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  • Lukas Schwindt
    Lukas Schwindt    Group moderator
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    Storys von euren Auftritten
    Was habt ihr bisher so alles erlebt? Egal ob positives oder negatives..
    Ich will eure Storys und Erfahrungen..:-)

    Das uns einmal bei einem Gig abgelaufenes Bier hingestellt wurde ( die Etiketten wurden übermalt oder abgeschnitten ) ist nur eine von vielen Geschichten die zu berichten sind, denke ich, oder??

    Ich bin gespannt..

    Gruß, Lukas
  • Eric Seemann
    Eric Seemann
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    Re: Storys von euren Auftritten
    Dann mach ich mal den Anfang:

    Das ärgerlichste Erlebniss war bißher, dass uns ein Gig auf der letzten Tour in Dortmund zwei Stunden vorher abgesagt wurde, mit der Begründung der Laden sei geschlossen worden! War der Tarantula Club! Wir sind dann da hin und haben einen Gastwirt in einer Kneipe in der Nähe gefragt, der aber meinte, die vom Tarantula hätten den Abend vorher wohl nur zuviel gesoffen.

    Dafür sind wir von Nürnberg nach Dortmund, um am nächsten Tag weiter nach Berlin zu fahren. Der Gig war dafür aber klasse!
    Deshalb immer schön brav nen Vertrag machen :)

    Einms der netteren Erlebnisse war die Nacht auf der Bühne in nem kleine Laden in Bayern zu schlafen. Die haben sich so viel Mühe gemacht uns die Nacht so angenehm wie möglich zu gestalten und sich tausendmal entschuldigt, dass sie aus Geldmangel keine andere Möglichkeit hätten :) Uns hat jedenfalls nicht gestört...

    So nun her mit euren Geschichten...
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  • Lukas Schwindt
    Lukas Schwindt    Group moderator
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    Re^3: Storys von euren Auftritten
    YMMD.... :-D Wie geil ist das denn???

    Wer das noch toppen kann bekommt nen Virtuellen Orden....;-)

    Gruß, Lukas
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    Stefan Meinert
    (not a XING member)
    Re^4: Storys von euren Auftritten
    Einer meiner ersten Auftritte war der Schönste. Meine Stuttgarter Ska-Band hatte einen Gig bekommen in Tharandt bei Dresden. Nur Unkostendeckung, was für uns aber o.k. war - immerhin mussten wir nicht drauflegen.
    Also alle 11 Mann (sic!) los mit Bus und PKW, spät nachts in Tharandt angekommen, um auf der Studi-Fete zu spielen. Kaum hatten wir die Autos geparkt, ist eine Horde von Studenten auf uns zugestürmt und jeder hat uns alles aus der Hand genommen; noch nicht mal die Trompete "durfte" der Trompeter selbst tragen!
    Erstmal lecker essen: Gulasch mit Klößen. Alles selbstgekocht, versteht sich, und zwar sowas von lecker.
    Der Gig war klasse - zwar ein eher kleines Publikum mit knapp 100 Leuten, aber die Audience und auch die Band hatte einen Mords-Spaß. In der Turnhalle wurden Betten für uns aufgestellt und Bettzeug bereitgehalten.

    Wir haben uns gefühlt wie Könige - schließlich waren wir alle Hobbymusiker und standen ganz am Anfang.
  • Lutz Kürten
    Lutz Kürten
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    Re^5: Storys von euren Auftritten
    einen hab ichauch:

    So viel zu unserem Motto: "music for Your generation."

    Nun ja, Veranstaltungsgrund war eine Benefizveranstaltung zur Gründung eines Spendenvereins, der sich um das Wohlergehen von alten, pflegebedürftigen Menschen kümmert. Eine gute, noble Sache, wie wir finden.

    Austragungsort war dann auch dementsprechend das Foyer des Altenheims St. Elisabeth in Aachen und gleich zu Beginn sei gesagt, dass sich unsere wirklich netten und freundlichen Auftraggeber allerbestens um unser leibliches Wohl gekümmert haben. Von Kaffee über Bier bis Caipirinha und Holzfällersteak und vielem mehr, war alles in unbegrenztem Umfang da. Perfekt.

    Als unsere Sängerin Anja geschafft von der Arbeit am Austragungsort aufschlug, bot man ihr sogar die Möglichkeit, sich vor dem Gig noch ein wenig hinlegen und ausruhen zu können. Sie hatte die Wahl zwischen dem Aufbahrungsraum, von dem man uns aber versicherte, dass er leer sei und dem Bett der gestern verblichenen Frau K.. Hier versicherte man uns, das Bett sei aber frisch bezogen. Okay, Anja hat es dann vorgezogen, doch lieber wach zu bleiben.

    Ja, Kranken- und Altenpfleger sind in solchen Sachen nicht so zimperlich.

    Als sich dann die ersten Gäste unter Zuhilfenahme von Rollatoren und anderen Gehhilfen ins Foyer bewegten, bzw. gefahren wurden, kamen dann doch leichte Zweifel in uns auf, ob das mit uns denn alles so seine Richtigkeit hätte. Christian spielte zu diesem Zeitpunkt nur ein wenig leise Keyboard und wir hatten schon das Gefühl, gleich müsse der Notarzt anrücken. Auf diskrete Nachfrage hin versicherte man uns aber, dass sich das Durchschnittsalter noch erheblich senken würde.

    In der Tat wurde es, abgesehen von kleineren Hoppallas, ein ganz lustiger Abend und in jedem Fall eine ganz neue Erfahrung für uns. Unsere Auftraggeber waren sehr zufrieden wie sie uns versicherten und das ist doch schließlich die Hauptsache.

