Bankrecht und Kapitalanlagerecht
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Enrico Weigelt(not a XING member)Re^2: Micro-Fonds / Micro-Anlagen
Alexander Stirzel schrieb:
Enrico Weigelt schrieb:
Hi,
Für ein derartiges Projekt arbeite ich seit 2 Monaten an einer Umsetzung, erster Prototyp erwartet im Herbst 2007, Betatests/Testbetrieb bis Ende des Jahres, Businessplan kann ich Ihnen auf Wunsch gerne offenlegen nach Gegenzeichnung eines NDA. (Kontakt mach ich Ihnen offen)
Ok. Bin dabei :)
Im Grunde ist die Kreditvariante nicht schlecht. Das Problem ist, dass er im Normalfall keine Finanzierung stellen kann, da die Innovationskraft folgende Probleme nicht löst:
- Kreditsicherheiten. Die Bank nimmt weder Patente (Sie finden einen
Wir brauchen / wollen keine Banken. Ob jemand Sicherheiten will, bleibt jedem
selbst überlassen. Das sind ledeglich Dinge, mit denen sich der Kapitalsucher
besser herausstellen kann. Wenn ich nicht so risikofreundig bin, dann gebt ich
lieber jemanden mit Haus etwas, als einem Hartz-4-Empfänger ;-P
Aber das muß dann jeder (Kapitalgeber) für sich selbst entscheiden.
ierung.pdf) als Sicherheiten an, noch können Sie "interessantes Konzept/gute Idee/gutes Team" als Sicherheiten anmelden
Sicher nicht bei den Banken. Aber bei bestimmten Menschen sicher schon.
Wenn mich ein Konzept und die dahinterstehende Person überzeugt, dann
steigt meine Investitionsbereitschaft.
- Fördermittelproblematik: der Teufel scheisst auf den größten Haufen, die meisten Fördermittel benötigen zur Antragsstellung mindestens EK-Parität. Auch regionale Fonds, Sparkassen und andere miesen Finanzzecken bleiben vom Seedbereich Konsequent weg. Wenn Sie dort fragen, erhalten Sie als Mittelloser stets die Antwort "Förderung durch öffentliche Hand (dann sozusagen als blackbox[TM], denn näheres kann Ihnen dazu von den Experten der Banken auch nicht gesagt werden...)". - Förderung durch die öffentliche Hand: Die sieht ebenso aus, dass Ihnen grundsätzlich kein Kapital zur Verfügung gestellt werden kann, es sei denn, Sie erfüllen Anforderungen, denen im Grunde nur "Etablierte" genügen können. Bei der Suche nach Unterstützung, werden Sie darauf hingewiesen, die ersten Schritte mit eigenen Mitteln, FFF-Finanzierung, etc. darzustellen. Wenn Sie einen besonders witzigen Komiker vor sich haben, erhalten Sie auch den VC-Berater-Tip "machen Sie erstmal ein kleines Geschäft auf, mit irgendwas anderem, z.B. ein Nagelstudio oder ein Sonnenstudio, Hauptsache, Sie können (steigende) Umsätze vorweisen".
Naja, die Fördermittelproblematik ist ja ein Thema für sich. Ich bin ohnehin strikt
dagegen (bis auf wenige Ausnahmen), vorallem wenn es um operativen Betrieb
geht. Das ist letzenendes nur Wettbewerbsverzerrung und Verschwendung auf
Kosten der ehrlichen Steuerzahler. Trifft übrigends auch ganz besonders auf
die Föderungen innerhalb der öffentlichen Hand zu (als Kommunalpolitiker
kann ich davon ein Liedchen singen).
Zu jedem Unternehmen oder auch einer Charge von Schuldscheinen kann es zusätlich ein Zertifikat von einem Dritten geben. Diese können sich sowohl um Sicherheiten als auch um Unternehmsanalysen, udgl. handeln - der Anleger hat die Qual der Wahl, ob und wie weit er sich darauf verläßt.
