
    Stimmung am Arbeitsplatz - Auf zum Sport!
    Fit am Arbeitsplatz
    Ist der Chef im Stress, haben die Mitarbeiter wenig zu lachen. Doch jetzt zeigt eine Studie: Chefs,
    die Sport treiben, gehen mit den Mitarbeitern fairer um.

    Ob James Burton und sein Team von der Northern Illinois University einen gestressten Chef hatten, wissen wir nicht. Gedanken über ein besseres Arbeitsklima haben sie sich trotzdem gemacht. Die Wissenschaftler untersuchten, welchen Einfluss Aktivitäten aller Art auf das Miteinander in der Firma haben. Dazu befragten sie 98 MBA-Studenten und ihre direkten Vorgesetzten. Das Ergebnis: Wenn der Chef Ihnen das Leben schwer macht, Sie in Meetings bloß stellt und jede Gelegenheit nutzt, Sie unterzukriegen - dann schicken Sie ihn ins Fitness-Studio. Denn Sport schafft hier ganz klar Abhilfe.

    Chef-Stress wird zum Stress der Mitarbeiter
    Die hohen Leistungsanforderungen im Berufsleben lassen gestresste Chefs heutzutage als Normalität erscheinen. Doch heißt das, dass die den eigenen Druck an die Mitarbeiter weitergeben dürfen? Untersuchungen der zurückliegenden Jahre haben bereits gezeigt, dass Mitarbeiter häufig das Gefühl haben, sie würden den Stress des Vorgesetzten zu spüren bekommen. Nicht jeder Chef agiert gleich und doch bleibt die Tendenz, Frustrationen in einen aggressiven Führungsstil umzusetzen.

    In der Studie aus Illinois bewerteten die Studenten beispielsweise, wie schlecht, ja manchmal sogar beleidigend ihr Chef sie behandelte. "Mein Supervisor bezeichnet meine Gedanken oder Gefühle als dumm" oder "Mein Supervisor macht mich vor anderen fertig" und ähnliches waren keine Seltenheit unter den Studentenantworten. Sie häuften sich vor allem bei Chefs, die angaben "Mein Job lässt mir wenig Zeit für anderes" oder "Ich habe zu wenig Zeit, um die Arbeit zu schaffen".

    Hauptsache Sport!
    Wo der Stressfaktor hoch ist, sehen sich die Mitarbeiter zudem häufiger in einer Opferrolle. Dies muss zwar nicht zwingend so sein. Weniger ausgeprägt war dieser Trend jedoch in Teams, wo der Chef zwar massiv gestresst war, aber doch versuchte, ihn über Sport abzubauen. Die Studie zeigt, dass schon ein oder zwei Tage pro Woche an sportlicher Betätigung ausreichen, um weniger negativ gegenüber den Mitarbeitern aufzutreten, den Frust weniger stark an ihnen auszulassen. Keine Rolle spielt demnach, ob der Vorgesetzte sich zum Joggen, Tennis oder Volleyball aufrafft.

    "Jede Art von sportlicher Aktivität hat offenbar Einfluss drauf, dass ein gestresster Chef seine Mitarbeiter besser behandelt", sagen Burton und sein Team, die ihre Studie im Journal of Business and Psychology veröffentlichten. "Unsere Studie verdeutlicht darüber hinaus, welche besondere Bedeutung dies hat, um das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeitern zu verbessern."

    Fitness- und Gesundheitsmanagement gefragt
    Firmen sollten deshalb in Erwägung ziehen, mit der Unterstützung von Fitnessprogrammen Motivation und Arbeitsklima zu stärken. Zudem würde das helfen, die gesundheitlichen Risikofaktoren bei Führungskräften zu minimieren. Immerhin ist jeder vierte Manager ein Burn-out-Kandidat. Drei Viertel der Chefs riskieren mittlerweile Herzkrankheiten durch ungesunde Lebensweise und zu wenig Bewegung.

    Hinzu kommt der finanzielle Faktor. Denn wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass gesunde, fitte Mitarbeiter weniger kosten. Sie verursachen weniger Fehltage und sind leistungsfähiger - auch und gerade im Top-Management. Ein sportliches Teamevent könnte zudem helfen, Spannungen auf beiden Seiten abzubauen, das steigert nachweislich Leistungskraft und Effektivität des Teams.