Bauherren
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Peter Bachmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Gesundheit und Geruch im Neubau oder Sanierung - Rechtsaspekte des gesunden Bauens
Am 28.01.2010 wird an der TU Darmstadt die rechtliche Situation der Verbraucher zur Innenraumhygiene diskutiert. Welche gesundheitliche Qualität schuldet der Bauunternehmer dem Bauherren? Weitere Informationen:
http://www.dbz.de/artikel/dbz_Rechtsaspekte_des_gesunden_Bau...
oder
http://www.gesundes-wohnen.eu
Viele Grüße
Peter Bachmann
- 12 Dec 2009, 11:31 pm
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Peter Bachmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Gesundheit und Geruch im Neubau oder Sanierung - Rechtsaspekte des gesunden Bauens
Leider machen die Lüftungsanlagen die Probleme zum Teil größer. Schon Pettenkofer hat gesagt, dass man einen Misthaufen im Wohnzimmer nicht weglüften kann. Neben einer wartungsarmen und effizienten Lüftungsanlage ist es sehr wichtig die Qualität der Baustoffe genauer zu betrachten. Viele Baustoffe haben problematische Emissionen.
Im Leitfaden für Innenraumhygiene des Umweltbundesamtes werden die meisten aktuellen Problemstellungen der Innenraumhygiene beschrieben und Lösungswege genannt.
Leider hat der Bauherr zur Zeit keinerlei rechtlichen Ansprüche auf Innenraumhygiene. Dies muss dringend geändert werden. Nur CO2-Einsparung ist einseitig gehandelt.
Viele Grüße
Peter Bachmann
- 13 Dec 2009, 8:05 pm
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Peter Bachmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: Gesundheit und Geruch im Neubau oder Sanierung - Rechtsaspekte des gesunden Bauens
Hallo Herr Gesell,
Sie wohnen (oder zumindest: wohnten) in einem Haus / einer Wohnung mit einer korrekt installierten und funktionierenden kontrollierten Wohnraumlüftung? Ja, ich wohne in einem Haus mit einer funktionierenden Wohnraumlüftung. Ich kenne die Vor- und Nachteile einer Lüftungsanlage.
Hatte sich Pettenkofer denn schon mit kontrollierten Wohnraumlüftungen und chemischen Umweltgiften in Baustoffen, Möbeln u. Stoffen befaßt? Ja, dies hat er und man ist verwundert in welcher Qualität.
Und hat Pettenkofer geschrieben, daß die Vermeidung von Ansammlungen von Emissionen (also z.B. durch kontinuierlichen Austausch der Raumluft durch Frischluft) keinerlei positive Effekte mit sich bringt? Natürlich bringt es Vorteile eine gute und kontrollierte Lüftung im Gebäude zu haben...jedoch ist eine schlechte Qualität des Gebäudes nicht durch eine optimale Lüftungsanlage ab zu federn. Zuerst muss die Substanz in Ordnung sein und dann kann die Lüftungsanlage CO2 und Feuchte (dies ist die Aufgabe der Lüftungsanlage) in aller Ruhe und Konsequenz abtransportieren.
Nicht?
So könnte man aber Ihre Zeilen recht leicht verstehen.
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Klar gibt es viele Baustoffe mit problematischen Emissionen.
Diese zu vermeiden ist aktuell noch in der Verantwortung des Bauherren.
Aber wenn sich der Bauherr über die Baustoffe seines über 100.000 EUR teuren Hauses so gut informiert wie er es über den Motor und die Extras des PKWs vor der Haustür gemacht hat, hat er eine Chance ein "gutes" Haus zu bekommen. Dies stimmt so leider nicht. Kein Bauherr (noch nicht einmal ein guter Chemiker) kann die Emissionswirkungen aller Baustoffe in Bezug auf Raumbeladung, Wechselwirkungen und Einbauverortung bewerten. Die Hersteller liefern in der Regel völlig unzureichende Datenblätter.