So ein System ist Bullshit. Den F*** ins Knie gibt's derzeit schon bei Banken&Co., wieso also schlechte Modelle auch noch kopieren und es dabei "gut meinen".
Vielleicht hab ich mich etwas unklar ausgedrückt: die Zertifikate sind natürlich
optional und haben nichts mit den Kapitalgebern zu tun. Ein solches Zertifikat
könnte zB. eine gute Bewertung von einem fachlichen Experten sein. Inwiefern
man sich als Kapitalgeber davon beeindrucken läßt, bleibt jedem selbst überlassen.
Vollständig P2P heisst: vollständig die Glibberfinger aus den Verhandlungen der Vertragspartner raushalten. Damit entfällt natürlich die Möglichkeit, "zu kontrollieren", damit dem Portalbetreiber "nichts durch die Lappen geht". Dieses reaktionäre Zeckentum findet man bei den gängigen Plattformen und "P2P-Kredit-Anbietern".
Kontrollieren will ich auch nichts. Nur eine Kontaktbörse und ggf. ein paar
Rechnungs-/Buchungs-Tools oder ein Treuhand-Konto. Nicht mehr und
nicht weniger.
Gruß
- 11 Jul 2007, 4:40 pm
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Alexander Stirzel Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: Micro-Fonds / Micro-Anlagen
Enrico Weigelt schrieb:
Ok. Bin dabei :)
Ich nehme Kontakt mit Ihnen auf.
Im Grunde ist die Kreditvariante nicht schlecht. Das Problem ist, dass er im Normalfall keine Finanzierung stellen kann, da die Innovationskraft folgende Probleme nicht löst:
- Kreditsicherheiten. Die Bank nimmt weder Patente (Sie finden einen
Wir brauchen / wollen keine Banken. Ob jemand Sicherheiten will, bleibt jedem selbst überlassen. Das sind ledeglich Dinge, mit denen sich der Kapitalsucher besser herausstellen kann. Wenn ich nicht so risikofreundig bin, dann gebt ich lieber jemanden mit Haus etwas, als einem Hartz-4-Empfänger ;-P
Ich seh das anders. Wenn der Hartz IV-Empfänger n gutes Produkt hat, für das er ein Weltpatent finanzieren will, würd ich den auch unterstützen, wenn ich sicherstellen kann, dass er die Kohle für Produktentwicklung/Patentierung verwendet.
Aber das muß dann jeder (Kapitalgeber) für sich selbst entscheiden.
Genau darum geht's, hier mehr Transparenz und Kommunikation zu schaffen.
Naja, die Fördermittelproblematik ist ja ein Thema für sich. Ich bin ohnehin strikt dagegen (bis auf wenige Ausnahmen), vorallem wenn es um operativen Betrieb geht.
Im Prinzip: korrekt. Solange wir aber staatliche Verzerrungen haben, ist es legitim, diese zu eigenen Gunsten zu nutzen. Schlimm wird es, wenn der Markt so verzerrt ist, dass z.B. private Anbieter von Seed VC darauf hinweisen, es "gebe ja Förderprogramme", und sich so die fliegenden Rosinen nach der schweren Anlaufphase herauspicken können oder die, die es von selbst geschafft haben, ihr Projekt zum fliegen zu kriegen. Im Grunde pervers. Diejenigen, die dann aber den Laden schon am Laufen haben und gute Umsätze generieren, denen werden dann erst die Möglichkeiten zum Zugriff auf Fördertöpfe ermöglicht. Zusätzlich verfügen diese dann auch wie Etablierte über die Möglichkeit, ihr eigenes Geschäft und dessen Planung an Förderrichtlinien (mit relativ hohem Kostenaufwand) anzupassen.
Man kann über den volkswirtschaftlichen Nutzen solcher Maßnahmen sicher streiten. Wenn's nach mir ginge: alle Subventionen abschaffen. Aber wir haben das nicht zu entscheiden... ;-)
Das ist letzenendes nur Wettbewerbsverzerrung und Verschwendung auf Kosten der ehrlichen Steuerzahler. Trifft übrigends auch ganz besonders auf die Föderungen innerhalb der öffentlichen Hand zu (als Kommunalpolitiker kann ich davon ein Liedchen singen).
