Alte Musik - Barockmusik: Stilistik und historische Aufführungspraxis
Posts 1-1 of 1
-
Thomas RainerThe company name is only visible to registered members.KLOSTERKONZERTE Frankfurt/M 2009
Konzertreihe im Karmeliterkloster Frankfurt/M, Münzgasse 9, 60313 Frankfurt/M
Nach der umfangreichen Sanierung des Karmeliterklosters in Frankfurt/M werden die Klosterkonzerte 2009 wieder im historischen Kreuzgang stattfinden. Im Auftrag des Instituts für Stadtgeschichte organisiert die Agentur ALLEGRA aus Mannheim seit 1998 diese Veranstaltungsreihe. Die Konzerte mit Alter Musik finden in der malerischen Kulisse des Klosters statt, das im alten Stadtkern der europäischen Finanzmetropole liegt. Es handelt sich um die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage in der Stadt, deren Ursprünge bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück reichen und die mit den Wandmalereien Jörg Ratgebs aus dem 16. Jahrhundert eine wunderbare Atmosphäre zur Musik auf historischen Instrumenten schafft.
Eröffnet wird die Abonnementreihe von Dorothee Oberlinger (Blockflöte), die zusammen mit dem Italiener Lorenzo Cavasanti ihr aktuelles Duo-Programm präsentiert. Mit der Schauspielerin Marita Breuer und Ensemble "musica solare" aus Köln wird die Konzertreihe dann "fabelhaft" fortgesetzt. Im Juli ist der Geigenvirtuose Anton Steck zusammen mit Marieke Spaans (Hammerflügel) zu Gast. Bach pur zu vier Händen und an zwei Cembali präsentieren anschließend die Belgier Florian Heyerick und Guy Penson. Einen eindrucksvollen Abschluss findet die Konzertreihe mit Businen, Schalmeien, Dudelsack und Perkussion, gespielt vom Ensemble "Les haulz et les bas".
Mehr Details:
http://www.allegra-online.de
TERMINKALENDER
24.5.2009 • Dorothee Oberlinger & Lorenzo Cavasanti (Blockflöten)
a due 1200-1750
Werke von Georg Philipp Telemann, Pierre Philidor, Johann Sebastian Bach u.a.
Der italienische Blockflötist Lorenzo Cavasanti und die deutsche Blockflötistin Dorothee Oberlinger arbeiten seit einigen Jahren
intensiv miteinander. In ihrem Duoprogramm präsentieren die beiden Musiker neben ausgewählten Werken ihrer soeben beim Label marc aurel edition erschienenen Telemann-Duo-CD ein weitgespanntes Programm mit Kompositionen vom Mittelalter bis in das 18. Jahrhundert für zwei Blockflöten.
Dorothee Oberlinger zählt zu den führenden Musikern auf ihrem Instrument. Sie ist regelmäßig zu Gast bei den großen Festivals und Konzertreihen in ganz Europa, Amerika und Japan und spielt als Solistin mit dem von ihr 2002 gegründeten Ensemble 1700 sowie mit führenden internationalen Barockensembles und Orchestern. Seit 2005 ist die Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg. Lorenzo Cavasanti erhielt seine Ausbildung u.a. bei Pedro Memelsdorff, Ezequiel Maria Recondo und Frans Brüggen. Daneben studierte er Oboe. Auf großen europäischen Festivals hat er über 400 Konzerte gespielt; er war Solist in der Londoner Royal Albert Hall, dem Konzerthaus Wien, der Mailänder Scala und dem Concertgebouw Amsterdam. Seine Einspielungen erhielten vielfache Preise.
21.6.2009 • Marita Breuer & musica solare:
Gabriele Nußberger (Violine), Darja Großheide (Flöten), Stefan Horz (Cembalo)
Fabelhaft
Musik und Lesung
Wer kennt sie nicht, die Fabeln? In Bildern geben sie uns Anlass zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln. Die Tierfiguren sind für Jedermann verständlich und vertraut. Besonders im 18. Jahrhundert war diese literarische Gattung sehr beliebt und verbreitet. Berühmte Dichter waren sich nicht zu schade, die Fabel zu ihrem Sprachrohr zu wählen. Die Aktualität ihrer Aussagen ist unbestritten. Die Tiere finden sich auch in der Musik wieder, etwa die verliebte Nachtigall von Couperin oder Hahn und Henne von Biber. Vor allem aber ermöglicht die Musik die nötige Zeit zum Nachdenken und regt unsere Gefühle.
Marita Breuer hat an zahlreichen Bühnen und Schauspielhäusern gearbeitet (in Köln, Aachen, Düsseldorf u.s.w.) und mit namhaften Regisseuren spektakuläre Filme gedreht (berühmt wurde sie vor allem durch ihre überzeugende Darstellung der Maria Simon in der „Heimat"-Trilogie von Edgar Reitz ). Marita Breuer mag gute Literatur. Deshalb macht sie gerne und häufig Lesungen, pur und in Kombination mit Musik.
