Bankrecht und Kapitalanlagerecht
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Dr. Harald Wozniewski Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Weltweite Finanzkrise - wie geht es weiter?
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit August 2007 treiben uns die negativen Nachrichten über die Bankenkrise in zahlreichen Ländern. Sogar von einer Weltwirtschaftskrise des Ausmaßes der 1930er Jahr ist die Rede.
Was ist Ihre Meinung - heute im März 2009?
Helfen die Maßnahmen der westlichen Regierungen?
Haben Sie Ideen zur Abhilfe? (Für deren Umsetzung können wir leider nicht garantieren!)
Haben wir bald das "Tal der Tränen" hinter uns?
Kommen Sie ins Café Meineid
https://www.xing.com/app/forum?op=showforum;id=45223 und teilen Sie uns Ihre Meinung mit!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr dr. wo
- 26 Mar 2009, 8:45 pm
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Ingo Potsch Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Weltweite Finanzkrise - wie geht es weiter?
Ich antworte auf eine Frage vom Maerz. Wie geht es weiter? Seit dem 27ten Maerz ist es ja nun doch weiter gegangen. Wir haben einige grosse Banken (vor allem aus den USA) mit guten bis sehr guten Zahlen gesehen. Einige Autofirmen haben ihren Umsatz erhoehen koennen (mit Hilfe der Verschrottungspraemie wohl, aber immerhin, siehe Opel +43%). Audi hat gute Zahlen geliefert. Indien hat gerade neulich erst gute Zahlen in der Industrieproduktion vorzuweisen gehabt. China schwaechelt nicht so sehr, wie man das wegen der Exportabhaengigkeit erwartet hatte. Meine Vermutung ist, dass es im naechsten Sommer wieder wirtschaftlich gut laeuft, wenn die Politik keine gravierenden Fehler macht.
Dies ist ein Forum zu juristischen Fragen. Was koennte man rechtliches zu der Krise sagen?
Die Ursache oder besser der Ausloeser lag in den USA. Im Immobilienbereich wurde massiv betrogen. Es gab einen Schaden von wohl urspruenglich ca. 270 Mrd USD.
Hierzu ist zu zweierlei zu sagen:
Zum einen wurden Gesetze nicht eingehalten und die EInhaltung auch nicht ueberprueft. Das ist erst einmal kriminell und dann in gewisser Weise auch Staatsversagen, denn wir brauchen und haben den Staat ja eben dazu, dass er zu allererst einmal fuer die Einhaltung der Regeln sorgt.
Dann ist zweitens zu sagen, dass zu viele auslaendische Investoren kein oder ganz offensichtlich kein ausreichendes Verstaendnis fuer die US-amerikanischen rechtlichen Strukturen hatten.
Ein Grundbuch im deutschen Sinne ist halt in den USA schwer zu finden und eine Hypothek ist auch nicht das gleiche und der Privatkonkurs in den USA ist sowieso eine Sache fuer sich und macht dem Glaeubiger das Leben sehr schwer, wenn der die rechlichen Risiken nicht kennt.
Man wird aus dieser Krise vor allem lernen muessen, weniger blind zu vertrauen, mehr nachzupruefen und genauer hinzugucken. Das geht vor allem dann gut, wenn man die richtigen (guten) Mitarbeiter einstellt. Die kosten dann halt auch etwas mehr. Das spart aber am Ende doch viel.
- 26 Jun 2009, 02:52 am