Richtig. Fördermittel zu beantragen erfordert ein gutes Netzwerk, gute bereits bestehende Geschäfte und Geschäftskontakte. Dabei sind diese Faktoren wichtiger als unwichtige Faktoren wie Team, Geschäftsidee/Vision oder Marktfähigkeit. (Wobei man über letzteres trotzdem noch zum Erfolg kommen kann, sofern man gewillt ist, zu beissen...)
Vielleicht hab ich mich etwas unklar ausgedrückt: die Zertifikate sind natürlich optional und haben nichts mit den Kapitalgebern zu tun. Ein solches Zertifikat könnte zB. eine gute Bewertung von einem fachlichen Experten sein.
Wieso nicht ein Netzwerk, das rein als Kontaktplattform angelegt ist, und bei dem man (ähnlich ebay) Wertungen und Kommentare einstellen kann zu bestimmten angemeldeten Profilen. Aber es sollte nicht darüber hinausgehen... wenn ich mit so einem P2P-Portal anfange, zu kategorisieren oder einzugreifen (in welcher Form auch immer), wird's automatisch wertend. Ich möchte die Entscheidungen vollkommen beim Kunden lassen und meine Glibberfinger aus deren Geschäfte rauslassen, denn die gehören dort nicht rein.
Kontrollieren will ich auch nichts. Nur eine Kontaktbörse und ggf. ein paar Rechnungs-/Buchungs-Tools oder ein Treuhand-Konto. Nicht mehr und nicht weniger.
Rechnungs-/Buchungstools? Treuhandkonto? Der Sinn erschliesst sich mir nicht... die angebotene Dienstleistung wird die Vermittlung von Kontakten sein. (Sprich die Kontaktmöglichkeit für Leute, die's geschafft haben und Leute, die es gerne schaffen wollen)
Ich sende Ihnen mal ein Konzept zu. Hoffentlich haben Sie noch nichts gemacht. Es wäre schade, das Rad ständig neu zu erfinden, weil man sich nicht abstimmt. Das Portal soll auf nem Windowsserver laufen und per asp.net implementiert werden, es wird also recht quick&dirty laufen. Allerdings wurde erst letzten Monat damit begonnen....
- 11 Jul 2007, 5:07 pm
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Herbert Fuchs(not a XING member)Re^4: Micro-Fonds / Micro-Anlagen
Hallo in die Runde,
vielleicht wäre an der Stelle das Plutos-Projekt interessant.
http://plutos.metux.de/
Im Groben geht es darum, daß hier jeder Teilnehmer Schuldscheine im weitesten Sinne
(dh. auch Unternehmensanteile, etc) herausgeben und diese als Zahlungs/Austausch-
Mittel zirkulieren lassen kann (sofern sie von anderen als solche akzeptiert werden).
Beispiel 1:
Es soll eine Anlage aufgebaut werden, das Diesel aus Müll produziert. Dazu werden
allerhand Zulieferarbeiten benötigt. Das Unternehmen kalkuliert nun zunächst nicht
finanziell, sondern in benötigten Zulieferungen und schreibt den Bedarf aus - als
Zahlungsmittel werden Schuldscheine auf den zu produzierenden Diesel angeboten.
Kommen die benötigten Zulieferungen zusammen, dann emittiert das Unternehmen
die Diesel-Schuldscheine zur Bezahlung, und die Geschäfte werden gemacht.
In den Schuldscheinen ist dann geregelt, wann sie eingelöst werden können,
zB. nach Inbetriebnahme der Anlage, Menge X pro Monat, das Los entscheidet.
Beispiel 2:
Ein Dienstleister braucht etwas Werbung und bietet dem Werbestudio Arbeitszeit-Guthaben
als Zahlungsmittel an. Das kann dann vom Empfänger entweder eingelöst oder wiederum
weitergegeben werden.
gruss
- 02 Dec 2008, 9:28 pm
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