Barter / Complementary Currency Systems

Barter / Complementary Currency Systems

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  • Dr. Harald Wozniewski
    Dr. Harald Wozniewski    Group moderator
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    "Gerade in Zeiten knappen bzw. teuren Geldes ..."
    In "Barter - Informationen zur Einführung"
    unter https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=4705137
    steht ein Satz, der wie eine tragende Säule das gesamte Gebäude "Barter" zu stützen scheint:
    Gerade in Zeiten knappen bzw. teuren Geldes ist bartern eine ideale Möglichkeit, zusätzliche Umsätze zu tätigen, neue Kunden zu gewinnen und die Liquidität des eigenen Unternehmens zu schonen. Wer die gesamtwirtschaftliche (volkswirtschaftliche) Brille aufsetzt, wird über die suggestive Behauptung "Zeiten knappen bzw. teuren Geldes" nur den Kopf schütteln. Wer die soziale oder betriebswirtschaftliche Brille aufsetzt, wird die Behauptung, Geld sei heute knapp, in aller Regel bestätigen, weil tatsächlich viele Haushalte und Unternehmen unter extremer Geldknappheit leiden, womöglich auch von Zinsforderungen aus Darlehen aufgefressen werden.

    Warum - trotzdem - den Kopf schütteln? Weil wir in Deutschland (wie in anderen Industrienationen) noch nie so viel Geld hatten wie heute, wenn wir bis längstens zur Währungsreform 1948 zurückdenken. Damals betrug die Geldmenge M3 in der BRD rund 13 Mrd. DM (bzw. rund 6,6 Mrd. €; http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2002/2... ). Heute (Ende Juni 2009) ist M3 auf 2.208 Mrd. € angewachsen. Das ist ein Geldmengenwachstum von knapp über 10% jährlich! (Mehr dazu unter http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/kaufkraft.htm und http://www.wohlstand-für-alle.de/html/60_jahre.htm ). Diese 2,2 Billionen € entsprechen 55.094,72 € pro Haushalt in Deutschland!

    Muss man sich, bevor man sich so ein Ersatzzahlungssystem wie Barter ausdenkt, nicht erst einmal fragen, warum der "gute alte" Euro denn für all unser Wirtschaften nicht ausreicht!

    Man wird dann feststellen, dass über die letzten Jahrzehnte hinweg, sich das Geld bei immer weniger Superreichen konzentriert hat und 95% der Bevölkerung mit immer weniger Geld auskommt. Es findet eine "Nil-Bildung statt ( http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/nil.htm ).

    Und schließlich müssen die Vertreter des Barter-Systems darlegen und beweisen, dass ihrem System nicht das gleiche wie der DM bzw. dem Euro passiert, nämlich die Nil-Bildung. M. E. wird nämlich genau das geschehen, sobald die Superreichen sich am Barter-System beteiligen und alle "Zahlungseinheiten" aufzusaugen beginnen.
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  • Lilo Blohm
    Lilo Blohm    Premium Member
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    Re^2: "Gerade in Zeiten knappen bzw. teuren Geldes ..."
    Das finde ich sehr interessant und entdecke Parallelen zum Willi Weise-Projekt.
    So groß die Probleme auch sind, sie bleiben klein im Verhältnis zur Gesamtheit der Probleme in unserer Gesellschaft.
    Ich glaube, dass wir höher ansetzen müssen und den Stier an den Hörner packen sollten, um seine Laufrichtung zum allgemeinen Wohl zu verändern.
    Ich hatte von der Bewegung Willi Weise in Vorbereitung der Bundestagswahl gelesen und war sehr beeindruckt. Dann habe ich das Gespräch mit Menschen gesucht, die dahinter stehen - parteiungebunden, unabhängig, nur dem Gewissen verpflichtet und direkt den Wählern verantwortlich.
    Sie treten für bedingungsloses Grundeinkommen von 1.000 € für jeden Bürger ein, was rein finanziell schon heute lösbar wäre. Natürlich kann jeder dazu verdienen
    Sie weisen den realistischen Weg für die sofortige professionelle Entschuldung von Familien, Kommunen, Betrieben (Stadt und Land) und des Staates.
    Sie weisen nach, dass ein unendlich viel Arbeit jederzeit gibt und daher genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen können.
    Sie treten für eine Konsumbesteuerung ein, anstelle der Besteuerung der Arbeitsleistung - überscheubar und klar.
    Niemand soll für einen Kredit von z.B. 200.000 € (Kernschuld) für ein Haus nach 30 Jahren rund 600.000 € (Kernschuld + Geldkosten) zahlen müssen, sondern eine vertretbare Gebühr für Bereitstellung und Bearbeitung.
    Sie wollen, wie jeder vernünftige Mensch - eine sanftmütige Welt.

    Mit solchen grundsätzlichen Veränderungen stehen viele derzeitige Probleme in einem ganz anderen angenehmen Licht.

    Es lohnt sich, sich näher zu informieren und mit der Erststimme auf dem Wahlschein am 27.09.2009 Willi Weise zu wählen.
    Hier die Webseite: http://www.williweise.de.

    Lilo (und Gerd) Blohm
    http://www.1A-Wasser-zum-Leben.de
  • Dr. Harald Wozniewski
    Dr. Harald Wozniewski    Group moderator
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    Re^3: "Gerade in Zeiten knappen bzw. teuren Geldes ..."
    Irren ist menschlich, aber nicht immer verzeihlich.

    (Beziehe ich auf beide Vorredner.)
    This post was modified on 26 Aug 2009 at 08:37 pm.
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  • Lilo Blohm
    Lilo Blohm    Premium Member
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    Re^4: "Gerade in Zeiten knappen bzw. teuren Geldes ..."
    Irren ist menschlich, aber nicht verzeihlich, schrieben Sie.

    Und jeder Mensch hat seine Wahrheit.
    This post was modified on 25 Aug 2009 at 08:43 pm.