Ich würde auch nicht dazu raten, daß man sich an den Empfehlungen des Umweltbundesamtes orientiert ...ich würde mich da mit Fragen lieber an einen engagierten und erfahrenen Baubiologen wenden. Was ist ein guter Baubiologe. Ich empfehle hier eher die AGÖF Institute. Baubiologie ist leider kein geschützter Begriff. Es kann einem passieren, dass ein engagierte Baubiologe die Inhaltsstoffe des Baustoffs mit dem Pendel ermittelt. Zudem sind die Empfehlungswerte des Umweltbundesamtes sehr ambitioniert und zwar so ambitioniert, dass das Bundesumweltministerium die Werte seit vielen Jahren nicht gesetzlich eingibt.
(Ich würde auch keine Spanisches Gemüse essen das die Grenzwerte für Pestizide einhält - die hat auch ein Bundesamt zusammen mit der EU festgelegt ...ähhh angehoben.)
Am besten man fragt erst mal die Baufirma was genau für Stoffe zum Einsatz kommen - läßt sich Hersteller und genaue Typenbezeichnungen nennen - erkundigt sich über diese Stoffe bezüglich gesundheitlicher Bedenken bzw. möglicher Inhaltstoffe - UND läßt die genauen Stoffe im Vertrag festschreiben. Die reicht bei weitem nicht...ich habe inzwischen mehr als 4000 Handwerker und Bauunternehmen zur Innenraumhygiene geschult und musste häufig feststellen, dass wir hier absolutes Neuland betreten.
Mancher gibt sich auch damit zufrieden die Baustoffe selbst zu begutachten - Inhaltststoffe / Datenblätter selbst mal zu lesen - und aufgrund eingeholter/angelesener Information einzuschätzen. Ggf. kann man die Unbedenklichkeit auch von Verbrauchersschutzbehörden und Umweltorganisationen einschätzen lassen. Es gibt zwei brauchbare Baustofflabel in Deutschland und zwar natureplus (
http://www.natureplus) und das Eco Label (
http://www.eco-institut.de/e35/e79/e39029/e40268/index_ger.h...).
Hinzu kommen zwei gute Gebäudelabel:
http://www.s-cert.ch/index.php?option=com_content&task=v...
und
http://www.sentinel-haus.eu/das-konzept/gesundheitspass/
Es soll viele Leute geben die dies so gemacht haben und damit gut gefahren sind.
Und einfach immer auf möglichst unbehandelte / möglichst naturnahe Ware achten - bei Baustoffen, bei Möbeln, bei Stoffen u. Kleidung, etc.
Parkettböden die mit Bioöl geölt sind, haben eben keine Lacke, Kunststoffe, etc. ...wie lackierter Parkett oder gar Laminat. usw... Öko hat nichts mit gesund zu tun. Gerade die ökologischen Farbenhersteller lassen ihre Baustoffe nicht auf Emissionsverhalten prüfen. Viele ökologische Materialien lösen Allergien aus.
Viele Grüße
Peter Bachmann
- 15 Dec 2009, 08:21 am
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Peter Bachmann Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^6: Gesundheit und Geruch im Neubau oder Sanierung - Rechtsaspekte des gesunden Bauens
Hallo Herr Gesell,
die gesundheitliche Klärung von Gebäude oder Baustoffeigenschaften ist eine neue Richtung am Markt. Dies wird erforderlich da die Gebäude immer dichter und besser gedämmt sind.
Die gute Erfahrung ist, dass die gesundheitliche Definition eines Gebäudes nicht nur für den "dicken" Geldbeutel geeignet ist. Zur Zeit setzt die Neue Heimat Tirol ein 23 WE-Projekt um. Hier wird das Ziel verfolgt, dass gesundes Bauen ohne Mehrkosten funktioniert.
Zur Zeit befinden sich bei Sentinel-Haus 90 Unternehmen in der Qualifizierung. Dies ist extrem wenig, jedoch ein guter Anfang wenn man die Zeitabläufe der Bauwirtschaft betrachtet.
Ziel ist es die Empfehlungen des UBA (
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3689.pdf) einzuhalten in neuen Gebäuden. Das was in Schulen und KIndergärten gefordert wird ist auch im privaten Bausektor sinnvoll und bezahlbar.
Ich habe viele Aspekte Ihre Antwort verstanden und freue mich sehr über Bewusstseinsbildung in diesem wichtigen Bereich!
Viele Grüße
Peter Bachmann
- 18 Dec 2009, 12:45 am
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