    Eine Frage beschäftigt mich aber doch. Wenn Frau K. weder im Aufbahrungsraum, noch in ihrem Bett ist; wo ist Sie dann? Ich werd es wohl nie erfahren……
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  • Lukas Schwindt
    Lukas Schwindt    Group moderator
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    Re^7: Storys von euren Auftritten
    Hehe...ich hoffe in den Cases ist nur Equipment.....;-)

    Aber ansonsten...sehr schöne Strory...

    Gruß, Lukas
    PS: Ich wäre auch wach geblieben glaube ich :-)
  • Michael Wordel
    Michael Wordel    Group moderator
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    Re^8: Storys von euren Auftritten
    Einen hätte ich da auch noch.
    Mit einer zu dem Zeitpunkt sehr jungen und gaaaanz am Anfang befindlichen Band, deren Management ich gerade übernommen hatte, fuhren wir zum ersten Auftritt "weit weg" - nach Flensburg.
    Da der erste Eindruck der Location vermuten ließ, dass keine übermäßige Werbung für unseren Auftritt stattgefunden hat, entschlossen wir uns, mit einem kurzen Auftritt in der Fußgängerzone noch etwas Eigenwerbung zu machen.
    Der Auftritt lief super und direkt danach sprach uns eine sehr nette Dame an, die anbot, bei zukünftigen Besuchen in Flensburg ihre Ferienwohnung zu nutzen.
    Wir waren auch tatsächlich noch mehrfach dort und hatten jedesmal ein Super-Quartier, beste Verpflegung und treue und begeisterte Fans, die jedesmal noch weitere Leute zu den Konzerten mitbrachten.
    So kann´s gehen.
  • Stefan Schmidt
    Stefan Schmidt    Premium Member
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    Re^9: Storys von euren Auftritten
    Na dann hätte ich auch nochmal eine kleine Geschichte, die zum Musikeralltag gehört:)

    Wir waren in Cuxhaven für einen Benefizgig gebucht und wollten uns zwecks Verladung des Equipments pünktlich um 16.00 Uhr am Proberaum treffen. Ich stieg also rechtzeitig in meinen Transporter und drehte den Schlüssel im Zündschloss. Doch nichts tat sich - kein Klicken vom Anlasser, keine Kontrolllämpchen, kein Radio. Mein Nachbar, ein redseeliger Rentner, gab mir Starthilfe und nagelte mir noch ein Schwätzchen ans Bein. Nachdem die Uhr im Nacken und die Schweißperlen auf der Stirn sassen, würgte ich Ihn ab und kam gegen 17.00 Uhr am Proberaum an. Zum Glück hatten die Jungs schon alles zusammengestellt, wir haben dann schnell verladen und fuhren die B 73 Richtung Cuxhaven.

    Auf der Fahrt stellte sich raus, dass keinem so richtig nach einem Auftritt war und ich dachte mir: "Das kann ja super werden!". Im Vorwege gab es noch mehr Pannen. Einer meiner Reifen verlor ständig Luft, auf der B 73 war wie immer ein Unfall mit Vollsperrung und wir hatten auf der halben fahrt einen gemächlichen 40-Tonner vor uns - keine Chance zum Überholen.

    Um 20.00 Uhr sollten wir auf der Bühne stehen und pünktlich um 19.41 Uhr waren wir in Cuxhaven. Nur stellte sich raus, dass man uns die falsche Adresse gegeben hatte und wir weitere 15 Minuten auf unseren Cityguide warten mussten.

    Endlich waren wir in der mit 500 Teenies, zwischen 12 und 17 Jahren, gefüllten Halle und ich dachte nur: "Aha, genau unser Publikum!" :-)

    Das Equipment wurde ausgeladen, wir haben noch schnell ein Bierchen geschlürft und dann sollte es auf die Bühne gehen. Plötzlich kam mein Gitarrist auf mich zu und fragte, wo seine Gitarre sei. Ich sagte, er soll mal hinter der Bühne bei unserem Zeug schauen. Doch da war sie nicht! Er schaute noch mal im Bully, doch da war sie auch nicht!

    Kurzerhand hat uns ein befreundeter Gitarrist seine Hölzer geliehen, sie sogar vorgestimmt usw. Normalerweise spielt man bei uns Paula, wie es sich für eine richtige Rock´n´Roll-Band gehört. Nun musste es eben eine BC Rich tun. Beim Linecheck stellte sich raus, dass der gestellte Bassamp so seine Macken hat und lustig vor sich hinzerrte. Die PAD-Schalter an den DI-Boxen für den Keyboarder waren auch nicht aktiviert und er zerschoss mit seiner Hammond fast die Monitoranlage.

    Mitten im Set riss unserem Gitarrist plötzlich eine Saite und er wechselte auf die andere Leih-Gitarre. Nachdem wir verduzzt etwas improvisierten und den Song beendeten, hat mich fast ein Lachkrampf gepackt. Unser Hackbrettspieler ist nicht der Längste und mit einem Mal hatte er eine pinkfarbene Explorer uns den Hals. Es war ein Bild für die Götter. Ich wußte nicht mehr, ob er mit der Gitarre spielte, oder die Gitarre mit ihm.

    Trotzallem war es ein gelungener Auftritt! Die Teenies wollten uns gar nicht mehr von der Bühne lassen. Einer hat sogar ein kleines Feuerwerk zu unseren Ehren entfacht, als er mit Feuerzeug und Spraydose bewaffnet sich anschickte, die Halle niederzubrennen.

    Zurück im Proberaum sahen wir die Paula verpackt und reisefertig in ihrer Ecke stehen.................
    This post was modified on 27 May 2008 at 04:14 pm.