Bauhaus

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  • Christian Gremme
    Christian Gremme    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Quo vadis Bauhaus? Einst Erfinder des Netzwerkens, heute nur noch Museumsreif?
    Hallo liebe Gruppenmitglieder,
    in letzter Zeit stellte ich mir wiederholt die Frage:
    Verwalten wir lediglich nur das Erbe des Bauhauses oder gehen wir den damals
    eingeschlagenen Weg weiter und führen ihn sogar fort?

    Bei der Vielzahl der kreativen Disziplinen, die das Bauhaus einst erfolgreich unter einem Dach
    vereinte, frage ich mich, wo wir denn diese gelebte, übergreifende Zusammenarbeit der
    Fachdisziplinen im derzeitigen Berufsbild von Architekten, Fotografen, Künstlern, Handwerkern
    etc. noch vorfinden?
    Wenn dann nur als Zweckgemeinschaft für ein Projekt, aber als dauerhaftes Team?

    Gerade in Zeiten der medialen Gesellschaft wäre es ein einfaches, sich im Sinne des Ganzen,
    als Spezialisten zusammenzuschließen. Internet und Communities wie XING sei Dank.
    Den Universalisten kann es nicht mehr geben - ca. alle 5 Jahre verdoppelt sich das Wissen der
    Welt - und der Spezialist möchte monetären Nutzen aus seinem mühsam angehäuften
    Fachwissen ziehen.
    Und da der "gemeine Kreative" ja auch eher zu Individualismus neigt, stellt sich mir die Frage,
    wie schaffen wir es in der Jetzt-Zeit, ein kreatives Kollektiv zu schaffen?
    Ein unabhängiges Netzwerk, frei von Klüngel, alten Seilschaften oder Vitamin B.

    Von der Lehre her, sind wir ja alle mehr oder minder darauf gedrillt, das Erbe des Bauhauses
    anzunehmen und fortzuführen. Aber wird es auch wirklich umgesetzt?
    Wie kommen wir als geballte Menge an Spezialisten denn nun aufeinander zu, so dass für
    alle die viel beschworene "win-win-Situation" entsteht?

    Mein Vorschlag - über diese Bauhaus-Gruppe!
    In der Mitgliederschaft findet sich eine Vielzahl an Fachrichtungen und eine Menge geballter
    Kompetenz wieder, die sich idealerweise im Team ergänzen könnten.
    Daher: Netzwerken contra Scheuklappen!

    Was wäre denn gewesen, wenn das Ur-Bauhaus die heutigen Medien in dieser Form
    zur Verfügung gehabt hätte? Sie hätten das Angebot dankend angenommen und eine
    eigene Medienwerkstatt dafür errichtet.
    Die Privatsender hätten Bauhauseigene Formate entwickelt. Arte hätte vielleicht die besten
    Einschaltquoten...
    Schnell hätten sich jedenfalls die Lehren aus der damaligen Provinz Dessau, weltweit verbreitet
    und in die Köpfe der Menschen gesetzt. Und nicht nur in die der Intellektuellen.
    Das Bauhaus hätte aufgerüttelt, aufgezeigt, wäre unbequem gewesen.

    Wir haben heute diese technischen Möglichkeit, aber nutzen wir sie?
    Da finden wir uns als Interessierte zum Thema Bauhaus zusammen, reden aber im wesentlichen
    nur um die Verwaltung des Alten, anstatt über unsere Zukunft.
    Wo bleiben die Visionen?
    Wir sind doch diejenigen, die die Gegenwart gestalten und somit die Zukunft beeinflussen!
    Wir sind die Aktiven im Schaffensprozess!
    An was werden nachfolgende Generationen uns messen?
    Nach der "Generation Golf" jetzt die "Generation XING", als Platzhalter für eine Flucht in die
    heile, virtuelle Welt?

    Den Themen, denen wir nachgehen sollten sind doch eher:
    - Leben wir die Bauhaus-Ideale?
    - Wie gestalten wir im richtigen Leben?
    - Wer von uns probiert neue Baustoffe aus?
    - Wer entwirft "Möbel fürs Volk"?
    - Wer verbindet Kunst mit Alltag?
    - Wer hat innovative Ideen zur Fotografie?

    Die Liste könnte sich endlos fortsetzen.
    Gestaltungswille und der Mut etwas Neues nach vorne zu bringen ist folglich gefragt, daher:
    - Lassen Sie uns durchstarten und diese Community dazu nutzen unsere Arbeitswelt und
    eingespielte Arbeitsweisen und somit uns selbst im Sinne des Bauhauses zu hinterfragen.
    - Lassen Sie uns teilhaben an Fragen und Konzepten zu Projekten.
    - Stellen Sie Werkberichte zur Diskussion ein.

    Nur Mut! Wir beissen nicht.

    Sehen Sie das Bauhaus als Erfinder des Netzwerkens.
    Viel Spaß bei der Umsetzung des Erbes!

    Christian Gremme
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