BANKINGCLUB - ONLINE

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  • Helmut Muthers
    Helmut Muthers    Premium Member   Group moderator
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    Die Einwohnerzahl in Deutschland ist seit 2003 um rund 800.000 gesunken. Die Belegschaften altern, die Babyboomer gehen in den nächsten 15 Jahren in Rente.

    Für alle, die wissen wollen, welche Folgen der Bevölkerungsschwund und die dramatische Alterung der Gesellschaft für die Entwicklung der 413 Landkreise und kreisfreie Städte (Geschäftsgebiete regionaler Banken und Sparkassen) hat, sollten die Studie des Berlin-Instituts unbedingt lesen: http://bit.ly/eqDRWi. Die Zukunftsperspektiven sind nach Schulnoten bewertet und zeigen, wie hoch mancherorts der Handlungsbedarf ist.
  • Dr. Thomas Bittner
    Dr. Thomas Bittner    Premium Member
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    Lieber Herr Muthers,
    die Lage ist bzw. wird nicht nur in vielen Landkreisen oder Städten prekär. Der demographische Wandel manifestiert sich auch innerhalb der Banken selbst.

    Wir haben dazu eine Studie durchgeführt, die deutlich macht, dass viele Institute noch gar nicht richtig wahrgenommen haben, was da mitarbeitertechnisch auf sie zukommt. Während das Gesundheitsmanagement vielerorts schon fest etabliert ist, gibt es in Bereichen wie Personalentwicklung, Wissensmanagement und Führung noch vieles aufzuholen. Da sind selbst die Versicherer weiter.
    Man könnte fast meinen, dass das alles Kölner sind ("Et hätt no immer joot jejange."). Diesmal wird es aber richtig eng. Ganz besonders in strukturschwachen Gebieten.
    Für Interessierte der Link zum Studien-Pressetext: http://www.organomics.de/images/stories/PDFs/pressetextstudi...
    Viele Grüße (aus Köln) Thomas Bittner
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  • Helmut Muthers
    Helmut Muthers    Premium Member   Group moderator
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    Das was Sie beschreiben ist das eigentliche Dilemma. Die radikalen demografischen Veränderungen sind nichts Neues. Seit 1972 sterben in Deutschland mehr Menschen als geboren wurden. Seit 2003 sinkt die Einwohnerzahl und damit sinken auch die potenziellen Neukunden. Schon in wenigen Jahren haben wir mehr Berufsaustritte als Berufseintritte. Und so gibt es unzählige Daten, die unzweifelhaft erkennen lassen, dass sich in den Geschäftsmodellen der Banken uznd Sparkassen dringend etwas ändern muss. Leider gibt es keine Statistiken über die Geschäfte, die nicht gemacht werden. Dann wären wir vielleicht ein Stück weiter.
    Meine Empfehlung. Beginnen Sie sich mit den Konsequenzen der gesellschaftlichen Alterung zu beschäftigen und entwickeln Sie sich zum Experten für die älteren Kunden. Das hat Zukunft.
    Beste Grüße
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  • Helmut Muthers
    Helmut Muthers    Premium Member   Group moderator
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    Das ist doch super, dann sind doch erste Erfahrungen da. Nun kann ich Ihr Projekt von hier aus nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass die älteren Kunden heute völlig anders kaufen als früher und gänzlich anders als junge Kunden. Wird das nicht berücksichtigt, kann man leicht vieles falsch machen. Es liegt ganz oft an den sog. "Kleinigkeiten" - also z.B. an der Ansprache, Wortwahl, Anglizismen etc. "Alte" Strategien und Konzepte haben bei den Älteren ihre Wirkung verloren.

    Der Marktdruck ist eigentlich schon da, wird aber vielerorts einfach ignoriert. Viele Strukturvertriebe stellen gezielt über 50-jährige Mitarbeiter ein, die gezielt ältere Neukunden werben sollen. Die Deutsche Makler Akademie bildet "Zertifizierte Best Ager Berater" aus und viele andere Non- und Nearbanks fokussieren sich zunehmend mehr auf diese Zielgruppe. Der "Kampf" um Marktanteile ist bereits in vollem Gange.

    Ich habe 8 Jahre lang Banken saniert und kenne die Folgen, wenn Megatrends und Veränderungen der Kunden- und Kaufstrukturen nicht beachtet und in die Geschäftspolitik integriert werden.

    Zum Thema "Gold-Quelle 50plus" habe ich letzte Woche ein 20-seitiges Dossier fertiggestellt, in dem die wichtigsten Veränderungsbereiche dargestellt sind. Wenn Sie Interesse haben, senden Sie mir eine Mail an office@muthers.de