Barter / Complementary Currency Systems
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Dr. Bodo Polzer Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Dumme Frage
Hello all,
ich bin GF eines kleinen, feinen und jungen Magazin-Verlages mit Büros in Österreich und Deutschland (beide in Grenznähe). Sowohl ich als auch meine freiberuflichen Verkäufer erleben es immer wieder, dass uns potentielle Kunden, anstelle bar bezahlen zu wollen, Produkte als "Bezahlung" für Ihre Inserate anbieten wollen. Was, bitteschön, soll ich denn mit Parfumes für € 18.000,-- machen? Kann man die zumindest theoretisch über solche Bartergeschäfte "versilbern"? Oder muss man hier irgendwelche Abstriche, sagen wir, 30%, machen, um einigermaßen sicher Cash dafür zu bekommen?
Über Antworten freut sich Ihr
Dr. Bodo Polzer
- 11 Feb 2004, 1:46 pm
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Alexander HondormannThe company name is only visible to registered members.Re: Dumme Frage
Ob das dumm oder nicht??????? Jeder kann für siche selber Entscheiden. Nur Barter lohnt sich (wegen Verwaltungskosten) ab große Menge. Klar falls Sie Geld zu einem Finanzinstitut bringen uns Sie geben Ihnen später mehr Geld zurück (???????), oder sie bringen zum Schneider die Stoffe und bekommen später Kleid ist auch Barter. Steuer kann man auch sparen, aber Risiko von der Reform- und Gesetzeänderung und Verwaltungskosten ist zu groß (für kleine Beträge). In Rußland und GUS war so vor 10 Jahre. MEhrere Bekannte (Metall und Erdöl-Leute) goldene NAsen verdient haben. Sie haben natürlich REcht. Aber heute jeder in GUS-Ländern sagte: Barter!!!!!!!! Hm!!!!! MAcht mal noch so was? ICh dachte das ist nach den Russien alles kaput und verstorben.
mfg Marina Ipatova-Arendt
Dr. Bodo Polzer schrieb am 11.02.2004, 14:46:
Hello all,
ich bin GF eines kleinen, feinen und jungen Magazin-Verlages mit
Büros in Österreich und Deutschland (beide in Grenznähe). Sowohl ich
als auch meine freiberuflichen Verkäufer erleben es immer wieder,
dass uns potentielle Kunden, anstelle bar bezahlen zu wollen,
Produkte als "Bezahlung" für Ihre Inserate anbieten wollen. Was,
bitteschön, soll ich denn mit Parfumes für € 18.000,-- machen? Kann
man die zumindest theoretisch über solche Bartergeschäfte
"versilbern"? Oder muss man hier irgendwelche Abstriche, sagen wir,
30%, machen, um einigermaßen sicher Cash dafür zu bekommen?
Über Antworten freut sich Ihr
Dr. Bodo Polzer
- 12 Feb 2004, 2:12 pm
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Michael Weyl Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Dumme Frage
Hallo Herr Dr. Polzer ,
die von Ihnen aufgeworfene "dumme" Frage finde ich gar nicht so dumm.
Auch mir geht es im Beratungsbereich in letzter Zeit häufig so, dass Gegengeschäftsgebaren den einseitigen Rechnungswert bei weitem unterschreitet.
Trotzdem finde ich die Gedanken sehr interessant. Es scheinen für mich nur die griffigen Vermarktungsmodelle für einige Branchen nicht eindeutig zu sein.
Im Extremfall (ich nehme jetzt einmal Ihre Branche) müssten Sie beim Jahreswechsel für unverkaufte "Tauschwaren" eine Lagerposition in Ihrer Buchhaltung einrichten. Somit ändert sich Ihr Geschäftszweck, wird ab zumindest erweitert. Glücklich der, dessen Kontenrahmen eine Position Handelsware zulässt.
Ohne auf die grundsätzliche Möglichkeit von ERP- oder Warenwirtschaftssystemen bezüglich Bartern einzugehen, sehe ich einen Admnistrationsaufwand, der (aus meiner Sicht) nur über einen Barter-Makler zu beherrschen ist.
Von Seiten des Gesetzgebers ist die Angelegenheit ja in trockenen Tüchern, wenn Rechung gegen Rechnung steht.
Von Seiten der Prozesskette ist allerdings die Kalkulation durch Barter abzuändern. Haben schon heute nur wenige Unternehmen die einfache Handelskalkulation im Griff, kommen kalkulatorische Unabwägbarkeiten mit dem Tauschhandel hinzu. Im einfachen Sprachgebrauch auch als Risiko bezeichnet.
Kommt der Verleger (wieder dienen Sie mir als Beispiel, aber es passt gerade so gut) urplötzlich in die Situation eine unbekannte Warengattung einzukaufen (der Tauschhandel ist ja nichts anderes), mit einem handelsüblichen Preis zu versehen (mögliche Kalkulationsfalle) und dann mit einem Aufschlag, der mindestens der Zinsspanne beinhaltet, wieder am Markt zu verkaufen. Wie leicht verlassen Sie somit Ihr Kerngeschäft, Ihre Kernkompetenz.
Nun bricht wieder der Buchhalter und zertifizierte Rating-Analyst in mir durch.
Der Wert eines Unternehmens wird daran gemessen, in wie weit die erwirtschafteten Erlöse im Kerngeschäft erwirtschaftet werden. Na, da bin ich ja mal auf die Erklärungen gegenüber der Bank gespannt ... oder Sie erweitern wirklich Ihren Geschäftszweck.
Industriediamanten gegen Schweinehälften. Das haben wir in den seeligen Zeiten des Osthandels gemacht.
Ich finde den Ansatz Barter gut, muß jedoch noch etwas länger über eine Umsetzung nachdenken.
Gespannte Grüße aus dem Westerwald
Michael Weyl
- 13 Jul 2004, 1:22 pm
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Michael Mayerhofer Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Dumme Frage
Hallo Herr Dr. Polzer!
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
Es gab in Österreich schon einmal so ein Barterunternehmen, dass so weit mir bekannt, nicht mehr existiert. (aus besagten/beschrieben Gründen)
Viele dieser "Mitglieder" haben schwer d`rauf gezahlt.
Ich würde Ihnen dringend von solchen dubiosen Gegengeschäften abraten, da Sie sonst kurzfristig einen "Bauchladen" mit Produkten besitzen die kein Mensch braucht.
Dieser Tauschhandel kann sich nur durchsetzen, solange es Menschen gibt die diesen Tauschhandel akzeptieren, doch wozu haben wir dann das Geld erfunden, oder können Sie Ihre Mitarbeiter mit 2 Vasen und einem Parfum am Monatsende bezahlen.
Ich bin mir fast sicher das Ihre Kunden auch bei Ihnen schalten, wenn Sie nicht auf diesen Tauschhandel eingehen.
lg
Mayerhofer Michael
- 10 Feb 2006, 2:28 pm
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