Bauhaus
Posts 1-1 of 1
-
Christian Gremme Premium Member Group moderator Xpert AmbassadorThe company name is only visible to registered members.'Universal World House' als Demonstration der Innovationsfähigkeit zum Bauhaus-Jubiläum
Professur Informatik in der Architektur entwickelt modulares Hausprogramm auf Basis von kunstharzverstärkten Papierwabenelementen zum Einsatz in Entwicklungsländern
Eine entsprechende Anfrage aus der Industrie an die Bauhaus-Universität Weimar beantwortete Architekturprofessor Dr. Dirk Donath nicht mit einem einzigen Entwurf, sondern einem modularen Hausprogramm, angefangen vom einfachen 'Unterstand' ('Shelter') bis zum kompletten Haus für 20 Personen. Die Projektparameter lauten wie folgt:
Zeitraum: 10/07 bis 04/08
Hausgröße: von 18 m2 (Shelter) bis 42m2 (Haus für 20 Personen)
Material: Wabenkernplatten aus gepressentem, harzgetränktem Papier
Entwurf: Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Professur Informatik in der Architektur, Prof. Dr. Dirk Donath
Bilder:
http://gonzo.uni-weimar.de/~petzold/presse/ (copyright: Dirk Donath)
Der entworfene Baukasten folgt den Anforderungen der Industrie, der Einsatzbereiche und der Architektur in vielfältiger Weise. Die dabei beachteten Kriterien füllen einen ganzen Katalog. In Sachen Normierung unterliegen alle Elemente einem strengen Raster, welches die Basis für flexible Zusammenstellungen bildet. Möglich sind 32 verschiedene Typen, die auf dem gleichem Prinzip basieren und die Entwicklungs- und Ausbaufähigkeit garantieren. Der Einfachheit halber wurden nur modulare Elemente verwendet, die zu verschiedenen beliebigen Varianten zusammengebaut werden können. In Bezug auf die Herstellung sind sowohl die zentrale, als auch dezentrale Fertigung möglich. Für den Transport wurde eine dichte und platzoptimierte Verpackung mit entworfen. Die Module selbst stehen im Zeichen innovativer Materialverwendung: ausschließlich Wabenkernelemente aus gepresstem und harzgetränktem Papier kommen zur Verwendung. Die robuste Konstruktion ermöglicht den einfachen Aufbau, selbst die zweckfremde (Wieder-) Verwendung der Einzelteile ist möglich. Sogar Aspekte der Ver- und Entsorgung in schnell wachsenden Siedlungen in Verbindung mit dezentralen Versorgungssystemen, wie Solarenergie, Warmwasseraufbereitung, Abwasserklärung wurden berücksichtigt.
Dr. Michael Eckardt, Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar
26.01.2009
Mehr unter:
http://idw-online.de/pages/de/news297877
- 27 Jan 2009, 07:53 am