Die Musiker von musica solare mögen gute Kammermusik. Daher machen sie gerne Konzerte, pur oder mit Literatur. Die Mitglieder des Kölner Ensembles sind spezialisiert auf das Spiel historischer Instrumente, die den Klangvorstellungen der Komponisten vergangener Zeiten gerecht werden. Vielseitig ist das Repertoire von musica solare, da seit vielen Jahren gemeinsam geprobt und in Bibliotheken nach neuen Schätzen gesucht wird. Die Besetzung wird je nach Bedarf vergrößert.
12.7.2009 • Anton Steck (Violine), Marieke Spaans (Hammerflügel)
Schwarzer Mozart
Werke von Chevalier de Saint Georges, Ludwig van Beethoven, Thomas LinleyChevalier de Saint Georges war ein aus der Karibik stammender Mulatte und wird heute als „Schwarzer Mozart“ bezeichnet. Er kam 1748 mit seiner Familie nach Frankreich und nahm Geigenstunden u.a. bei Leclair. Er perfektionierte sich sowohl im Geigenspiel als auch im Degenfechten und brachte es in beidem zu einer überaus großen Meisterschaft. Er schrieb über 25 Violinkonzerte und mehrere andere Werke.
Neuesten Spekulationen nach hatte Beethoven auch schwarze Vorfahren, deshalb wird sein Stammbaum gerade neu untersucht. Bei der Uraufführung des an diesem Abend gespielten Werkes und auch während der Kompositionsphase stand ihm der Mulatte Polgreen Bridgtower (Violine) zur Seite. Er wäre auch der Widmungsträger gewesen, hätten sie sich nicht wegen eines Mädchens zerstritten!
Der dritte virtuose Geiger hat nun gar nichts mit Beethoven zu tun, eher mit Mozart: 1770 trafen sich die beiden Genies in Italien, wo Linley studierte. Vater Mozart war hocherfreut, wie sich die beiden „nicht als Jungen, sondern als Herren“ behandelten und miteinander musizierten. Linley war einer der besten Geiger seiner Zeit, leider kam er bei einem Schiffsunglück mit 22 Jahren ums Leben.
Anton Steck arbeitete als Konzertmeister unter anderem bei Musica Antiqua Köln, den Musiciens des Louvres und Concerto Köln. Sein musikalischer Schwerpunkt liegt heute auf der Interpretation virtuoser Geigenliteratur, was er sowohl auf der Bühne als auch auf zahlreichen preisgekrönten CD-Einspielungen unter Beweis stellt. Dabei wird er von Marieke Spaans begleitet, die im In-und Ausland zu den renommiertesten Cembalistinnen ihrer Generation gehört.
20.9.2009 • Florian Heyerick & Guy Penson (Cembali)
Die Familie Bach
Werke von Johann Sebastian, Carl Philipp Emanuel, Johann Christian, Johann Christian Friedrich und Wilhelm Friedemann BachDie musikalischen Mitglieder der Bachfamilie bildeten fast zwei Jahrhunderte lang einen musikalischen Schwerpunkt in Deutschland und weit darüber hinaus. Fast alle waren ausgezeichnete und gründlich ausgebildete Klavierspieler und -kenner. Vor allem im Haus Johann Sebastian Bachs waren Klaviere (Cembalo, Orgel, Clavichord, usw.) immer präsent. Alle Kinder bekamen eine komplette und systematische durchgeführte Ausbildung vom Vater. Der Reichtum dieser Klaviermusik des "großen" Bach und seiner Söhne zeigt uns einen faszinierenden Einblick in einen bedeutenden Stilwandel im 18. Jahrhundert. Besonders die Duette auf ein oder zwei Cembali bilden einen reizvollen Höhepunkt der Kammer- und Hausmusik der Familie Bach mit allen wichtigen Kennzeichen dieser großen Musik!
Florian Heyerick und Guy Penson (Belgien) sind feste Größen der Flämischen Musikszene als Cembalisten und in verschiedenen Besetzungen. Neben Ihrer Karriere als Dirigient und Solist haben sie in zahllosen Konzerten Orchester, Solisten und Sänger am Cembalo und Klavier begleitet und unterstützt.
11.10.2009 • Les haulz et les bas
Gesine Bänfer (Schalmei, Pommer, Dudelsack), Ian Harrison (Schalmei, Pommer, Dudelsack), David Yacus (Busine, Zugtrompete, Renaissanceposaune)
Ad modum tubae
Businen, Schalmeien, Dudelsäcke und Perkussion sind als Instrumentalensemble auf vielen Abbildungen des 13. und 14. Jahrhunderts zu sehen. Dieses ist der aus dem Orient stammende Vorläufer der heute allgemein bekannten "Alta Capella" des 15. Jahrhunderts. Typisch für das frühere Bläserensemble sind die langen Trompeten, die als Signal- und Percussionsinstrumente eingesetzt wurden. Unser Trompeter David Yacus hat Nachforschungen angestellt zu Trompeten in den lebendigen Musiktraditionen der Welt. Bläserensembles z.B. in Marroko, Usbekistan, Äthopien verwenden Businen noch immer in der zeremoniellen und traditionellen Musik. Diese Klänge inspirierten uns zu einem neuen Programm mit ganz frühen Klangwelten.
- 11 Feb 2009, 08:52 am
